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Stuttgarter Last-Minute-Sieg gegen Bern reicht nur für die Playoffs

Stuttgarter Last-Minute-Sieg gegen Bern reicht nur für die Playoffs
Der VfB Stuttgart hat seine Hausaufgaben gegen die Young Boys Bern gemacht und muss sich in der Europa League trotzdem mit den Playoffs begnügen.


Von Michael Richmann


Chema hat den VfB Stuttgart zu einem Last-Minute-Sieg gegen die Young Boys Bern geschossen. Zuvor hatten Deniz Undav (6.) und Ermedin Demirovic (7.) die Schwaben in Führung geschossen. Armin Gigovic erzielte kurz vor der Pause den Anschluss-Treffer (42.) und Sandro Lauper besorgte den zwischenzeitlichen Ausgleich (57.). Der VfB Stuttgart beendet die Gruppenphase daher mit 15 Punkten auf Platz elf und muss in die Playoffs. Bern ist mit neun Punkten auf Platz 25 ganz knapp ausgeschieden.



VfB Stuttgart mit dem frühen Doppelschlag

Der VfB Stuttgart hat kräftig rotiert. So feierte beispielsweise Fabian Bredlow seine Europa-League-Premiere. Der Vertreter von Stamm-Keeper Alexander Nübel hatte in der ersten Halbzeit jedoch wenig zu tun. Denn Stuttgart begann das Spiel mit einem Doppelschlag: Deniz Undav verwertete die Hereingabe von Lorenz Assignon zum frühen 1:0 (6.). Ermedin Demirovic vollendete Undavs Steilpass zum 2:0 (7.).

Stuttgart kombinierte weiter munter nach vorne, denn in der Hoffnung auf einen möglichst schwachen Playoff-Gegner wollten die Schwaben am Torverhältnis schrauben. Assignons Schuss konnte Young-Boys-Keeper Marvin Keller gerade noch zur Ecke abwehren (28.), Finn Jeltschs Schuss konnte der der 23-Jährige noch an den Pfosten lenken (31.).


VfB-Stuttgart-Verteidiger Finn Jeltsch ärgert sich über eine vergeben Chance gegen Young Boys Bern.

Bredlows Fehler wird sofort bestraft

Stuttgart hatte eigentlich alles im Griff, brachte sich dann aber selbst in die Bredouille. Bredlow spielte einen hanebüchenen Fehlpass auf Alvyn Sanches. Über Gregory Wüthrich landete der Ball bei Armin Gigovic, der den Ball aus 18 Metern in den Stuttgarter Torwinkel drosch (42.). Der Jubel der Young-Boys-Fans war trotzdem sehr verhalten. Weil einige von ihnen beim Auswärtsspiel bei Aston Villa in Birmingham randaliert hatten, hat die UEFA die Gäste-Fans ausgeschlossen. Einige schwarz-gelbe Schals waren im Stadion trotzdem zu sehen.
Die Stuttgarter Nachlässigkeit sollte sich nach der Pause rächen. Denn die Schweizer kamen besser aus der Kabine und nach 57 Minuten zum verdienten Ausgleich. Der ehemalige Mainzer Edimilson Fernandes flankte seinen Eckball an die Strafraumkante. Dort hämmerte Sandro Lauper den Ball mit einem Thomas-Hitzlsperger-Gedächtnisvolley direkt ins Tor von Fabian Bredlow.

VfB Stuttgart plötzlich unter Druck

Nach dem Ausgleich war der VfB Stuttgart von der Rolle und ließ sich von den Bernern auskontern. Bredlow konnte den Rückstand nach Sanches' Kopfball gerade noch abwehren und Gigovics Gewaltschuss ging ans Außennetz. Das Team des ehemaligen Leverkusener und Gladbacher Trainers Gerardo Seoane war in dieser Phase das eindeutig bessere Team.
Dabei spielten die Ergebnisse auf den anderen Plätzen den Schwaben durchaus in die Karten: Panathinaikos schoss die AS Rom von Platz acht und Ferencvaros lag deutlich bei Nottingham Forrest hinten. Das bedeutete: Ein Treffer des VfB Stuttgart und die Schwaben hätten die lästigen Playoffs geskippt und wären direkt ins Achtelfinale eingezogen.

Chema schießt den VfB Stuttgart zum Sieg

Fortan ging es Hin und Her: Stuttgart wollte direkt ins Achtelfinale, Bern wenigstens in die Playoffs. Cordovas Schuss konnte die VfB-Abwehr gerade so blocken (86.), Badredine Bouanani schlenzte knapp über das Tor (88.), Demirovic und Joshua Vagnoman scheiterten aus dem Gewühl (89.). Dann schlug Chemas große Stunde: Der 20-Jährige Spanier tankte sich durch die Schweizer Abwehr und vollendete zum 3:2-Endstand.
Der Jubel war groß. Allein: Fürs Achtelfinale hat es trotzdem nicht gereicht. Jan Ziolkowski hatte für die Roma in Athen ausgeglichen und den VfB wieder in die Playoffs geschossen. Die werden am 19. und 26. Februar ausgetragen. Gegner ist dann entweder der schottische Klub Celtic Glasgow oder Ludogorets Rasgrad aus Bulgarien. Sollte sich der VfB Stuttgart in den Playoffs durchsetzen, führt die Europapokal-Reise im März auf jeden Fall nach Portugal. Am 12. und 19. März würden die Schwaben dann entweder gegen den FC Porto oder Sporting Braga antreten.

VfB Stuttgart gleich mit der nächsten Englischen Woche

Am kommenden Sonntag kommt es dann zum Baden-Württemberg-Duell der beiden Europa-League-Teilnehmer. Dann empfängt der VfB Stuttgart den SC Freiburg (ab 15:30 Uhr live im Audiostream auf Spirtschau.de). Am Mittwoch steht das Viertelfinale im DFB-Pokal bei Holstein Kiel auf dem Programm.

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