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Paderborn darf weiter von der Bundesliga träumen

Paderborn darf weiter von der Bundesliga träumen
Die Relegation zur Bundesliga bleibt ein Krimi: Nach einem Remis beim VfL Wolfsburg hat Zweitligist SC Paderborn weiter alle Chancen auf den letzten Platz in der Bundesliga. 

Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking hatte in der Startelf erneut auf seinen Top-Torjäger Mohamed Amoura verzichtet, auch Edeltechniker Lovro Majer saß wieder nur auf der Bank. Ihren Kollegen fehlte es in der ersten halben Stunde eindeutig an Torgefahr, der enorme Druck der drohenden Zweitklassigkeit schien schwer auf ihren Schultern zu lasten.

Nach dem Schlusspfiff analysierte Hecking am Sportschau-Mikrofon: "Es war das erwartet enge Spiel. Wir hatten Paderborn nach der Anfangsphase gut im Griff, da kam nicht mehr von ihnen. Aber wir hätten in unserer Aktionen im letzten Drittel sauberer und zielstrebiger sein müssen. Jetzt werden wir uns auf 90 oder 120 enge Minuten einstellen müssen, vielleicht sogar auf ein Elfmeterschießen - aber das habe ich genauso erwartet." 

Sein Paderborner Kollege Ralf Kettemann sagte: "In der Anfangsphase war ich sehr zufrieden, aber wir hätten manchmal auch etwas mehr rausholen können. Montag ist jetzt ein Matchball für beide. Wir wissen um die Qualität der Wolfsburger, müssen vollen Fokus im Spiel gegen den Ball haben und mit dem Ball dann ein paar gute Momente. Unser Ziel war, nach Paderborn zu fahren und da eine realistische Chance haben - und das kann man nun so sagen." 

Castaneda trifft den Innenpfosten

Paderborn wirkte lockerer, frischer und hatte in der 9. Minute die erste Großchance: Nach einer Ecke legte Filip Bilbija per Kopf für Santiago Castaneda auf, der mit seiner Direktabnahme am linken Innenpfosten scheiterte. Im direkten Gegenzug hatte Paderborn dann aber Glück, als Robert Müller einen VfL-Konter über Adam Daghim mit einem groben Foul stoppte, der Tritt und die Nähe zu einer Notbremsen-Situation hätten auch die Rote Karte gerechtfertigt. Schiedsrichter Benjamin Brand beließ es aber bei Gelb.
Nach diesen beiden Situationen wurde Wolfsburg stärker, bekam mehr Ruhe und Souveränität in die Aktionen. Paderborn lauerte nun zunehmend auf Fehler des VfL, um ihr gefürchtetes Umschaltspiel zu etablieren. Doch der VfL war dem Führungstreffer in der 32. Minute näher: Mattias Svanberg schickte Daghim steil, der bekam frei vor SCP-Keeper Dennis Seimen nur einen harmlosen Außenrist-Flachschuss zustande - in der Mitte hätten sich Dzenan Pejcinovic und Yannick Gerhardt auch eher einen Querpass gewünscht.


Danach verfiel die Partie wieder in Belanglosigkeiten, ehe Seimen kurz vor dem Wechsel noch einmal zupacken musste. Castenada fälschte eine Flanke von Christian Eriksen gefährlich in Richtung eigenes Tor ab, der Keeper holte den Ball aber reaktionsschnell aus dem kurzen Eck.

Wolfsburg schießt und schießt und schießt

Im zweiten Durchgang stellte Paderborn die Vorwärtsbewegung dann weitgehend ein, die Ballbesitzverteilung sank auf phasenweise unter 40 Prozent, nach 70 Minuten lag das Torschussverhältnis bei 17:2 zugunsten des VfL. Doch es blieben zwei Probleme für das Team von Dieter Hecking: fehlende Präzision im Abschluss und Seimen im SCP-Tor.
Vor allem Daghim fand keinen Weg am 20-jährigen Ex-Stuttgarter vorbei, auch Dänen-Legende Christian Eriksen scheiterte mit einem Klasse-Freistoß aus knapp 30 Metern am Gästetorwart. Sechs Minuten vor dem Ende hätte sich die mangelnde Effektivität dann beinahe gerächt. Bilbija lupfte den Ball aus halblinker Positionam bis dahin kaum geptüften Wolfsburg-Keeper Kamil Grabara vorbei, beim Klärungsversuch hätten sich die Wolfsburger den Ball fast selbst über die Torlinie bugsiert, ehe Denis Vavro kurz vor der Linie doch noch klären konnte.

Sticker fehlt im Rückspiel

Für das Rückspiel am kommenden Montag (25.05.2026, 20.30 Uhr) in Paderborn bleibt damit Hochspannung garantiert. Der Zweitligist behält auf jeden Fall alle Chancen, nach 2014 ein weiteres Mal in die Bundesliga aufzusteigen. Nicht dabei sein wird Jonah Sticker - der Paderborner sah in der 4. Minute der Nachspielzeit wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte.
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