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Uganda schränkt vor Wahl Internetzugang ein

Uganda schränkt vor Wahl Internetzugang ein
Seit 40 Jahren regiert in Uganda der gleiche Präsident: Yoweri Museveni. Morgen tritt er zur Wiederwahl an. Seine Konkurrenten werden drangsaliert, nun wurde offenbar der Internetzugang abgeschaltet. 

Viele hatten damit gerechnet, nun ist es soweit: Die ugandische Kommunikationsbehörde hat die Telekommunikationsunternehmen dazu aufgefordert, das Internet im Land umgehend abzuschalten.
Zur Begründung heißt es, damit sollen falsche Informationen eingedämmt und Wahlbetrug verhindert werden. Menschenrechtsorganisationen gehen hingegen davon aus, dass es Regierungskritikern schwer gemacht werden soll, Informationen auszutauschen und sich zu organisieren. Dafür ist das Internet und sind soziale Medien unerlässlich.
Nach Angaben der Beobachtungsstelle Netblocks gibt es eine "landesweite Störung der Internetverbindung".

81-Jähriger strebt Wiederwahl an

Am Donnerstag wird in dem ostafrikanischen Land gewählt. Es finden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. 21 Millionen Menschen sind stimmberechtigt. Präsident Yoweri Museveni ist 81 Jahre alt, regiert Uganda seit 40 Jahren - und will wiedergewählt werden.
Museveni geht immer härter vor. Er lässt Kritiker durch Sicherheitskräfte einschüchtern, verfolgen und inhaftieren. Auf den Straßen patrouillieren Soldaten.

Musevenis Konkurrenten werden gegängelt

Bei der Präsidentschaftswahl treten zwar sieben Kandidaten gegen Museveni an. Ihnen werden jedoch kaum Chancen ausgerechnet. Die Wahlkampfveranstaltungen von Oppositionskandidaten wurden von Sicherheitskräften eingeschränkt und teils brutal zerschlagen.
Doch gerade viele junge Leute in Uganda haben den alten Präsidenten satt. Sie wünschen sich einen politischen Neustart in ihrem Land. Viele von ihnen unterstützen deshalb Oppositionspolitiker, wie zum Beispiel den ehemaligen Popstar Bobi Wine.


Viele junge Menschen in Uganda hoffen auf politische Reformen und unterstützen Oppositionspolitiker wie Bobi Wine.
Bereits bei der vergangenen Wahl in Uganda - vor fünf Jahren - hatte die Regierung von Präsident Museveni ebenfalls eine Internetsperre angeordnet. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Vorgehen als Verletzung der Meinungsfreiheit.

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