Am 14. Tag des Krieges gegen Iran hat die israelische Armee erneut Teheran bombardiert. Auch mutmaßliche Hisbollah-Ziele im Libanon wurden attackiert. Dabei sollen mehrere Menschen getötet worden sein.
Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Kriegs dauern die gegenseitigen Angriffe an. Die israelische Armee startete am Morgen nach eigenen Angaben eine neue Welle von Luftangriffen auf die Hauptstadt Teheran. Dabei solle die Infrastruktur "des iranischen Terrorregimes" ins Visier genommen werden. Nach Angaben von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP wurde die Stadt am Morgen von mehreren ungewöhnlich heftigen Explosionen erschüttert. Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Fars berichteten auch Bewohner, dass ihre Häuser gebebt hätten. Über dem Osten und dem Norden Teherans seien schwarze Rauchwolken aufgestiegen. Iranische Staatsmedien berichteten zudem von Kampfjets über dem Ort Karadsch westlich der Hauptstadt.
Angriffe in der Nähe von Pro-Regierungs-Demo
Laut der israelischen Armee trafen die Angriffe Ziele "in der Nähe" einer Demonstration von Unterstützern der Regierung. Das iranische Staatsfernsehen meldete eine schwere Explosion auf dem Ferdowsi-Platz in der Nähe der Universität, der voller Demonstranten gewesen sein soll. Israels Militär rief zur "sofortigen" Evakuierung zweier Wohnviertel im Zentrum Teherans auf. Die iranische Luftverteidigung ist vermutlich inzwischen größtenteils durch israelische und US-amerikanische Angriffe ausgeschaltet worden. Die modernen israelischen Kampfjets können deshalb recht ungehindert gegen Ziele vorgehen.
Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Israel geht auch weiter gegen die mit Iran verbündete Terrormiliz Hisbollah im Libanon vor. Bei Angriffen in der Nacht wurden nach libanesischen Angaben mehr als 20 Menschen getötet. In der Gegend der Küstenstadt Sidon seien neun Menschen ums Leben gekommen, darunter fünf Kinder. Bei weiteren Bombardements im Süden und Osten des Landes seien weitere 14 Menschen getötet worden. In Beirut sei eine Person bei einem Angriff auf ein Auto ums Leben gekommen. Israel äußerte sich nicht konkret zu den Angriffen und verwies auf eine offizielle Mitteilung zu ihrem jüngsten Vorgehen gegen die Hisbollah im Libanon. Darin hieß es, das Militär habe "Dutzende Angriffswellen" in Beirut, der Bekaa-Ebene im Osten des Landes sowie im Südlibanon ausgeführt.
58 Verletzte bei Angriff auf Israel
Israel wurde selbst erneut Ziel von Angriffen. Bei einem Raketenangriff auf die Stadt Sarsir nahe der Grenze zum Libanon wurden Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom mindestens 58 Menschen verletzt. Eine Person befinde sich in kritischem Zustand.
Iran greift weiter Golfstaaten an
Länder am Persischen Golf wurden erneut Ziel iranischer Angriffe. Im Oman wurden nach Angaben von Staatsmedien zwei Menschen bei einem Drohnenangriff getötet. Die Drohne sei im Norden des Landes abgefangen worden und in einem Industriegebiet abgestürzt. Dabei seien zwei ausländische Arbeiter ums Leben gekommen. Auch Saudi-Arabien wurde erneut von iranischen Drohnen angegriffen. Die saudische Armee hat nach eigenen Angaben Dutzende Drohnen in ihrem Luftraum abgefangen und zerstört.
Vier Tote bei Absturz von US-Tankflugzeug
Widersprüchliche Meldungen gibt es über den Absturz einen US-Tankflugzeugs im Westen des Irak, bei dem vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen sind. Die von Iran unterstützte Milizengruppe Islamischer Widerstand im Irak hat das Flugzeug nach eigenen Angaben abgeschossen - "zur Verteidigung der Souveränität und des Luftraums unseres Landes", wie die Gruppe erklärte. Die US-Armee hatte zuvor selbst über den Absturz des Tankflugzeugs im Westen des Irak berichtet. Allerdings sei weder feindlicher noch eigener Beschuss dafür verantwortlich. Was genau passiert sein soll, teilten die US-Streitkräfte aber nicht mit. Bei dem Flugzeug soll es sich um eine KC-135 handeln. Die Militärmaschinen basieren auf der Boeing 707 und werden seit vielen Jahrzehnten bei der US-Luftwaffe eingesetzt.
Trump: "Zerstören das terroristische Regime"
US-Präsident Donald Trump erneuerte seine Drohungen gegen Iran. "Wir zerstören das terroristische Regime Irans vollständig - militärisch, wirtschaftlich und auf andere Weise", schrieb er auf Truth Social. Die iranische Marine sei verschwunden, ihre Luftwaffe existiere nicht mehr, Raketen, Drohnen und alles andere werde vernichtet, und ihre Anführer seien von der Erde getilgt worden, schrieb Trump. Die USA verfügten über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit. Trump hat schon mehrfach gesagt, der Krieg könne bald enden. Allerdings greift Iran weiter seine Gegner an. Die Revolutionsgarde hält zudem an einer Blockade der Straße von Hormus fest. Zudem wird Trumps Behauptung, die USA verfügten für den Krieg über unbegrenzte Munitionsvorräte, von vielen Experten und auch von seinen politischen Gegnern infrage gestellt.
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