Mit einer herausragenden Leistung hat die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka bei den French Open das Viertelfinale erreicht - Naomi Osaka war letztlich chancenlos und verlor nach anderthalb Stunden Spielzeit 5:7 und 3:6.
Dabei hatte die Japanerin den eindeutig besseren Start verbucht. Die viermalige Grand-Slam-Gewinnerin - ihr letzter Triumph liegt aber bereits fünf Jahre zurück - führte schnell mit 2:0, hatte die Chance zum 3:0, konnte das Break aber nicht halten. Bis zum 5:5 entwickelte sich ein spektakulärer Schlagabtausch, meist von der Grundlinie.
Osaka mit Problemen beim ersten Aufschlag
Osaka musste für ihre Spielgewinne allerdings deutlich härter arbeiten als Sabalenka, weil ihr Aufschlag sie immer wieder im Stich ließ: Ihre Trefferquote mit dem ersten Service lag lange Zeit unter 50 Prozent, während die Belarusin auf rund 70 Prozent kam.
Am Ende des ersten Durchgangs machte genau das den entscheidenden Unterschied. Bei 5:5 kassierte Osaka das vorentscheidende Break, weil sie mit ihren zweiten Aufschlägen dem extremen Druck von Sabalenka nicht mehr standhalten konnte. Im folgenden Aufschlagspiel servierte die ebenfalls viermalige Grand-Slam-Siegerin (zweimal US Open, zwei Australian Open) unter anderem ihr siebtes Ass und trieb Osaka mit Hammeraufschlägen auf den Körper in die Returnfehler.
Entscheidendes Break im siebten Spiel
Im zweiten Durchgang hielt die Japanerin zwar wieder mit aller Macht dagegen, doch Sabalenka kannte keine Gnade. Bei 2:2 konnte die Nummer 16 der Welt zwar noch ein über sieben Minuten dauerndes Spiel noch auf ihre Seite ziehen. Doch Sabalenka attackierte immer weiter, streute nach ihren Grundlinien-Peitschen starke Stopps ein - bei 3:3 gelang ihr dann das letztlich entscheidende Break.
Naomi Osaka in Aktion Die Zuschauer auf dem Court Philippe Chatrier gaben zwar nochmal alles, um das Match in die Länge zu ziehen, doch die Anfeuerungen für Osaka reichten einfach nicht. Sabalenka powerte weiter von der Grundlinie, hatte eine minimale Fehlerquote und krönte ihre überragende Leistung am Ende mit drei Spielgewinnen in Folge.
Sabalenka: "Das kann gerne so weitergehen"
Im Sieger-Interview auf dem Platz zeigte sich Sabalenka zufrieden: "Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ich habe es gut durchgezogen. Ich habe immer wieder versucht, Druck gegen Naomis Aufschlag zu machen, das hat sich am Ende ausgezahlt. Mein eigener Service war jetzt nicht der beste meiner Karriere, aber insgesamt habe ich mich hier von Spiel zu Spiel gesteigert - das kann gerne so weitergehen." Anschließend führte Sabalenka sogar noch den "Moonwalk" von Michael Jackson vor und begeisterte die Fans, die einem besonderen Abend beigewohnt hatten: Seit der Einführung der Nightsession im Jahr 2021 war es erst das fünfte Mal, dass zwei Spielerinnen auf den prestigeträchtigen Spot gesetzt wurden. Nachdem es 2024, 2025 und auch in der ersten Woche der 2026-Ausgabe nur Männer-Matches am späten Abend gegeben hatte, war Kritik laut geworden.
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