< Deutsche Eiskunstläufer Hase/Volodin gewinnen Olympia-Bronze » Informationsagentur. "HAMSINF"

Deutsche Eiskunstläufer Hase/Volodin gewinnen Olympia-Bronze

Deutsche Eiskunstläufer Hase/Volodin gewinnen Olympia-Bronze
Das deutsche Eiskunstlauf-Paar Minerva Hase und Nikita Volodin hat in einer spannenden Entscheidung die Olympische Goldmedaille verpasst. Die deutschen Meister wurden in der Kür noch von zwei Paaren überholt und mussten sich mit Bronze begnügen. 

Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin waren als deutsche Medaillenhoffnung im Eiskunstlauf in diese Winterspiele gegangen, nach dem Kurzprogramm hatten sie in Führung gelegen. In einer spannenden Kür-Entscheidung patzten die beiden jedoch und wurden vom wie entfesselt laufenden Paar aus Japan, Riku Miura/Ryuichi Kihara, noch abgefangen (231,24 Punkte).

Auch das georgische Paar Anastasiia Metelkina/Luka Berulawa (221,75) zog an den Deutschen noch vorbei. Mit 219,09 Punkten mussten sich die beiden 26-Jährigen mit der Bronzemedaille begnügen. Trotzdem erfüllten sie sich den Medaillentraum, mit dem sie in diese Winterspiele gegangen waren. "Es ist eine Riesenleistung, die wir die letzten zwei Tage hier aufs Eis gebracht haben, obwohl es heute nich ganz perfekt war", konstatierte Hase nach dem Wettkampf.

Japanische Weltmeister glänzen in der Kür

Die letzte deutsche Eiskunstlauf-Medaille bejubelten Aljona Savchenko und Bruno Massot vor acht Jahren in Pyeongchang, als sie mit einer Top-Kür noch Gold geholt hatten. Anders als Savchenko/Massot waren Hase/Volodin aufgrund einer Bestleistung im Kurzprogramm als Führende mit Vorsprung in die Kür gegangen.
Dennoch war klar, dass sie sich als letztes Paar des Abends keine großen Fehler erlauben durften. Denn vor allem das mitfavorisierte japanische Paar, das im Kurzprogramm Fehler gemacht hatte und nur als Fünfte ins Finale gegangen war, zeigte eine Weltklasse-Kür und machte mit einer persönlichen Bestleistung von insgesamt 231,24 Punkten Druck auf die deutschen Meister.


Hase/Volodin zeigen Nerven

Und Hase/Volodin zeigten Nerven. Die Europameister von 2025, die erst seit drei Jahren zusammen auf dem Eis stehen, blieben in der Milano Ice Skating Arena nicht fehlerfrei. Minerva Hase wackelte in zwei Einzelsprüngen, den dreifachen Salchow riss sie auf, wofür die Deutschen in Summe zu viele Punktabzüge bekamen. Da die Japaner sich keine Schwäche erlaubt hatten, zogen sie ebenso wie das junge Paar aus Georgien noch an den Deutschen vorbei.
"Wir haben versucht, nicht zu sehr an Gold zu denken, aber man hat auf dem Eis heute schon gemerkt, dass mehr Nervosität vorhanden ist", sagte Hase im Sportschau-Interview. Ihr Partner sei "der Fels in der Brandung gewesen", als sie den Fehler beim Salchow hatte. In dem Moment sei ihr das Wort mit Sch... durch den Kopf gegangen, gab sie ehrlich zu. "Ich wusste aber, dass wir noch ein paar Elemente vor uns hatten, deswegen ging es dann ganz schnell weiter." Und zwar so solide, dass es für die Deutschen noch zu Olympia-Bronze reichte.


Zweites deutsches Paar Hocke/Kunkel verbessert sich

Annika Hocke und Robert Kunkel, das zweite deutsche Paar im Wettbewerb, freute sich über eine Top-Ten-Platzierung. Bis zu ihrem Start bei den Winterspielen hatten die beiden aufgrund einer Handverletzung von Kunkel keine einfache Saison. Umso zufriedener waren die Berliner nach dem Kurzprogramm, dass sie sich als Elfte für die Kür qualifiziert hatten.


Und in dieser zeigten sie zur Musik von Meat Loaf eine gute Leistung. Spätestens im letzten, schwungvollen Teil hatten sie das Publikum in der Mailänder Arena von ihrer Choreographie überzeugt und erhielten viel Applaus. "Wir haben das sehr genossen", sagte Hocke nach dem Wettkampf. Von den Juroren gab es für die Kür 126,59 Zähler, was in Summe dann mit 194,11 Punkten sogar noch eine Verbesserung unter die Top Ten bedeutete. Am Ende wurden Hocke/Kunkel Zehnte. "Es ist mega", fasste es Kunkel zusammen und freute sich vor allem auf das Zusammentreffen mit der Familie, die in Mailand mit dabei war.

Комментарии (0)

Оставить комментарий