Jubel, Sorgen und Entwarnung bei Undav-Gala
Zwei Tore erzielt, eins vorbereitet: Deniz Undav dürfte bei seiner Testspiel-Gala gegen Finnland auch seinen Chef-Kritiker Julian Nagelsmann überzeugt haben. Der Stürmer musste angeschlagen vom Feld, gab aber später Entwarnung.
Beim hochverdienten 4:0 (1:0) gegen den 73. der FIFA-Weltrangliste am Sonntagabend (31.05.2026) in Mainz erzielte der VfB-Stürmer das 1:0 und das 3:0 (34./57. Minute). Der zweite Treffer dieser Partie ging auf das Konto von Florian Wirtz (48.), Jamal Musiala besorgte den Endstand (63.).
Undav bezeichnete anschließend im Sportschau-Interview seine Auswechslung als "Vorsichtsmaßnahme", nach ein paar Tagen Behandlung sei er wieder einsatzbereit. Undav weiter: "Ich habe mir das Selbstvertrauen erarbeitet. Jetzt fahren wir zur WM, um den Titel zu holen, wir sind hungrig. Gegen Finnland haben wir vieles gutgemacht, es geht aber auch noch besser."
Kapitän Joshua Kimmich sagte: "Es war eine sehr gut Leistung von uns. Wir hatten anfangs Phasen dabei, in denen wir zu ungeduldig geworden sind. Aber dann haben wir bewiesen, dass wir aus vielen verschiedenen Phasen des Spiels Tore machen können: aus dem hohen Pressing, aus einem Konter und einem Standard. Da war schon viel von dem dabei, was wir sein wollen."
Die Finnen hatten die Teilnahme an der Weltmeisterschaft durch Rang drei in ihrer Qualifikationsgruppe G hinter den Niederlanden und Polen verpasst - unter anderem durch ein peinliches 0:1 gegen Malta am 14. November 2025. Dem DFB-Team machten sie es aber von Beginn an enorm schwer, igelten sich mit allen zehn Feldspielern im oder am eigenen Strafraum ein und ließen der Mannschaft von Julian Nagelsmann nur wenig Raum zum Kombinieren.
Bis zur 20. Minute hielt der Dauerdruck des DFB-Teams an, das Tempo war hoch, der Ball zirkulierte über Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic und die offensiven Außenbahnen mit Lennart Karl rechts und Wirtz links durchaus ansehnlich. Doch gefährliche Abschlüsse gab es kaum, immer wieder bekamen die Finnen noch einen Fuß dazwischen oder blockten bereits die Hereingaben. In der 27. Minute war dann Hrádecký nach einem Steilpass von Jamal Musiala wieder gefragt, verkürzte aber gegen den frei vor ihm auftauchenden Undav perfekt den Winkel.
Kurz nach dem Wiederanpfiff war Hrádecký aber dann doch geschlagen: Seinen Abwurf wollten die Abwehrrecken Ville Koski und Adam Markhiev spielerisch verarbeiten, bekamen aber kein Tempo in ihr Passspiel. Undav ahnte das, ersprintete die Kugel und passte sofort in die Mitte - Wirtz musste nur noch einchippen.
Deutschand legte dennoch sofort nach. Karl verlor bei einem seiner vielen erfrischenden Dribbling zwar den Ball, Pavlovic schaltete aber schnell und bediente Musiala, der mit einem trockenen Vollspannschuss aus zwölf Metern Hrádecký vor vollendete Tatsachen stellte. Erst danach nahm Deutschland den Fuß vom Gaspedal, hätte aber durch Maximilian Beier und Nadiem Amiri in der Nachspielzeit durchaus noch das 5:0 nachlegen können.
Beim hochverdienten 4:0 (1:0) gegen den 73. der FIFA-Weltrangliste am Sonntagabend (31.05.2026) in Mainz erzielte der VfB-Stürmer das 1:0 und das 3:0 (34./57. Minute). Der zweite Treffer dieser Partie ging auf das Konto von Florian Wirtz (48.), Jamal Musiala besorgte den Endstand (63.).
Undav bezeichnete anschließend im Sportschau-Interview seine Auswechslung als "Vorsichtsmaßnahme", nach ein paar Tagen Behandlung sei er wieder einsatzbereit. Undav weiter: "Ich habe mir das Selbstvertrauen erarbeitet. Jetzt fahren wir zur WM, um den Titel zu holen, wir sind hungrig. Gegen Finnland haben wir vieles gutgemacht, es geht aber auch noch besser."
Nagelsmann und Kimmich zufrieden
Bundestrainer Julian Nagelsmann war zufrieden: "Es war wichtig, sich jetzt gut aus Deutschland zu verabschieden, nochmal ein paar Tore zu erzielen und die Fans mitzunehmen. Ich habe sehr viele gute Dinge gesehen, insgesamt können wir noch mehr an unsere Stärken glauben und müssen nicht so schnell ungeduldig werden. Jetzt beim Turnier wollen wir Step by Step gehen. Undav hat gezeigt, dass er eine Topquote hat, bei so vielen guten Vorbereitern ist es einfach wichtg, jemanden zu haben, der die Dinger auch reinmacht."Kapitän Joshua Kimmich sagte: "Es war eine sehr gut Leistung von uns. Wir hatten anfangs Phasen dabei, in denen wir zu ungeduldig geworden sind. Aber dann haben wir bewiesen, dass wir aus vielen verschiedenen Phasen des Spiels Tore machen können: aus dem hohen Pressing, aus einem Konter und einem Standard. Da war schon viel von dem dabei, was wir sein wollen."
Karl ganz stark, auch Brown überzeugt
Mit Blick auf die bevorstehende WM in den USA, Kanada und Mexiko gab es neben der Top-Leistung von Undav weitere wichtige Erkenntnisse: Bayern-Youngster Lennart Karl machte auf der rechten Außenbahn ein hervorragendes Spiel, auf der linken Abwehrseite erwies sich Nathaniel Brown als gute Alternative zu David Raum. Im Tor bekam Oliver Baumann nochmal einen Einsatz, er war kaum beschäftigt, wirkte aber komplett souverän - ehe er nun wohl ab kommenden Samstag (letztes Testspiel gegen die USA) den Platz für Manuel Neuer räumen muss.Die Finnen hatten die Teilnahme an der Weltmeisterschaft durch Rang drei in ihrer Qualifikationsgruppe G hinter den Niederlanden und Polen verpasst - unter anderem durch ein peinliches 0:1 gegen Malta am 14. November 2025. Dem DFB-Team machten sie es aber von Beginn an enorm schwer, igelten sich mit allen zehn Feldspielern im oder am eigenen Strafraum ein und ließen der Mannschaft von Julian Nagelsmann nur wenig Raum zum Kombinieren.
Hrádecký-Reflex verhindert die DFB-Führung
Das perfekte Mittel gegen den finnischen Beton fanden die Deutschen aber in der 7. Minute: Über Florian Wirtz und Brown wurde die Gästeabwehr ausgehebelt. Browns präzises Zuspiel landete im Zentrum bei Undav, der per Direktschuss das freie linke Eck anvisierte - doch der Ex-Leverkusener Lukas Hrádecký parierte den Ball mit einem Riesenreflex.Bis zur 20. Minute hielt der Dauerdruck des DFB-Teams an, das Tempo war hoch, der Ball zirkulierte über Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic und die offensiven Außenbahnen mit Lennart Karl rechts und Wirtz links durchaus ansehnlich. Doch gefährliche Abschlüsse gab es kaum, immer wieder bekamen die Finnen noch einen Fuß dazwischen oder blockten bereits die Hereingaben. In der 27. Minute war dann Hrádecký nach einem Steilpass von Jamal Musiala wieder gefragt, verkürzte aber gegen den frei vor ihm auftauchenden Undav perfekt den Winkel.
Undav trifft, Brown verpasst knapp
Erst ein Standard brachte dann die längst überfällige Führung: Karl und Joshua Kimmich führten eine Ecke schnell aus, Pavlovic verfehlte im Zentrum den Ball, irritierte dadurch aber die finnische Abwehr, die Undav aus den Augen verlor: Aus dem Stand köpfte der von Nagelsmann lange kritisch bewertete Mittelstürmer unhaltbar ins linke Eck. Sechs Minuten vor der Pause hätte Brown das 2:0 nachlegen können, der Frankfurter schob den Klasse-Pass von Karl aber knapp neben den linken Pfosten.Kurz nach dem Wiederanpfiff war Hrádecký aber dann doch geschlagen: Seinen Abwurf wollten die Abwehrrecken Ville Koski und Adam Markhiev spielerisch verarbeiten, bekamen aber kein Tempo in ihr Passspiel. Undav ahnte das, ersprintete die Kugel und passte sofort in die Mitte - Wirtz musste nur noch einchippen.
Traumpass von Karl zur Vorentscheidung
Und Undav betrieb weiter Eigenwerbung im Konkurrenzkampf mit Nick Woltemade oder auch Kai Havertz, der wegen des verlorenen Champions-League-Endspiels mit dem FC Arsenal gegen Paris St. Germain am Vorabend noch fehlte. Nach einer knappen Stunde eroberte Nmecha den Ball im Mittelfeld, schickte Karl auf die Reise, der einen überragenden Pass in die Tiefe spielte: Undav blieb vor Hrádecký eiskalt und traf zur Vorentscheidung. Bei seinem Abschluss bekam er allerdings noch eine wilde Grätsche von Innenverteidiger Tony Miettinen ab - und musste kurz danach verletzt ausgewechselt werden.Deutschand legte dennoch sofort nach. Karl verlor bei einem seiner vielen erfrischenden Dribbling zwar den Ball, Pavlovic schaltete aber schnell und bediente Musiala, der mit einem trockenen Vollspannschuss aus zwölf Metern Hrádecký vor vollendete Tatsachen stellte. Erst danach nahm Deutschland den Fuß vom Gaspedal, hätte aber durch Maximilian Beier und Nadiem Amiri in der Nachspielzeit durchaus noch das 5:0 nachlegen können.
Комментарии (0)