Deutschland recycelt gut - aber es geht besser
Pappe, Konservendose, Plastikflasche: Bei vielen Verpackungen funktioniert Recycling immer besser, wie neue Zahlen zeigen. Doch Glas, Getränkekartons und Verbundverpackungen bleiben ein Problem.
Leere Shampoo-Flaschen oder einfache Kunststoffverpackungen sind für viele Recyclinganlagen in Deutschland inzwischen kaum mehr ein Problem, sagt Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentral Stelle Verpackungsregister (ZSVR): "Insbesondere Verpackungen mit wenig Farbstoffen und nicht so große Etiketten lassen sich sehr gut recyclen." Nicht nur die zahlreichen Recycling-, auch die Sortieranlagen seien über die vergangenen Jahre immer besser geworden.
"Das freut uns besonders. Den Irrglauben, es würde sowieso alles verbrannt, können wir damit widerlegen", sagt Bettina Rechenberg, Fachbereichsleiterin Kreislaufwirtschaft beim UBA.
Damit ein Material recycelt werden kann, muss es erst einmal in der dafür vorgesehenen Tonne landen. Bei Verbundstoffen ist das die gelbe Tonne. Doch Rachut von der ZSVR sagt: "Viele Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen gar nicht, dass es sich um ein Verbundmaterial handelt, einfach, weil es sich anfühlt wie Papier. Da fängt das Problem schon an."
Das soll in der EU durch die Verpackungsverordnung künftig besser werden. Ab 2028 sollen Hersteller vermehrt auf den Verpackungen kennzeichnen, in welche Tonne sie gehören.
UBA-Expertin Rechenberg schlägt vor, dafür Parkplätze von Supermärkten zu nutzen. Außerdem werde vor allem in Großstädten der Glasmüll nicht getrennt nach Farben gesammelt. Doch genau das mache Sinn und könnte in Zukunft helfen, die Recyclingmenge zu steigern, so Rechenberg.
Auch das regelt die EU-Verpackungsverordnung: Ab 2030 dürfen nur noch Verpackungen in den Verkehr gebracht werden, die zu mindestens 70 Prozent recyclingfähig sind. Viele Hersteller haben laut Rachut bereits begonnen, ihre Verpackungen dementsprechend umzustellen.
Leere Shampoo-Flaschen oder einfache Kunststoffverpackungen sind für viele Recyclinganlagen in Deutschland inzwischen kaum mehr ein Problem, sagt Gunda Rachut, Vorstand der Stiftung Zentral Stelle Verpackungsregister (ZSVR): "Insbesondere Verpackungen mit wenig Farbstoffen und nicht so große Etiketten lassen sich sehr gut recyclen." Nicht nur die zahlreichen Recycling-, auch die Sortieranlagen seien über die vergangenen Jahre immer besser geworden.
Schärfere Recyclingquoten
Seit Einführung des Verpackungsgesetzes im Jahr 2019 überwacht die ZSVR, ob die gesetzlichen Recyclingquoten eingehalten werden. Diese Quoten wurden mehrfach verschärft - zuletzt 2022. Für den Verpackungsmüll aus Pappe, Blech, Alu und einigen Kunststoffen konnte die Quote nach Angaben der ZSVR und dem Umweltbundesamt (UBA) im Jahr 2024 eingehalten werden. Zum ersten Mal ist es demnach gelungen, mehr als 70 Prozent der Kunststoffverpackungen zu recyceln."Das freut uns besonders. Den Irrglauben, es würde sowieso alles verbrannt, können wir damit widerlegen", sagt Bettina Rechenberg, Fachbereichsleiterin Kreislaufwirtschaft beim UBA.
Mülltrennung bleibt wichtige Voraussetzung
Weniger positiv fällt die Bilanz bei Getränkekartons, wie etwa für Milch oder Saft, und sogenannten Verbundmaterialien aus. Dazu zählen zum Beispiel beschichtete Papiere, wie die für Tiefkühl-Lebensmittel oder Butter. Sie verfehlten die vom Gesetzgeber vorgelegte Quote.Damit ein Material recycelt werden kann, muss es erst einmal in der dafür vorgesehenen Tonne landen. Bei Verbundstoffen ist das die gelbe Tonne. Doch Rachut von der ZSVR sagt: "Viele Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen gar nicht, dass es sich um ein Verbundmaterial handelt, einfach, weil es sich anfühlt wie Papier. Da fängt das Problem schon an."
Das soll in der EU durch die Verpackungsverordnung künftig besser werden. Ab 2028 sollen Hersteller vermehrt auf den Verpackungen kennzeichnen, in welche Tonne sie gehören.
Fehlwürfe auch beim Glasmüll ein Problem
Auch die Recyclingquote für Verpackungen aus Glas wurde 2024 nach Angaben des ZSVR nicht erreicht. Fehlwürfe könnten laut Expertin ein Grund dafür sein. Noch immer lande zu viel Altglas im Restmüll. Außerdem gebe es weniger Glascontainer als noch vor ein paar Jahren. Wenn sich dann sinnvolle Wege nicht miteinander verbinden ließen, könne es sein, dass Verbraucherinnen und Verbraucher Altglas eher über den Restmüll entsorgen.UBA-Expertin Rechenberg schlägt vor, dafür Parkplätze von Supermärkten zu nutzen. Außerdem werde vor allem in Großstädten der Glasmüll nicht getrennt nach Farben gesammelt. Doch genau das mache Sinn und könnte in Zukunft helfen, die Recyclingmenge zu steigern, so Rechenberg.
Design der Verpackung entscheidend
Doch selbst wenn der Verpackungsmüll in der richtigen Tonne landet - vor allem bei Verbundstoffen bleibe das Recycling herausfordernd. Die Materialien seien teils schwer voneinander zu lösen, so die Expertinnen. Der entscheidende Hebel liege deshalb bei den Herstellern, sagt Rachut: "Der Hersteller legt fest, ob aus einer Verpackung später wieder etwas gemacht werden kann."Auch das regelt die EU-Verpackungsverordnung: Ab 2030 dürfen nur noch Verpackungen in den Verkehr gebracht werden, die zu mindestens 70 Prozent recyclingfähig sind. Viele Hersteller haben laut Rachut bereits begonnen, ihre Verpackungen dementsprechend umzustellen.
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