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Britische Solidarität, französisches Unbehagen

Britische Solidarität, französisches Unbehagen
Die Ankündigung, nach einem Waffenstillstand Truppen in die Ukraine zu schicken, trifft bei Franzosen und Briten auf unterschiedliches Echo. In beiden Ländern gibt es Zweifel, was militärisch machbar ist. 

So ganz genau weiß noch keiner, auf was Premierminister Keir Starmer sich da eingelassen hat. Wenn es eine Friedensvereinbarung für die Ukraine gebe, werde Großbritannien zur Absicherung Truppen schicken - viel mehr Details nannte der britische Premier nicht.
Wie viele Soldaten könnte des Vereinigte Königreich schicken? Mit welcher Aufgabe genau? Vieles ist offen. Die Opposition im britischen Unterhaus verlangt Antworten. Die Vorsitzende der Konservativen, Kemi Badenoch, fragte: "Wie viele sollen es denn sein? Und sollen die Soldaten auch kämpfen?"
Die Konservativen werfen dem Premier vor, das Parlament bei dieser wichtigen Entscheidung außen vor gelassen zu haben. Starmer wiederum argumentierte, konkrete Pläne gebe es ja noch nicht. Wenn es zu einem Frieden komme und Kräfte entsendet werden sollten, dann werde er eine Abstimmung im Parlament herbeiführen.

Große Solidarität, kleines Budget

Trotz aller Aufregung im Parlament: In der Öffentlichkeit gibt es noch keine Debatte darüber, ob es richtig ist, britische Soldaten in die Ukraine zu schicken. Das mag auch damit zu tun haben, dass die Pläne so unkonkret sind.
Die Briten haben aber auch eine andere Sicht auf den Einsatz des Militärs in Krisengebieten als die Deutschen. Die Solidarität mit der Ukraine war und ist groß.
Gerade unter Militärexperten wird allerdings die Frage diskutiert: Kann die britische Armee das überhaupt leisten? Ben Wallace war von 2019 bis 2023 Verteidigungsminister und sagt: "Für eine kurze Zeit: ja. Aber wenn wir Frankreich, Deutschland und Großbritannien betrachten, müssen wir sagen, dass nur Deutschland die Verteidigungsausgaben substanziell erhöht."
Aktuelle Zahlen untermauern das: Das Vereinigte Königreich hat 2025 gerade einmal 2,4 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgegeben. Experten sagen, das helfe gerade einmal, um den weiteren Verfall des Militärs zu stoppen. Ab 2029 soll das Verteidigungsbudget auf drei Prozent ansteigen. Aber wie das gelingen soll, ist völlig offen.

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