"Wir haben sie alle zurückgebracht"
Mit dem getöteten Ran Gvili ist die letzte israelische Geisel heimgekehrt - eine wichtige Bedingung des Gaza-Abkommens. Wie es in dem Palästinensergebiet weitergeht, ist dennoch völlig offen.
Soldaten der israelischen Armee singen eine Art Gebet. In den sozialen Medien sieht man, wie sie sich an der Fundstelle in den Armen liegen, Drohnen sind zu hören, im Hintergrund sieht man schwere Bagger.
Ran Gvili war die letzte Geisel im Gazastreifen. Gefunden haben ihn israelische Spezialkräfte in einem Massengrab im Osten von Gaza-Stadt. Identifiziert wurde seine Leiche vor Ort unter anderem anhand der Zähne. In Israel gilt Gvili als Held: Der 24-jährige Polizist soll am 7. Oktober 2023 am Eingang eines Kibbuz in der Nähe des Gazastreifens Terroristen bekämpft haben, bis ihm die Munition ausging und er erschossen wurde. Seine Leiche war verschleppt und in den Straßen von Gaza der Bevölkerung präsentiert worden.
Eyal Zamir, der Generalstabschef, telefonierte gleich nach dem Fund mit der Mutter Ran Gvilis. "Wir sind alle sehr bewegt, wir umarmen Euch und danken allen Soldaten der Armee, die beteiligt waren, und denen, die ihnen behilflich waren", sagte er. "Ich freue mich, dass wir Euch diese Nachricht überbringen können. Diese Nachricht ist zwar schmerzhaft, aber sie birgt auch sehr viel Erleichterung." Ran Gvilis Mutter bestätigte: Ja, das sei eine Erleichterung - auch, wenn sie irgendwie noch auf ein anderes Ende gehofft habe.
US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt Druck gemacht, nach der Waffenruhe vom 10. Oktober letzten Jahres in eine neue Phase zu kommen. Vorgesehen sind unter anderem die Entwaffnung der Hamas, eine Übergangsregierung, die ihre Arbeit aufnimmt, eine Verbesserung der humanitären Lage und Pläne für den Wiederaufbau.
Bisher war die Waffenruhe brüchig. Fast 500 Menschen sind seit dem 10. Oktober bei israelischen Angriffen in Gaza getötet worden. Hilfsorganisationen sehen die Humanitäre Lage zwar verbessert, aber beschreiben sie immer noch als kritisch. Der Fund der letzten Geisel könnte nun Bewegung in die Situation bringen.
Soldaten der israelischen Armee singen eine Art Gebet. In den sozialen Medien sieht man, wie sie sich an der Fundstelle in den Armen liegen, Drohnen sind zu hören, im Hintergrund sieht man schwere Bagger.
Ran Gvili war die letzte Geisel im Gazastreifen. Gefunden haben ihn israelische Spezialkräfte in einem Massengrab im Osten von Gaza-Stadt. Identifiziert wurde seine Leiche vor Ort unter anderem anhand der Zähne. In Israel gilt Gvili als Held: Der 24-jährige Polizist soll am 7. Oktober 2023 am Eingang eines Kibbuz in der Nähe des Gazastreifens Terroristen bekämpft haben, bis ihm die Munition ausging und er erschossen wurde. Seine Leiche war verschleppt und in den Straßen von Gaza der Bevölkerung präsentiert worden.
"Ran ist ein Held Israels"
Der Fund von Ran Gvilis Leiche ist nun eine Staatsangelegenheit: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu sprach gleich nach der Bekanntgabe im Parlament zu Reportern:Wir haben versprochen - ich habe versprochen - alle zurückzubringen. Und wir haben sie alle zurückgebracht, bis zum Letzten von ihnen. Ran ist ein Held Israels, er ist als Erster hineingegangen und als Letzter herausgekommen - er ist nach Hause zurückgekehrt. Das ist ein gewaltiger Erfolg für die israelische Armee, für den Staat Israel und auch für die Bürger Israels, die uns die Rückendeckung gegeben haben, den Einsatz zu Ende zu führen.
Schmerz, aber auch Erleichterung
Immer wieder waren in den letzten Wochen Angehörige der Geiseln auf die Straßen gegangen. Sie hatten gefordert, nicht aufzugeben bei der Suche - und keine weiteren Zugeständnisse zu machen im Gazastreifen.Eyal Zamir, der Generalstabschef, telefonierte gleich nach dem Fund mit der Mutter Ran Gvilis. "Wir sind alle sehr bewegt, wir umarmen Euch und danken allen Soldaten der Armee, die beteiligt waren, und denen, die ihnen behilflich waren", sagte er. "Ich freue mich, dass wir Euch diese Nachricht überbringen können. Diese Nachricht ist zwar schmerzhaft, aber sie birgt auch sehr viel Erleichterung." Ran Gvilis Mutter bestätigte: Ja, das sei eine Erleichterung - auch, wenn sie irgendwie noch auf ein anderes Ende gehofft habe.
Humanitäre Lage weiter kritisch
Offen ist zur Zeit noch, was daraus nun folgt. Ran Gvili war die letzte verbliebene Geisel im Gazastreifen. Die Rückkehr aller Entführten war eine wichtige Bedingung Israels. Daran hatte die Netanjahu-Regierung die nächsten Schritte geknüpft, um mit der Waffenruhe-Vereinbarung fortzufahren - und damit der Verhandlung über die Zukunft des Gazastreifens. Nun könnte beispielsweise der Grenzübergang Rafah nach Ägypten bald geöffnet werden.US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt Druck gemacht, nach der Waffenruhe vom 10. Oktober letzten Jahres in eine neue Phase zu kommen. Vorgesehen sind unter anderem die Entwaffnung der Hamas, eine Übergangsregierung, die ihre Arbeit aufnimmt, eine Verbesserung der humanitären Lage und Pläne für den Wiederaufbau.
Bisher war die Waffenruhe brüchig. Fast 500 Menschen sind seit dem 10. Oktober bei israelischen Angriffen in Gaza getötet worden. Hilfsorganisationen sehen die Humanitäre Lage zwar verbessert, aber beschreiben sie immer noch als kritisch. Der Fund der letzten Geisel könnte nun Bewegung in die Situation bringen.
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