Ein bissl deftiger
Bei ihrer Klausurtagung im Kloster Seeon präsentierte die CSU ihre Pläne für das neue Jahr. Viele Forderungen dürften die SPD jedoch verärgern - und Kanzler Merz in Schwierigkeiten bringen.
Es ist idyllisch, kalt und eine Machtinszenierung: Die CSU-Klausur in Kloster Seeon im tief verschneiten Oberbayern hat politisch gezeigt, was CSU pur ist. Alles ist ein bissl deftiger, als es die Koalition im fernen Berlin verträgt, und es ist wirtschaftspolitisch ein "Pack ma's", allerdings bitte nach Markus Söders Drehbuch.
Selten hat man aus dem tiefsten Bayern so viel Lob für einen Kanzler gehört. Wie eine Monstranz trägt Söder vor sich her, wie gut Friedrich Merz seinen Job mache. Ohne ihn wäre Deutschland schlechter dran, Merz habe Europa geeint und dafür gesorgt, dass US-Präsident Donald Trump Deutschland überhaupt noch zuhöre. Söder gibt sich Anfang 2026 zahm, solidarisch, loyal.
Denn am Ende muss der Kanzler diese Koalition zusammenhalten, die Söder selbst mal die letzte "Patrone der Demokratie" genannt hat. Dies ist mit den Ergebnissen von Seeon noch mal schwieriger geworden als 2025. Das weiß Söder natürlich. In Seeon sagt er: "Manches wird wehtun." Vielleicht meint er damit nicht nur, dass die Menschen wohl alle länger arbeiten müssen und dass Krankschreibungen stärker reguliert werden sollen. Vielleicht meint er damit auch die zukünftigen Diskussionen in der schwarz-roten Koalition in Berlin.
Der Chef der CSU-Landesgruppe und Organisator der Klausurtagung in Kloster Seeon, Alexander Hoffmann, macht es konkreter und nennt die Steuerreform, wie sie die SPD will, "leistungsfeindlich". Ganz im Gegensatz zu dem, was die CSU steuerlich ändern will, dies sei "leistungsfördernd".
Im idyllischen Kloster präsentiert man sich als die Wirtschaftspartei, alles soll dem wirtschaftlichen Erfolg untergeordnet werden: Die Reduzierung der Unternehmenssteuer soll am besten schon ab dem 1. Januar 2026 rückwirkend gelten, auf jeden Fall ab dem 1. Juli. Man will eine Senkung der Stromsteuer und eine Erbschaftssteuer, die es möglich macht, dass Unternehmen ohne Abschläge an die nächste Generation übergeben werden können. Das alles soll Wählerinnen und Wählern zeigen: So sähe CSU pur aus.
Es ist idyllisch, kalt und eine Machtinszenierung: Die CSU-Klausur in Kloster Seeon im tief verschneiten Oberbayern hat politisch gezeigt, was CSU pur ist. Alles ist ein bissl deftiger, als es die Koalition im fernen Berlin verträgt, und es ist wirtschaftspolitisch ein "Pack ma's", allerdings bitte nach Markus Söders Drehbuch.
Selten hat man aus dem tiefsten Bayern so viel Lob für einen Kanzler gehört. Wie eine Monstranz trägt Söder vor sich her, wie gut Friedrich Merz seinen Job mache. Ohne ihn wäre Deutschland schlechter dran, Merz habe Europa geeint und dafür gesorgt, dass US-Präsident Donald Trump Deutschland überhaupt noch zuhöre. Söder gibt sich Anfang 2026 zahm, solidarisch, loyal.
Auf Konfrontationskurs mit der Koalition
Zugleich betont die CSU, was sie 2026 alles durchsetzen will. Und es scheint ihr einigermaßen egal zu sein, dass es im fernen Berlin noch einen Koalitionspartner, nämlich die SPD, gibt. Viele CSU-Forderungen - von einer Abschaffung des Solis und Steuersenkungen vor allem für Unternehmen, bis zu weiter verschärften Migrationsregeln - laufen quer zur SPD-Linie, und es muss der CSU klar sein, dass sie Merz damit in eine äußerst schwierige Situation bringt.Denn am Ende muss der Kanzler diese Koalition zusammenhalten, die Söder selbst mal die letzte "Patrone der Demokratie" genannt hat. Dies ist mit den Ergebnissen von Seeon noch mal schwieriger geworden als 2025. Das weiß Söder natürlich. In Seeon sagt er: "Manches wird wehtun." Vielleicht meint er damit nicht nur, dass die Menschen wohl alle länger arbeiten müssen und dass Krankschreibungen stärker reguliert werden sollen. Vielleicht meint er damit auch die zukünftigen Diskussionen in der schwarz-roten Koalition in Berlin.
Der Chef der CSU-Landesgruppe und Organisator der Klausurtagung in Kloster Seeon, Alexander Hoffmann, macht es konkreter und nennt die Steuerreform, wie sie die SPD will, "leistungsfeindlich". Ganz im Gegensatz zu dem, was die CSU steuerlich ändern will, dies sei "leistungsfördernd".
Was die CSU durchsetzen will
Die CSU nutzt ihren Jahresauftakt, um sich als treibende Kraft für eine härtere Abschiebepolitik zu profilieren, für einen wirtschaftsliberalen Reformkurs, gepaart mit Einschnitten im Sozialstaat, von Söder "Agenda 3.0" genannt.Im idyllischen Kloster präsentiert man sich als die Wirtschaftspartei, alles soll dem wirtschaftlichen Erfolg untergeordnet werden: Die Reduzierung der Unternehmenssteuer soll am besten schon ab dem 1. Januar 2026 rückwirkend gelten, auf jeden Fall ab dem 1. Juli. Man will eine Senkung der Stromsteuer und eine Erbschaftssteuer, die es möglich macht, dass Unternehmen ohne Abschläge an die nächste Generation übergeben werden können. Das alles soll Wählerinnen und Wählern zeigen: So sähe CSU pur aus.
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