Bundesregierung senkt Konjunkturprognose
Ein spürbarer wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland lässt weiter auf sich warten. Die Bundesregierung erwartet in diesem Jahr lediglich ein geringes Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent, wie Wirtschaftsministerin Reiche mitteilte.
Die Bundesregierung senkt ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr. Wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, wird 2026 mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gerechnet - im Herbst wurde noch ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent erwartet.
2025 schrammte Deutschland mit einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent nur knapp am dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum vorbei und hinkt damit anderen großen Industrienationen hinterher. Auch die Wirtschaftsweisen rechnen für 2026 mit einem Wachstum von 0,9 Prozent. In der Krise stecken vor allem Industriebranchen.
Die schuldenfinanzierten Sondervermögen sind wesentlicher Treiber des Wirtschaftswachstums. Laut Regierung dürften die staatlichen Investitionen rund zwei Drittelprozentpunkte zum BIP-Zuwachs 2026 beitragen. Davon sollen etwa die Bauindustrie und die Rüstungsindustrie profitieren. Damit die Mittel schnell eingesetzt werden, sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Gesetzesänderungen sind aber noch nicht beschlossen.
"Die weltwirtschaftlichen Perspektiven bleiben ungeachtet der insgesamt robusten Entwicklung des globalen Wachstums und Handels schwierig", so die Bundesregierung. Strategie der EU und der Bundesregierung sind unter anderem die neuen Handelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur sowie Indien, damit sich die Wirtschaft breiter aufstellt.
Oberstes Ziel der Bundesregierung sei es, die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Wachstumskurs zu bringen, sagte ein Regierungssprecher. Dafür müsse der Reformkurs weitergehen. Die Wettbewerbsfähigkeit solle erhöht werden. Klingbeil sagte, es gehe um höhere Produktivität, Innovationskraft, Bildung und Forschung und um die schnellere Gewinnung von Fachkräften.
In den Fokus gerückt sind auch zusätzliche steuerliche Entlastungen. Die Union spricht sich dafür aus, die ab 2028 geplante stufenweise Reduzierung der Körperschaftsteuer vorzuziehen - sofern es die Haushaltssituation von Bund und Ländern zulasse. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD außerdem angekündigt, zur Mitte der Legislatur die Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen zu senken.
Die Bundesregierung senkt ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr. Wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte, wird 2026 mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gerechnet - im Herbst wurde noch ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent erwartet.
2025 schrammte Deutschland mit einem Mini-Wachstum von 0,2 Prozent nur knapp am dritten Jahr ohne Wirtschaftswachstum vorbei und hinkt damit anderen großen Industrienationen hinterher. Auch die Wirtschaftsweisen rechnen für 2026 mit einem Wachstum von 0,9 Prozent. In der Krise stecken vor allem Industriebranchen.
Mehr Tempo bei Umsetzung von Investitionen
Ein Grund für die eingetrübten Erwartungen ist laut Regierung, dass die Erholung im zweiten Halbjahr 2025 schwächer ausfiel als erwartet. Der Start ins neue Jahr war damit schwieriger. Zudem wirken Milliarden-Ausgaben des Staates zur Modernisierung der Infrastruktur, für Klimaschutz sowie für eine Stärkung der Bundeswehr langsamer als erhofft. Bei der Umsetzung der staatlichen Investitionen sei mehr Tempo notwendig, sagte Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD).Die schuldenfinanzierten Sondervermögen sind wesentlicher Treiber des Wirtschaftswachstums. Laut Regierung dürften die staatlichen Investitionen rund zwei Drittelprozentpunkte zum BIP-Zuwachs 2026 beitragen. Davon sollen etwa die Bauindustrie und die Rüstungsindustrie profitieren. Damit die Mittel schnell eingesetzt werden, sollen Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt werden. Gesetzesänderungen sind aber noch nicht beschlossen.
Schwache Exportentwicklung
Der in früheren Jahren so starke deutsche Export schwächelt. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen belasten höhere US-Zölle viele Unternehmen. 2025 waren die deutschen Exporte in die USA wegen höherer US-Zölle um fast zehn Prozent eingebrochen. Dazu kommt eine stärkere internationale Konkurrenz, vor allem aus China."Die weltwirtschaftlichen Perspektiven bleiben ungeachtet der insgesamt robusten Entwicklung des globalen Wachstums und Handels schwierig", so die Bundesregierung. Strategie der EU und der Bundesregierung sind unter anderem die neuen Handelsabkommen mit dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur sowie Indien, damit sich die Wirtschaft breiter aufstellt.
Verbraucherpreise nehmen geringer zu
Die Verbraucherpreise dürften laut Prognose rund 2,1 Prozent und damit etwas geringer steigen als in den Vorjahren. Im Jahresdurchschnitt 2025 lag die Inflationsrate bei 2,2 Prozent. Auf dem Arbeitsmarkt rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr mit einer leichten Verringerung der Arbeitslosigkeit. 2025 habe die schwache Industriekonjunktur "deutliche Spuren" hinterlassen, hieß es. Viele Konzerne bauten Stellen ab.Oberstes Ziel der Bundesregierung sei es, die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Wachstumskurs zu bringen, sagte ein Regierungssprecher. Dafür müsse der Reformkurs weitergehen. Die Wettbewerbsfähigkeit solle erhöht werden. Klingbeil sagte, es gehe um höhere Produktivität, Innovationskraft, Bildung und Forschung und um die schnellere Gewinnung von Fachkräften.
"Hausgemachte Probleme" für Schwäche verantwortlich
Wirtschaftsverbände nennen immer wieder hausgemachte Gründe für die Schwäche der deutschen Wirtschaft. Dazu zählten demnach im internationalen Vergleich hohe Energiepreise, hohe Steuern und Abgaben und zu viel Bürokratie.In den Fokus gerückt sind auch zusätzliche steuerliche Entlastungen. Die Union spricht sich dafür aus, die ab 2028 geplante stufenweise Reduzierung der Körperschaftsteuer vorzuziehen - sofern es die Haushaltssituation von Bund und Ländern zulasse. Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD außerdem angekündigt, zur Mitte der Legislatur die Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen zu senken.
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