Streiks bei der Lufthansa für Donnerstag angekündigt
Wer am Donnerstag von Deutschland aus mit der Lufthansa fliegt, muss sich auf Ausfälle einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und die Kabinengewerkschaft UFO haben zu einem ganztägigen Streik aufgerufen.
Lufthansa-Kunden müssen sich am Donnerstag auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Grund sind gleichzeitige Arbeitskampfmaßnahmen der Piloten und Flugbegleiter über den ganzen Tag. Bestreikt werden sollen sämtliche Starts ab Deutschland.
Das genaue Ausmaß der Ausfälle war zunächst unbekannt. Man warte auf genauere Informationen von Seiten der Gewerkschaft, erklärte ein Lufthansa-Sprecher.
Der Streik soll am Donnerstag um 00.01 Uhr beginnen und bis 23:59 Uhr dauern. Betroffen ist neben der Kernmarke Lufthansa auch die Frachtairline Lufthansa Cargo.
Die VC fordert für die rund 4.800 Beschäftigten höhere Beiträge zur Betriebsrente. Hierzu liegt schon seit dem Herbst eine Urabstimmung der Mitglieder vor, die mit Mehrheit für Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt haben. Das Lufthansa-Management lehnt das wegen hoher Kosten und geringer Profitabilität der Premium-Fluglinie ab.
Die Passagiere bat die Gewerkschaft um Verständnis: "Nach der Urabstimmung Ende September haben wir der Lufthansa bewusst mehrere Monate Zeit eingeräumt, um doch noch zu einer verhandlungsfähigen Lösung zu kommen", sagte Pinheiro. "Dieses Zeitfenster wurde erneut von dem Arbeitgeber nicht genutzt."
Unter den Schlagworten "Produktivität" und "Flexibilität" verlange Lufthansa weiter tarifliche Verschlechterungen, die sich unmittelbar auf die Arbeitsbelastung und die ohnehin stark eingeschränkte Planbarkeit des Privatlebens auswirken würden, kritisiert UFO-Tarifexperte Harry Jaeger.
Gleichzeitig verweigere der Arbeitgeber jede ernsthafte Diskussion über Schutzmechanismen, mit denen die Kabinenbeschäftigten vor den Folgen des vom Konzern eingeschlagenen Kurses abgesichert werden könnten.
Gemeint ist hier die Konzernstrategie, mit neuen Flugbetrieben die etablierten Betriebsteile unter Druck zu setzen. Der Vorstand hat vor wenigen Jahren die Flugbetriebe Lufthansa City Airlines und Discover mit dem erklärten Ziel gegründet, dort zu kostengünstigeren Tarifbedingungen zu fliegen. Dies gelingt vor allem, weil dort die Crews weniger verdienen.
Lufthansa-Kunden müssen sich am Donnerstag auf Flugausfälle und Verspätungen einstellen. Grund sind gleichzeitige Arbeitskampfmaßnahmen der Piloten und Flugbegleiter über den ganzen Tag. Bestreikt werden sollen sämtliche Starts ab Deutschland.
Das genaue Ausmaß der Ausfälle war zunächst unbekannt. Man warte auf genauere Informationen von Seiten der Gewerkschaft, erklärte ein Lufthansa-Sprecher.
Der Streik soll am Donnerstag um 00.01 Uhr beginnen und bis 23:59 Uhr dauern. Betroffen ist neben der Kernmarke Lufthansa auch die Frachtairline Lufthansa Cargo.
Bessere Rentenbedingungen und Tarifverträge gefordert
Der Präsident der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC), Andreas Pinheiro, wies der Lufthansa die Verantwortung für den Streik zu: "Wir hätten eine Eskalation sehr gerne vermieden." Die Gewerkschaft sei "jederzeit gesprächsbereit" gewesen und habe "mehrfach versucht, Bewegung in die Verhandlungen zu bringen".Die VC fordert für die rund 4.800 Beschäftigten höhere Beiträge zur Betriebsrente. Hierzu liegt schon seit dem Herbst eine Urabstimmung der Mitglieder vor, die mit Mehrheit für Arbeitskampfmaßnahmen gestimmt haben. Das Lufthansa-Management lehnt das wegen hoher Kosten und geringer Profitabilität der Premium-Fluglinie ab.
Die Passagiere bat die Gewerkschaft um Verständnis: "Nach der Urabstimmung Ende September haben wir der Lufthansa bewusst mehrere Monate Zeit eingeräumt, um doch noch zu einer verhandlungsfähigen Lösung zu kommen", sagte Pinheiro. "Dieses Zeitfenster wurde erneut von dem Arbeitgeber nicht genutzt."
UFO kritisiert Strategie der Lufthansa
Die Kabinengewerkschaft UFO will ohne Urabstimmung mit einem Warnstreik Verhandlungen zu Tarifverträgen bei der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline erzwingen. Allein dort seien wegen der Konzernstrategie rund 800 Jobs bedroht. UFO will hier einen tariflichen Sozialplan. Laut einem Mitgliederrundschreiben würden Verhandlungen vom Management verweigert. Bei der Kerngesellschaft warte man bislang vergeblich auf Verhandlungen zum Manteltarifvertrag.Unter den Schlagworten "Produktivität" und "Flexibilität" verlange Lufthansa weiter tarifliche Verschlechterungen, die sich unmittelbar auf die Arbeitsbelastung und die ohnehin stark eingeschränkte Planbarkeit des Privatlebens auswirken würden, kritisiert UFO-Tarifexperte Harry Jaeger.
Gleichzeitig verweigere der Arbeitgeber jede ernsthafte Diskussion über Schutzmechanismen, mit denen die Kabinenbeschäftigten vor den Folgen des vom Konzern eingeschlagenen Kurses abgesichert werden könnten.
Gemeint ist hier die Konzernstrategie, mit neuen Flugbetrieben die etablierten Betriebsteile unter Druck zu setzen. Der Vorstand hat vor wenigen Jahren die Flugbetriebe Lufthansa City Airlines und Discover mit dem erklärten Ziel gegründet, dort zu kostengünstigeren Tarifbedingungen zu fliegen. Dies gelingt vor allem, weil dort die Crews weniger verdienen.
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