Polizei ermittelt gegen britischen Ex-Minister
Die britische Regierung hat den früheren Wirtschaftsminister Mandelson wegen Amtsmissbrauch angezeigt. Er soll vertrauliche Regierungsinformationen an den Sexualstraftäter Epstein weitergegeben haben.
Die Londoner Polizei ermittelt gegen den ehemaligen britischen US-Botschafter Peter Mandelson wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch. Hintergrund sind Vorwürfe, er habe vertrauliche Regierungsinformationen an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben.
Wie aus E-Mail-Verläufen in den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten hervorgeht, könnte Mandelson in seiner Zeit als Labour-Wirtschaftsminister während der Finanz- und Wirtschaftskrise sensible Finanzinformationen an den damals schon als Sexualstraftäter verurteilten Epstein weitergegeben haben.
Der Schriftverkehr legt nahe, dass Mandelson 2009 ein für den damaligen Premierminister Gordon Brown verfasstes Memo über mögliche Verkäufe britischer Vermögenswerte und Steueränderungen an Epstein schickte. Außerdem soll er ihn 2010 vorab über ein 500 Milliarden Euro schweres Rettungspaket der Europäischen Union informiert haben.
Labour-Premierminister Keir Starmer bezeichnete Mandelsons mutmaßliche Weitergabe von Informationen an Epstein als "schändlich". Wenige Stunden später kündigte Mandelson seinen Rücktritt vom Oberhaus des Parlaments, dem House of Lords, an.
Der 72-Jährige war im September von seinem Posten als US-Botschafter entlassen worden, nachdem Dokumente aufgetaucht waren, die belegten, dass er viel länger engen Kontakt zu Epstein pflegte, als er zuvor eingeräumt hatte.
Die Frau behauptet, die Nacht in der damaligen Residenz des Prinzen in Windsor verbracht zu haben, wie ihr Anwalt mitteilte. Die Betroffene, die keine Britin ist, sei damals in ihren Zwanzigern gewesen sein und soll später eine Führung durch den Buckingham Palast erhalten haben.
Ein Polizeisprecherin erklärte, man habe die Vorwürfe zur Kenntnis genommen und gehe ihnen nach. Bislang habe es aber noch keine Anzeige vom Anwalt der Frau oder der Mandantin selbst bei der britischen Polizei gegeben.
Zugleich unterhielt er enge Kontakte zu höchsten Kreisen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Nach offiziellen Angaben nahm er sich 2019 in New Yorker Untersuchungshaft das Leben.
Die Londoner Polizei ermittelt gegen den ehemaligen britischen US-Botschafter Peter Mandelson wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch. Hintergrund sind Vorwürfe, er habe vertrauliche Regierungsinformationen an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben.
Wie aus E-Mail-Verläufen in den jüngst veröffentlichten Epstein-Akten hervorgeht, könnte Mandelson in seiner Zeit als Labour-Wirtschaftsminister während der Finanz- und Wirtschaftskrise sensible Finanzinformationen an den damals schon als Sexualstraftäter verurteilten Epstein weitergegeben haben.
Der Schriftverkehr legt nahe, dass Mandelson 2009 ein für den damaligen Premierminister Gordon Brown verfasstes Memo über mögliche Verkäufe britischer Vermögenswerte und Steueränderungen an Epstein schickte. Außerdem soll er ihn 2010 vorab über ein 500 Milliarden Euro schweres Rettungspaket der Europäischen Union informiert haben.
Britische Regierung stellt Anzeige
Die Londoner Metropolitan Police erklärte, die britische Regierung selbst habe Mandelson wegen Amtsmissbrauchs angezeigt und den Behörden Material übergeben. Ein Regierungssprecher bestätigte, man sei bereit, der Polizei jegliche Unterstützung zukommen zu lassen.Labour-Premierminister Keir Starmer bezeichnete Mandelsons mutmaßliche Weitergabe von Informationen an Epstein als "schändlich". Wenige Stunden später kündigte Mandelson seinen Rücktritt vom Oberhaus des Parlaments, dem House of Lords, an.
Mandelson bereits als Botschafter entlassen
Mandelson, der vor über zwei Jahrzehnten eine Schlüsselfigur in den Labour-Regierungen von Tony Blair und Gordon Brown war, drohen harte strafrechtlichen Konsequenzen.Der 72-Jährige war im September von seinem Posten als US-Botschafter entlassen worden, nachdem Dokumente aufgetaucht waren, die belegten, dass er viel länger engen Kontakt zu Epstein pflegte, als er zuvor eingeräumt hatte.
Neue Vorwürfe gegen den früheren Prinz Andrew
Neben Mandelson ist auch der frühere Prinz Andrew wieder in den Fokus der Polizei geraten. Die britischen Behörden prüfen neue Vorwürfe, wonach Epstein dem Prinzen im Jahr 2010 eine Frau für sexuelle Handlungen in der Royal Lodge vermittelt haben soll.Die Frau behauptet, die Nacht in der damaligen Residenz des Prinzen in Windsor verbracht zu haben, wie ihr Anwalt mitteilte. Die Betroffene, die keine Britin ist, sei damals in ihren Zwanzigern gewesen sein und soll später eine Führung durch den Buckingham Palast erhalten haben.
Ein Polizeisprecherin erklärte, man habe die Vorwürfe zur Kenntnis genommen und gehe ihnen nach. Bislang habe es aber noch keine Anzeige vom Anwalt der Frau oder der Mandantin selbst bei der britischen Polizei gegeben.
Epstein betrieb jahrelang Missbrauchsring
Jahrelang hatte der US-Multimillionär Jeffrey Epstein einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen.Zugleich unterhielt er enge Kontakte zu höchsten Kreisen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Nach offiziellen Angaben nahm er sich 2019 in New Yorker Untersuchungshaft das Leben.
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