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Strelow und Hettich-Walz gewinnen Biathlon auf Schalke

Strelow und Hettich-Walz gewinnen Biathlon auf Schalke
Justus Strelow und Janina Hettich-Walz haben für den ersten deutschen Sieg bei "Biathlon auf Schalke" seit 2016 gesorgt. Das deutsche Duo setzte sich am Sonntag (28.12.2025) nach einem kombinierten Massenstart- und Verfolgungsrennen vor rund 40.000 Zuschauern im Fußballstadion von Gelsenkirchen vor dem favorisierten französischen Duo Lou Jeanmonnot und Fabien Claude durch. 

"Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, die Zuschauer haben mich gepusht. Es freut mich, dass ich vor dieser Kulisse mein bestes Schießen zeigen konnte", sagte Strelow, der in beiden Rennen bei 40 Schuss nur einmal nicht traf, nach dem Show-Wettkampf in der Sportschau. Hettich-Walz ergänzte: "Es war eine grandiose Atmosphäre, es hat mega-Spaß gemacht. Und wenn man dann so performt, umso besser. Ich nehme das positive Gefühl am Schießstand mit. Gerade im Verfolger hat es bei mir ganz gut geklappt", so die 29-Jährige nach der Einladungs-Veranstaltung, die offiziell "World Team Challenge" heißt.
Auch Strelow erhofft sich vom Auftritt in Gelsenkirchen einen nachhaltigen Effekt auf das neue Jahr mit dem Weltcup im Januar in Oberhof und die im Februar stattfindenden Olympischen Winterspiele: "Ich hatte gerade Stehend im ersten Trimester den eine oder andren Fehler zu viel. Ich nehme viel Selbstvertrauen mit, ich weiß, dass meine Stärke am Schießstand wieder da ist. Damit freue ich mich auf den Heimweltcup. Da wird die Stimmung ähnlich sein." Die besten Einzelplatzierungen von Strelow und Hettich-Walz im Weltcup waren bisher zweite Plätze, Strelow lief zudem in einer Single-Mixed-Staffel einmal zum Sieg.

Stehendschießen: Strelow kann Claude distanzieren

Strelow und Hettich-Walz legten den Grundstein für den ersten deutschen Sieg seit Vanessa Hinz und Simon Schempp 2016 gegen die läuferisch stärkeren Franzosen mit nur fünf Strafrunden bei insgesamt 16 Schießeinlagen mit 80 Schuss. Für eine kleine Vorentscheidung sorgte Strelow etwa zur Halbzeit des 12,6 Kilometer langen Verfolgungsrennen, als er bei seinem ersten Stehendanschlag fehlerfrei blieb. Claude musste dagegen zweimal in die 75-Meter-Strafrunde und kam knapp 30 Sekunden nach dem Deutschen zum Wechsel.

Strelow in der Verfolgung ohne Schießefehler

Eine Strafrunde beim letzten Stehendschießen von Hettich-Walz ließ den Vorsprung zwar noch einmal auf 11,6 Sekunden schrumpfen. So kam es zum Showdown zwischen Strelow und Claude beim letzten Schießen und den letzten beiden der insgesamt 18 1,4 Kilometer langen Runden. Der Deutsche blieb aber fehlerfrei, während der Franzose erneut eine Strafrunde drehen musste. Der Vorsprung reichte. Strelow, der das gesamte Verfolgungsrennen ohne Schießfehler blieb, überquerte das Ziel als Erster und fiel jubelnd in die Arme von Hettich-Walz. Mit einem Rückstand von 21,4 Sekunden folgte Claude.

Norweger: "Treten für Sivert Bakken an"

Rang drei ging an das norwegische Duo Juni Arnekleiv und Mats Oeverby (+ 1:12,8 Minuten). Nur vier Tage nach dem Tod ihres norwegischen Teamkollegen Sivert Bakken entschieden sich die beiden für einen Start, "um an ihn zu erinnern. Wir treten heute zu dritt an", sagte Bakkens Ex-Fraundin Arnekleiv vor dem Rennen in der Sportschau: "Wir wussten, dass sich für Sivert immer alles um Biathlon gedreht hat."

Fichtner/Riethmüller Achte

Das zweite deutsche Team Marlene Fichtner und Danilo Riethmüller kam als Achter mit 2:28,9 Minuten Rückstand auf die Sieger ins Ziel.

Strelow/Hettich-Walz gewinnen Massenstart

Auch den ersten Wettkampf, das Massenstartrennen, hatten die Deutschen Justus Strelow und Janina Hettich-Walz gewonnen. Nach acht Schießeinlagen und neun 1,4 Kilometer-Runden siegte das deutsche Duo mit vier Schießfehlern vor dem französischen Duo Lou Jeamonnot und Fabien Claude. Jeanmonnot/Claude mussten siebenmal in die 75 Meter lange Strafrunde und hatten nach dem Massenstart 10,8 Sekunden Rückstand.

Deutsche Teams Beste am Massenstart-Schießstand

Zwischenzeitliche Dritte waren das norwegische Team Juni Arnekleiv und Mats Oeverby (6 Strafrunden/+ 28,9 Sekunden). Als Vierte und in Lauerstellung lagen zur Halbzeit des Rennens Marlene Fichtner und Danilo Riethmüller mit vier Strafrunden und 34,0 Sekunden Rückstand.
Strelow und Hettich-Walz konnten sich bereits nach ihrem Massenstart-Sieg über ein Drittel der Gesamt-Siegprämie von insgesamt mehr als 30.000 Euro freuen – zwei Drittel wurden im Verfolgungsrennen ausgeschüttet, ebenfalls an Strelow und Hettich-Walz. Ihren Vorsprung aus dem Massenstart konnten die Deutschen allerdings nicht komplett mitnehmen. Die Abstände wurden auf 5,0 Sekunden pro folgendem Platz reduziert. Für einen deutschen Sieg reichte es dennoch.

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