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Petro und Trump schlagen versöhnliche Töne an

Petro und Trump schlagen versöhnliche Töne an
Die Stimmung zwischen den USA und Kolumbien ist seit Monaten angespannt. Ein Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem kolumbianischen Staatschef Petro verlief dagegen überraschend positiv. 

Sowohl der kolumbianische Präsident Gustavo Petro als auch US-Präsident Donald Trump haben nach ihrem Treffen im Weißen Haus ein positives Fazit gezogen.
Nach der rund zweistündigen Begegnung veröffentlichte Petro im Onlinedienst X ein Foto mit einer handschriftlichen Notiz Trumps mit den Worten: "Gustavo - Eine große Ehre - Ich liebe Kolumbien."

Kein offizieller Empfang vor dem Weißen Haus

Trump sagte, die beiden Staatschefs hätten sich darauf geeinigt, gegen den Drogenhandel aus Kolumbien vorzugehen. "Wir haben daran gearbeitet und uns sehr gut verstanden.“ Aussagen zu konkreten Beschlüssen machten beide nicht.
Anders als bei Besuchen von Staatschefs üblich verzichtete Trump darauf, Petro direkt bei dessen Ankunft vor dem Weißen Haus zu begrüßen und sich vor der versammelten Presse mit ihm fotografieren zu lassen. Stattdessen traf Petro wenige Minuten vor Beginn des geplanten Treffens an einem Seiteneingang des Gebäudes ein.

Drohungen und Beleidigungen von beiden Seiten

In der Vergangenheit hatten sich beide Politiker wiederholt scharf angegriffen. Der US-Präsident hatte den linksgerichteten kolumbianischen Staatschef zuletzt als "Anführer einer illegalen Drogenbande" bezeichnet und als "kranken Mann", der sich nicht lange im Präsidentenpalast in Bogotá halten werde.
Petro bescheinigte Trump seinerseits ein "seniles Hirn" und übte scharfe Kritik an der Gefangennahme des langjährigen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte am 3. Januar. Danach hatte Trump Kolumbien ebenfalls mit einer Militärintervention gedroht.

Versöhnliche Töne zwischen den Staatschefs

Bei dem Treffen bat Petro den US-Präsidenten nun um Hilfe bei der Festnahme von Drogenbossen, die im Ausland leben. Zudem fragte er ihn nach Vermittlung in einem diplomatischen Streit mit dem Nachbarland Ecuador. Trump gab an, man arbeite außerdem an einem Ende der US-Sanktionen gegen das südamerikanische Land.
Kolumbien ist der weltgrößte Produzent von Koka, dem Grundstoff für Kokain, gilt jedoch zugleich als einer der engsten Verbündeten Washingtons im Kampf gegen den Drogenhandel in der Region.

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