Australiens Premier weist Vorwürfe Israels zurück
Nach dem Anschlag von Sydney hat Regierungschef Albanese die Anschuldigung zurückgewiesen, dass er mit der Anerkennung Palästinas er "Öl ins antisemitische Feuer" gegossen habe. Israel warnte seine Bürger zur Vorsicht bei Auslandsreisen.
Australiens Premierminister Anthony Albanese sieht keinen Zusammenhang zwischen dem tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney und der Anerkennung eines palästinensischen Staates durch seine Regierung. "Dies waren außerordentlich traumatische 24 Stunden", sagte Albanese dem Sender ABC Australia. "Meine Aufgabe ist es, die jüdische Gemeinde zu unterstützen und deutlich zu machen, dass die Australier in dieser schwierigen Zeit überwältigend hinter der jüdischen Gemeinde stehen", so der Premier.
Die Mehrheit der Welt erkenne eine Zweistaatenlösung als den richtigen Weg an, so Albanese weiter. Australien hatte im September unter dem Eindruck des Krieges im Gazastreifen einen Staat Palästina formell anerkannt.
Auch die australische Jewish Association hatte der Regierung vorgeworfen, nicht genug gegen den Antisemitismus im Land zu unternehmen. Auf Fragen von Journalisten, ob Australien genug gegen wachsenden Antisemitismus tue, sagte Albanese, sein Land nehme das Thema ernst.
Bereits im September hatte der Sicherheitsrat davor gewarnt, im Ausland israelische und jüdische Symbole zu zeigen oder Hebräisch zu sprechen.
Mit Informationen von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Tel Aviv
Australiens Premierminister Anthony Albanese sieht keinen Zusammenhang zwischen dem tödlichen Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney und der Anerkennung eines palästinensischen Staates durch seine Regierung. "Dies waren außerordentlich traumatische 24 Stunden", sagte Albanese dem Sender ABC Australia. "Meine Aufgabe ist es, die jüdische Gemeinde zu unterstützen und deutlich zu machen, dass die Australier in dieser schwierigen Zeit überwältigend hinter der jüdischen Gemeinde stehen", so der Premier.
Die Mehrheit der Welt erkenne eine Zweistaatenlösung als den richtigen Weg an, so Albanese weiter. Australien hatte im September unter dem Eindruck des Krieges im Gazastreifen einen Staat Palästina formell anerkannt.
Netanjahu: "Öl ins antisemitische Feuer"
Nach dem antisemitischen Anschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney, bei denen mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 40 verletzt wurden, hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu Australien vorgeworfen, mit der Anerkennung Palästinas "Öl ins antisemitische Feuer" gegossen und nicht entschlossen gegen Antisemitismus gekämpft zu haben.Auch die australische Jewish Association hatte der Regierung vorgeworfen, nicht genug gegen den Antisemitismus im Land zu unternehmen. Auf Fragen von Journalisten, ob Australien genug gegen wachsenden Antisemitismus tue, sagte Albanese, sein Land nehme das Thema ernst.
Israels Regierung mahnt zur Vorsicht bei Reisen
Die israelische Regierung hat unterdessen die eigenen Bürger zur Vorsicht bei Auslandsreisen aufgerufen. Es gelte "unsichere, öffentliche Veranstaltungen" zu meiden, darunter solche in Synagogen und Chanukka-Feiern, hieß es in einer Warnung des Nationalen Sicherheitsrats. Nachahmerangriffe durch Terrorunterstützer seien nicht auszuschließen.Bereits im September hatte der Sicherheitsrat davor gewarnt, im Ausland israelische und jüdische Symbole zu zeigen oder Hebräisch zu sprechen.
Mit Informationen von Jan-Christoph Kitzler, ARD-Studio Tel Aviv
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