Iran zwischen Feierlichkeiten und Protestrufen
Vor 47 Jahren beendet die Islamische Revolution die Schah-Herrschaft in Iran. Ajatollah Chamenei ruft trotz wiederkehrender Proteste zu Feierlichkeiten auf, während der Druck von innen und außen immer weiter steigt.
Irans Führung ruft zum Jahrestag der Revolution im Land zu Feierlichkeiten auf. Am 11. Februar 1979 endete die Herrschaft des Schahs in Iran durch die Islamische Revolution. Dabei steht die Republik unter dem Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei 47 Jahre nach dem Wechsel selbst extrem unter Druck.
Von außen durch einen möglichen Angriff der USA. Von innen durch Massenproteste, die das Regime nur mit massiver Gewalt beenden konnte. Mutmaßlich Zehntausende seiner Bürgerinnen und Bürger hat es dabei getötet.
Zum Jahrestag der Islamischen Revolution hat der Chamenei dennoch zu Kundgebungen aufgerufen, die den sogenannten Sieg im Jahr 1979 feiern sollen.
Chamenei schwor das Land auf die Feierlichkeiten zum Jahrestag der Revolution ein. Er hoffe, dass der Tag die "Größe der iranischen Nation weiter vervielfachen" und "andere Nationen und Regierungen dazu zwingt, Demut und Ehrerbietung vor der iranischen Nation zu zeigen". Regimetreue Anhänger werden auf den Straßen erwartet, um den 22. Bahman, den 11. Februar, 1979 zu feiern.
Das Regime stehe massiv unter Druck, sagt der Iran-Experte Ali Vaez von der International Crisis Group: "Während sich die Islamische Republik dem halben Jahrhundert nähert, erreicht sie langsam eine Sackgasse, eine Todesspirale." Trotzdem habe sie "weder den Willen verloren noch die furchterregende Fähigkeit zur Unterdrückung, um an der Macht zu bleiben."
In den Nächten des 8. und 9. Januar töteten Einsatzkräfte Tausende Menschen, die gegen das Regime protestiert hatten. Immer mehr Bilder gelangten danach an die Weltöffentlichkeit, von Leichen mit Kopfschüssen, von blutigen Krankenhausfluren. In der Hauptstadt Teheran herrscht Trauer, Wut und Verzweiflung. Eine Rentnerin sagt der ARD, dass sie am Boden zerstört ist und zu Hause ununterbrochen weint: "Waren die jungen Menschen nicht unsere Kinder?"
Ein Mann sagt, dass für das, was er jetzt sagen wolle, ihm die Handschellen angelegt werden würden: "Aber ab einem gewissen Punkt verschwindet die Angst." Jeden Tag kämen ihm die Tränen, "wegen der jungen Leute, die wir verloren haben". Ihr Blut müsse doch irgendwann vergolten werden.
Doch ob die Verhandlungen zu etwas führen können, ist fraglich. Iran zeigt sich nicht bereit dazu, sein Atomprogramm aufzugeben. Teheran versuche allenfalls, die USA von einem Angriff abzuhalten, sagt Iran-Experte Vaez. Die kurzfristige Strategie sei nur, "Zeit zu gewinnen, zu überleben und weiterzukämpfen". Das Regime habe aber absolut keine Kapazitäten oder Fähigkeiten, um die grundlegenden Probleme des Landes zu lösen.
Irans Führung ruft zum Jahrestag der Revolution im Land zu Feierlichkeiten auf. Am 11. Februar 1979 endete die Herrschaft des Schahs in Iran durch die Islamische Revolution. Dabei steht die Republik unter dem Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei 47 Jahre nach dem Wechsel selbst extrem unter Druck.
Von außen durch einen möglichen Angriff der USA. Von innen durch Massenproteste, die das Regime nur mit massiver Gewalt beenden konnte. Mutmaßlich Zehntausende seiner Bürgerinnen und Bürger hat es dabei getötet.
Zum Jahrestag der Islamischen Revolution hat der Chamenei dennoch zu Kundgebungen aufgerufen, die den sogenannten Sieg im Jahr 1979 feiern sollen.
Feuerwerk am Vorabend mit Protestrufen
Am Abend zuvor hat es bereits ein Feuerwerk über Teheran gegeben, zur Feier des Jahrestags der Revolution. Augenzeugen aus verschiedenen Stadtteilen berichteten, dass sich zwischen die Raketen auch Rufe mischten: "Tod dem Diktator" etwa oder "Tod Chamenei". Obwohl es für sie gefährlich sein kann, forderten die Menschen am Vorabend des Revolutionsfeiertags von ihren Fenstern aus erneut ein Ende der Islamischen Republik.Chamenei schwor das Land auf die Feierlichkeiten zum Jahrestag der Revolution ein. Er hoffe, dass der Tag die "Größe der iranischen Nation weiter vervielfachen" und "andere Nationen und Regierungen dazu zwingt, Demut und Ehrerbietung vor der iranischen Nation zu zeigen". Regimetreue Anhänger werden auf den Straßen erwartet, um den 22. Bahman, den 11. Februar, 1979 zu feiern.
Korruption, Misswirtschaft und Proteste
Doch die Islamische Republik Iran hat es versäumt, die Lebensumstände für ihre Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. Die wirtschaftliche Lage ist heute desaströs, es herrschen Korruption und Misswirtschaft. Die Menschen in Iran haben mit Wasserknappheit und Luftverschmutzung zu kämpfen. Die Protestwellen kommen immer häufiger.Das Regime stehe massiv unter Druck, sagt der Iran-Experte Ali Vaez von der International Crisis Group: "Während sich die Islamische Republik dem halben Jahrhundert nähert, erreicht sie langsam eine Sackgasse, eine Todesspirale." Trotzdem habe sie "weder den Willen verloren noch die furchterregende Fähigkeit zur Unterdrückung, um an der Macht zu bleiben."
In den Nächten des 8. und 9. Januar töteten Einsatzkräfte Tausende Menschen, die gegen das Regime protestiert hatten. Immer mehr Bilder gelangten danach an die Weltöffentlichkeit, von Leichen mit Kopfschüssen, von blutigen Krankenhausfluren. In der Hauptstadt Teheran herrscht Trauer, Wut und Verzweiflung. Eine Rentnerin sagt der ARD, dass sie am Boden zerstört ist und zu Hause ununterbrochen weint: "Waren die jungen Menschen nicht unsere Kinder?"
Ein Mann sagt, dass für das, was er jetzt sagen wolle, ihm die Handschellen angelegt werden würden: "Aber ab einem gewissen Punkt verschwindet die Angst." Jeden Tag kämen ihm die Tränen, "wegen der jungen Leute, die wir verloren haben". Ihr Blut müsse doch irgendwann vergolten werden.
Verhandlungen mit den USA
Die USA hatten angedroht, wegen der Menschenrechtslage Iran anzugreifen. Amerikanische Kriegsschiffe sind bereits in der Region eingetroffen. Doch jetzt verhandelt man wieder miteinander - dabei geht es aber nicht um die Menschen in Iran. Sondern um das iranische Atomprogramm. Dem ersten Verhandlungstag im Oman werden wohl weitere folgen, sagt Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei.Doch ob die Verhandlungen zu etwas führen können, ist fraglich. Iran zeigt sich nicht bereit dazu, sein Atomprogramm aufzugeben. Teheran versuche allenfalls, die USA von einem Angriff abzuhalten, sagt Iran-Experte Vaez. Die kurzfristige Strategie sei nur, "Zeit zu gewinnen, zu überleben und weiterzukämpfen". Das Regime habe aber absolut keine Kapazitäten oder Fähigkeiten, um die grundlegenden Probleme des Landes zu lösen.
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