Friedenshoffnungen dürften beflügeln
Die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten dürfte die Börsen zum Wochenschluss antreiben. Auch die anhaltende Euphorie um Künstliche Intelligenz beflügelt die Aktienmärkte.
Der deutsche Leitindex dürfte mit einem Plus in den letzten Handelstag dieser Woche starten. Der Broker IG taxiert den DAX zur Stunde bei 25.170 Punkten - ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs. Gestern ging er 0,3 Prozent tiefer bei 25.092 Punkten aus dem Handel.
Für Erleichterung sorgen dürften die Berichte über eine mögliche Einigung zwischen den USA und Iran. Insidern zufolge haben beide Seiten eine Verlängerung ihrer Waffenruhe und die Aufhebung von Schifffahrtsbeschränkungen in der Straße von Hormus vereinbart. Während dieser Zeit solle über das iranische Atomprogramm verhandelt werden.
Allerdings steht die Zustimmung von US-Präsident Donald Trump noch aus. "Meldungen aus den USA und Iran, die auf Fortschritte in Richtung eines vorläufigen Abkommens hindeuten, haben dem Markt ein Gefühl der Sicherheit gegeben", erklärte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities.
Im April hatte der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges die Teuerungsrate auf 2,9 Prozent getrieben - den höchsten Stand seit Januar 2024. Experten gehen davon aus, dass die Inflation steigen könnte, je länger der Konflikt im Nahen Osten dauert. Auch für dem Arbeitsmarkt erwarten Experten im Mai keine Umkehr des negativen Trends. Der Arbeitsmarktforscher Enzo Weber hatte zuletzt davon gesprochen, es gebe derzeit zwar keinen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt - aber eben auch keinen Durchbruch.
Die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten sowie eine anhaltende Euphorie um Künstliche Intelligenz (KI) haben die asiatischen Aktienmärkte angetrieben. In Tokio kletterte der Leitindex Nikkei um 2,1 Prozent auf 66.041 Punkte und näherte sich damit seinem Allzeithoch von 66.428 Zählern. Der breiter gefasste Topix stieg um 1,5 Prozent auf 3.961 Punkte und blieb knapp unter seinem Rekord von 3.971 Zählern. Auch in Südkorea legte der Kospi an der Börse in Seoul um rund zwei Prozent zu.
Neben der Geopolitik befeuerte der US-Computerbauer Dell die weltweite KI-Rally, dessen Aktien nachbörslich um 39 Prozent in die Höhe schnellten. "Wir glauben, dass wir uns noch in der Mitte eines längeren, von KI getriebenen Investitionszyklus befinden", sagte Damian McIntyre vom Vermögensverwalter Federated Hermes.
Das Schwierigere sei jedoch, dass der Inflationsdruck möglicherweise nicht so schnell nachlasse, wie es sich die Märkte wünschten. Die US-Inflation stieg im April so schnell wie seit drei Jahren nicht mehr, angetrieben von höheren Energiepreisen infolge des Iran-Kriegs. Zugleich wurde das Wirtschaftswachstum (BIP) für das erste Quartal auf ein aufs Jahr hochgerechnetes Plus von 1,6 Prozent nach unten korrigiert. Jitania Kandhari von Morgan Stanley Investment Management erklärte, die Märkte blickten über Risiken hinweg, da die Weltwirtschaft und die Unternehmensgewinne relativ widerstandsfähig blieben.
Der breit gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq schlossen auf Rekordhochs. Der S&P 500 stieg um 0,6 Prozent auf 7.563 Punkte. Für den viel beachteten Nasdaq 100 ging es um 0,8 Prozent auf 30.223 Punkte nach oben. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hingegen schloss nur minimal fester bei 50.668 Punkten.
Brent Thill, Analyst der Investmentbank Jefferies, sagte, die Bilanzen bestätigten, dass sich die Monetarisierung von KI zuerst und am deutlichsten im Bereich Daten-Infrastruktur zeige. Die Softwarebranche erlebt insgesamt eher eine schwierige Zeit. Die Anleger schwanken zwischen der Sorge vor Verdrängungseffekten durch KI und den Chancen, die dieser Megatrend andererseits auch bietet.
Der deutsche Leitindex dürfte mit einem Plus in den letzten Handelstag dieser Woche starten. Der Broker IG taxiert den DAX zur Stunde bei 25.170 Punkten - ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs. Gestern ging er 0,3 Prozent tiefer bei 25.092 Punkten aus dem Handel.
Für Erleichterung sorgen dürften die Berichte über eine mögliche Einigung zwischen den USA und Iran. Insidern zufolge haben beide Seiten eine Verlängerung ihrer Waffenruhe und die Aufhebung von Schifffahrtsbeschränkungen in der Straße von Hormus vereinbart. Während dieser Zeit solle über das iranische Atomprogramm verhandelt werden.
Allerdings steht die Zustimmung von US-Präsident Donald Trump noch aus. "Meldungen aus den USA und Iran, die auf Fortschritte in Richtung eines vorläufigen Abkommens hindeuten, haben dem Markt ein Gefühl der Sicherheit gegeben", erklärte Wataru Akiyama, Stratege bei Nomura Securities.
Konjunktur im Blick
In Deutschland blicken die Anleger heute zudem auf zwei wichtige Konjunkturindikatoren: Heute veröffentlicht das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung zur Inflation im Mai und die Bundesagentur für Arbeit gibt ihre Statistik für den deutschen Arbeitsmarkt im Monat Mai bekannt.Im April hatte der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges die Teuerungsrate auf 2,9 Prozent getrieben - den höchsten Stand seit Januar 2024. Experten gehen davon aus, dass die Inflation steigen könnte, je länger der Konflikt im Nahen Osten dauert. Auch für dem Arbeitsmarkt erwarten Experten im Mai keine Umkehr des negativen Trends. Der Arbeitsmarktforscher Enzo Weber hatte zuletzt davon gesprochen, es gebe derzeit zwar keinen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt - aber eben auch keinen Durchbruch.
Die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten sowie eine anhaltende Euphorie um Künstliche Intelligenz (KI) haben die asiatischen Aktienmärkte angetrieben. In Tokio kletterte der Leitindex Nikkei um 2,1 Prozent auf 66.041 Punkte und näherte sich damit seinem Allzeithoch von 66.428 Zählern. Der breiter gefasste Topix stieg um 1,5 Prozent auf 3.961 Punkte und blieb knapp unter seinem Rekord von 3.971 Zählern. Auch in Südkorea legte der Kospi an der Börse in Seoul um rund zwei Prozent zu.
Neben der Geopolitik befeuerte der US-Computerbauer Dell die weltweite KI-Rally, dessen Aktien nachbörslich um 39 Prozent in die Höhe schnellten. "Wir glauben, dass wir uns noch in der Mitte eines längeren, von KI getriebenen Investitionszyklus befinden", sagte Damian McIntyre vom Vermögensverwalter Federated Hermes.
Erneute Rekorde in den USA
Starke Vorgaben kamen aus den USA: Die Hoffnungen auf eine längere Feuerpause im Krieg zwischen den USA und dem Iran haben der Wall Street schon gestern Auftrieb gegeben. "Die Händler reagieren äußerst sensibel auf das Hin und Her bei den Nachrichten über ein Abkommen und setzen auf steigende Kurse, um bei einem positiven Ausgang nicht das Nachsehen zu haben", sagte Jamie Cox, geschäftsführender Gesellschafter bei der Harris Financial Group.Das Schwierigere sei jedoch, dass der Inflationsdruck möglicherweise nicht so schnell nachlasse, wie es sich die Märkte wünschten. Die US-Inflation stieg im April so schnell wie seit drei Jahren nicht mehr, angetrieben von höheren Energiepreisen infolge des Iran-Kriegs. Zugleich wurde das Wirtschaftswachstum (BIP) für das erste Quartal auf ein aufs Jahr hochgerechnetes Plus von 1,6 Prozent nach unten korrigiert. Jitania Kandhari von Morgan Stanley Investment Management erklärte, die Märkte blickten über Risiken hinweg, da die Weltwirtschaft und die Unternehmensgewinne relativ widerstandsfähig blieben.
Der breit gefasste S&P 500 und der technologielastige Nasdaq schlossen auf Rekordhochs. Der S&P 500 stieg um 0,6 Prozent auf 7.563 Punkte. Für den viel beachteten Nasdaq 100 ging es um 0,8 Prozent auf 30.223 Punkte nach oben. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hingegen schloss nur minimal fester bei 50.668 Punkten.
Snowflake nach Zahlen mit Kursfeuerwerk
Bei den Einzelwerten standen Snowflake im Fokus: Starke Reaktionen von Analysten auf die Geschäftszahlen haben die Anleger euphorisiert. Die Aktien des Cloudsoftware-Spezialisten schnellten um 36,5 Prozent auf gut 239 US-Dollar nach oben und erreichten das höchste Niveau seit Dezember, nachdem das Datenanalyse-Unternehmen seine Jahresumsatzprognose angehoben und einen fünfjährigen KI-Infrastrukturvertrag im Wert von sechs Milliarden Dollar mit Amazon Web Services angekündigt hatte.Brent Thill, Analyst der Investmentbank Jefferies, sagte, die Bilanzen bestätigten, dass sich die Monetarisierung von KI zuerst und am deutlichsten im Bereich Daten-Infrastruktur zeige. Die Softwarebranche erlebt insgesamt eher eine schwierige Zeit. Die Anleger schwanken zwischen der Sorge vor Verdrängungseffekten durch KI und den Chancen, die dieser Megatrend andererseits auch bietet.
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