Der doppelte Kane schickt den FC Bayern ins Achtelfinale
Eine Halbzeit lang machte Union St. Gilloise dem Rekordmeister Probleme - doch der FC Bayern München konnte sich in der Champions League dann wie so häufig auf Harry Kane verlassen. Der Torjäger erzielte beim 2:0 (0:0) beide Treffer, erst per Kopf (52. Minute), dann per Elfmeter (55.), den er selbst herausgeholt hatte. Die Bayern haben damit den Einzug ins Achtelfinale sicher.
"Wir waren unsauber mit dem Ball, in der zweiten Halbzeit wollten wir mehr Intensität zeigen und das haben wir auch gemacht. Die drei Punkte sind gut, das war ein wichtiger Sieg für uns", sagte Kane bei "DAZN" und freute sich über das direkte Weiterkommen: "Das war im vergangenen Jahr anders, weshalb wir einen noch volleren Spielplan hatten." Jetzt sparen sich die Bayern die zwei Extra-Spiele der Playoffs.
"Die erste Halbzeit war eine der trägeren, die wir in dieser Saison gespielt haben. Danach haben wir wieder den FC Bayern gesehen, den wir die ganze Saison gesehen haben. Wir sind einfach happy, dass wir definitiv über den Strich sind", sagte Sportvorstand Max Eberl. "Wir wollen jetzt Zweiter bleiben, das ist ein ehrenwertes Ziel. Wir sind sehr glücklich, dass wir uns darauf jetzt konzentrieren können."
Und die Gäste aus Belgien ließen den Worten ihres Landsmannes Taten folgen. Zwar hatte Kane bereits in der zweiten Minute eine gute Chance, als Torhüter Kjell Scherpen schon unmittelbar vor ihm lag und er deshalb aus kurzer Distanz nicht mehr vorbeikam, danach bekamen die Bayern aber nicht mehr viel zustande. Die besseren Kombinationen in der ersten Halbzeit hatte St. Gilloise - und die besseren Chancen.
Die erste gab es nach einer Halbfeldflanke, nach der Kevin Mac Allister den Ball mit seiner Grätsche aber nicht mehr gut genug kontrollieren konnte (20.). Die zweite war ein Spiegelbild dieser Aktion, nur von der anderen Seite kam die Hereingabe, diesmal auf Promise David. Der Stürmer kam ganz frei zum Kopfball, Manuel Neuer wehrte ihn jedoch herausragend ab (29.). Wie schon bei seiner Topleistung bei RB Leipzig (5:1) rettete der Keeper sein Team.
Trotz dieser Aktion war es eine der schwächeren Halbzeiten der Münchner in dieser Saison. Möglich, dass dabei auch eine Rolle spielte, dass die Südkurve in diesem Spiel leer bleiben musste. Die UEFA hatte den Verein - und die Fans - wegen mehrerer Pyrotechnik-Vergehen bestraft. Viele der Zuschauer, die sonst im Unterrang hinter dem Tor stehen, waren zwar da und machten auf dem Oberrang etwas Stimmung, es war aber weniger los als sonst.
Ab diesem Moment spielte Bayern wieder seine Klasse aus und es wurden die Qualitätsunterschiede, die trotz der Kompany-Warnungen bestehen, deutlich. Kane stand kurz nach seinem Führungstreffer nach einem Zuspiel frei vor Scherpen, ging an ihm vorbei und wurde vom Torhüter gelegt, es gab Elfmeter. Und da ist der Werdegang seit einigen Jahren praktisch in Stein gemeißelt - Kane trat an und traf locker (56.). Plötzlich führten die Bayern komfortabel mit 2:0.
In Nöte gerieten die Bayern auch nicht, als Min-jae Kim nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (63.). Das Kompany-Team nahm diesen Vorfall allerdings zum Anlass, um endgültig in den Verwaltungsmodus umzuschalten, den Ball laufen zu lassen und nur noch dann in die Offensive zu gehen, wenn es sich anbot. Eine Gelegenheit bot sich, als Kane nach einem Handspiel von Kamiel Van De Perre wieder zum Strafstoß antreten durfte - und so unglaublich es klingt: er traf nicht, sein Schuss ging an die Latte (81.).
Für Kane war es tatsächlich bereits der zweite verschossene Elfmeter in dieser Saison, zum zweiten Mal geschah es bei einem zweiten Versuch innerhalb eines Spiels. In der ersten Runde des DFB-Pokals beim SV Wehen Wiesbaden (3:2) hatte Florian Stritzel das zweite Duell gegen Kane gewonnen.
Mindestens ein Punktgewinn könnte aber dennoch wichtig sein, weil so Platz zwei abgesichert wird, der das Heimrecht im Rückspiel auf das Halbfinale ausweiten würde. Für die beiden vorigen K.o.-Runden haben die Bayern das, durch die Ergebnisse der Konkurrenz kann das Kompany-Team, für das es am Samstag in der Bundesliga gegen den FC Augsburg (15.30 Uhr) weitergeht, im schlechtesten Fall nur noch auf Rang vier abrutschen.
"Wir waren unsauber mit dem Ball, in der zweiten Halbzeit wollten wir mehr Intensität zeigen und das haben wir auch gemacht. Die drei Punkte sind gut, das war ein wichtiger Sieg für uns", sagte Kane bei "DAZN" und freute sich über das direkte Weiterkommen: "Das war im vergangenen Jahr anders, weshalb wir einen noch volleren Spielplan hatten." Jetzt sparen sich die Bayern die zwei Extra-Spiele der Playoffs.
"Die erste Halbzeit war eine der trägeren, die wir in dieser Saison gespielt haben. Danach haben wir wieder den FC Bayern gesehen, den wir die ganze Saison gesehen haben. Wir sind einfach happy, dass wir definitiv über den Strich sind", sagte Sportvorstand Max Eberl. "Wir wollen jetzt Zweiter bleiben, das ist ein ehrenwertes Ziel. Wir sind sehr glücklich, dass wir uns darauf jetzt konzentrieren können."
St. Gilloise mit starkem Start, Neuer rettet wieder
Vor der Partie hatte Trainer Vincent Kompany vor dem belgischen Gegner gewarnt. Dass Trainer vor allen noch so vermeintlich kleinen Gegnern warnen, ist nichts Außergewöhnliches, doch in diesem Fall zeigte sich im ersten Durchgang, dass die lobenden Worte für St. Gilloise angebracht waren. "Es ist ein Verein, der die Underdog-Rolle kennt. Das ist kein leichter Gegner, die machen sehr gute Arbeit und haben super talentierte Spieler", hatte der Bayern-Coach vor der Partie gesagt.Und die Gäste aus Belgien ließen den Worten ihres Landsmannes Taten folgen. Zwar hatte Kane bereits in der zweiten Minute eine gute Chance, als Torhüter Kjell Scherpen schon unmittelbar vor ihm lag und er deshalb aus kurzer Distanz nicht mehr vorbeikam, danach bekamen die Bayern aber nicht mehr viel zustande. Die besseren Kombinationen in der ersten Halbzeit hatte St. Gilloise - und die besseren Chancen.
Die erste gab es nach einer Halbfeldflanke, nach der Kevin Mac Allister den Ball mit seiner Grätsche aber nicht mehr gut genug kontrollieren konnte (20.). Die zweite war ein Spiegelbild dieser Aktion, nur von der anderen Seite kam die Hereingabe, diesmal auf Promise David. Der Stürmer kam ganz frei zum Kopfball, Manuel Neuer wehrte ihn jedoch herausragend ab (29.). Wie schon bei seiner Topleistung bei RB Leipzig (5:1) rettete der Keeper sein Team.
Kane ärgert sich wegen Guerreiro
Das tat sich weiter sehr schwer, hatte kurz vor der Pause aber auch noch einen Hochkaräter, als Raphael Guerreiro nach einer Ecke per Kopf knapp den Winkel des Union-Gehäuses verfehlte (40.). Wenig Verständnis für die Aktion hatte Kane, der unmittelbar hinter ihm einschussbereit stand und nach dem Fehlversuch seines Mitspielers kopfschüttelnd den Strafraum verließ.Trotz dieser Aktion war es eine der schwächeren Halbzeiten der Münchner in dieser Saison. Möglich, dass dabei auch eine Rolle spielte, dass die Südkurve in diesem Spiel leer bleiben musste. Die UEFA hatte den Verein - und die Fans - wegen mehrerer Pyrotechnik-Vergehen bestraft. Viele der Zuschauer, die sonst im Unterrang hinter dem Tor stehen, waren zwar da und machten auf dem Oberrang etwas Stimmung, es war aber weniger los als sonst.
Bayern-Doppelpack innerhalb von vier Minuten
Die Bayern hatten in dieser Spielerzeit trotz aller Dominanz auch mal das ein oder andere Spiel mit Phasen, in denen nicht so viel ging - aber dann machte sich bezahlt, dass auch offensive Standardsituationen eine große Stärke geworden sind. Auch gegen St. Gilloise. Wieder flog eine Ecke auf den ersten Pfosten, diesmal war Guerreiro nicht da und so konnte Kane ins kurze Eck einnicken (52.).Ab diesem Moment spielte Bayern wieder seine Klasse aus und es wurden die Qualitätsunterschiede, die trotz der Kompany-Warnungen bestehen, deutlich. Kane stand kurz nach seinem Führungstreffer nach einem Zuspiel frei vor Scherpen, ging an ihm vorbei und wurde vom Torhüter gelegt, es gab Elfmeter. Und da ist der Werdegang seit einigen Jahren praktisch in Stein gemeißelt - Kane trat an und traf locker (56.). Plötzlich führten die Bayern komfortabel mit 2:0.
Unglaublich, aber wahr - Kane verschießt einen Elfmeter
Und damit war eigentlich auch schon klar, dass sich der deutsche Rekordmeister an diesem Abend bereits für das Achtelfinale qualifizieren und nicht mehr aus den Top acht der Gruppenphase zu verdrängen sein wird. Die Frage war nur noch, ob es vielleicht sogar für die Top vier reichen wird, die im Achtel- und Viertelfinale den vermeintlichen Vorteil eines Rückspiels im eigenen Stadion mit sich bringt. Dann würde auch die Südkurve wieder voll besetzt sein.In Nöte gerieten die Bayern auch nicht, als Min-jae Kim nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (63.). Das Kompany-Team nahm diesen Vorfall allerdings zum Anlass, um endgültig in den Verwaltungsmodus umzuschalten, den Ball laufen zu lassen und nur noch dann in die Offensive zu gehen, wenn es sich anbot. Eine Gelegenheit bot sich, als Kane nach einem Handspiel von Kamiel Van De Perre wieder zum Strafstoß antreten durfte - und so unglaublich es klingt: er traf nicht, sein Schuss ging an die Latte (81.).
Für Kane war es tatsächlich bereits der zweite verschossene Elfmeter in dieser Saison, zum zweiten Mal geschah es bei einem zweiten Versuch innerhalb eines Spiels. In der ersten Runde des DFB-Pokals beim SV Wehen Wiesbaden (3:2) hatte Florian Stritzel das zweite Duell gegen Kane gewonnen.
Chance auf den Gruppensieg nur noch theoretisch da
Am Münchner Sieg, der noch höher hätte ausfallen müssen, weil auch Michael Olise einen Hundertprozenter liegenließ (84.), änderte das allerdings nichts. Mit 18 Punkten sind die Bayern Zweiter der Gruppenphase in der Champions League und das einzige Team, das Tabelleführer FC Arsenal noch theoretisch abfangen könnte. Dafür bräuchte es einen Sieg zum Abschluss am Mitwoch bei der PSV Eindhoven (21 Uhr), aber auch eine sehr unwahrscheinliche Londoner Niederlage gegen das Schlusslicht FK Kairat.Mindestens ein Punktgewinn könnte aber dennoch wichtig sein, weil so Platz zwei abgesichert wird, der das Heimrecht im Rückspiel auf das Halbfinale ausweiten würde. Für die beiden vorigen K.o.-Runden haben die Bayern das, durch die Ergebnisse der Konkurrenz kann das Kompany-Team, für das es am Samstag in der Bundesliga gegen den FC Augsburg (15.30 Uhr) weitergeht, im schlechtesten Fall nur noch auf Rang vier abrutschen.
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