Überraschendes Plus im Einzelhandel
Das Statistische Bundesamt vermeldet ein unerwartet starkes Umsatz-Wachstum des deutschen Einzelhandels im vergangenen Jahr. Grund ist aber auch ein Sondereffekt. Die Verbraucherstimmung hat sich zum Jahresbeginn verschlechtert.
Der deutsche Einzelhandel hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr trotz Konjunkturflaute spürbar gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr erreichte er ein inflationsbereinigtes Plus von 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt heute in einer ersten Schätzung veröffentlichte.
Dazu trug ein starkes erstes Halbjahr bei, das durch einen Sondereffekt begünstigt wurde: Durch die Umstrukturierung eines größeren Unternehmens im Internet- und Versandhandel kamen bisher in Deutschland nicht erfasste Umsätze hinzu. Laut Branchenkennern handelt es sich dabei um den Versandriesen Amazon.
Begünstigt durch diesen Effekt legten die Einnahmen in den ersten sechs Monaten real um 3,8 Prozent zu. Im zweiten Halbjahr stieg der Umsatz dann um nur 1,1 Prozent, hier war die Umstrukturierung allerdings schon im Vergleichszeitraum des Vorjahres enthalten.
Leicht gesunken ist dagegen der Umsatz der Textil- und Bekleidungsbranche. Dieser ging 2025 um rund ein Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.
Die Schätzung des Jahresumsatzes basiert auf den Einzelhandelsumsätzen für die Monate Januar bis November und den geschätzten Umsätzen im Dezember.
2025 hatten sich allerdings viele Händler unzufrieden mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts gezeigt. "Es fehlt an Dynamik, der Umsatz tritt seit mehr als einem halben Jahr auf der Stelle", sagte der Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger. "Wegen Arbeitsplatzsorgen und politischer Unsicherheit wird Geld lieber gespart."
Diese Entwicklung könnte sich weiter fortsetzen. Das Barometer für Konsumklima, das die Kauflaune der Verbraucherinnen und Verbraucher abbildet, sank um 3,5 Punkte auf minus 26.9 Zähler, wie die GfK-Marktforscher und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen ermittelten. Einen niedrigeren Wert gab es hier zuletzt im April 2024.
Auch die GfK-Experten nannten Unsicherheit als wesentlichen Faktor, insbesondere sinkende Einkommenserwartungen und eine stark gestiegene Sparneigung der Menschen. Letztere kletterte auf den höchsten Stand seit der globalen Finanzkrise im Juni 2008.
Der deutsche Einzelhandel hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr trotz Konjunkturflaute spürbar gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr erreichte er ein inflationsbereinigtes Plus von 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt heute in einer ersten Schätzung veröffentlichte.
Dazu trug ein starkes erstes Halbjahr bei, das durch einen Sondereffekt begünstigt wurde: Durch die Umstrukturierung eines größeren Unternehmens im Internet- und Versandhandel kamen bisher in Deutschland nicht erfasste Umsätze hinzu. Laut Branchenkennern handelt es sich dabei um den Versandriesen Amazon.
Begünstigt durch diesen Effekt legten die Einnahmen in den ersten sechs Monaten real um 3,8 Prozent zu. Im zweiten Halbjahr stieg der Umsatz dann um nur 1,1 Prozent, hier war die Umstrukturierung allerdings schon im Vergleichszeitraum des Vorjahres enthalten.
Internethandel besonders stark gewachsen
Besonders kräftig ist 2025 der Internet- und Versandhandel gewachsen, der ein Umsatzplus von fast 11 Prozent verzeichnen konnte, in der Bilanz gegenüber dem klassischen Einzelhandel aber einen geringeren Anteil ausmacht. Auch der Handel mit Kosmetik- und Gesundheitsprodukten, inklusive der Umsätze von Apotheken, wuchs mit 3,4 Prozent überdurchschnittlich an.Leicht gesunken ist dagegen der Umsatz der Textil- und Bekleidungsbranche. Dieser ging 2025 um rund ein Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.
Die Schätzung des Jahresumsatzes basiert auf den Einzelhandelsumsätzen für die Monate Januar bis November und den geschätzten Umsätzen im Dezember.
Trübe Aussichten
Insbesondere zum Jahresende zeigte die Entwicklung nach unten: Im November, der den Auftakt für das wichtige Weihnachtsgeschäft bildet, lag der Umsatz inflationsbereinigt um 1,8 Prozent niedriger als im Vergleich zum Vorjahr. Im November und Dezember machen die Geschäfte im Schnitt fast ein Fünftel ihres Jahresumsatzes.2025 hatten sich allerdings viele Händler unzufrieden mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts gezeigt. "Es fehlt an Dynamik, der Umsatz tritt seit mehr als einem halben Jahr auf der Stelle", sagte der Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger. "Wegen Arbeitsplatzsorgen und politischer Unsicherheit wird Geld lieber gespart."
Diese Entwicklung könnte sich weiter fortsetzen. Das Barometer für Konsumklima, das die Kauflaune der Verbraucherinnen und Verbraucher abbildet, sank um 3,5 Punkte auf minus 26.9 Zähler, wie die GfK-Marktforscher und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen ermittelten. Einen niedrigeren Wert gab es hier zuletzt im April 2024.
Auch die GfK-Experten nannten Unsicherheit als wesentlichen Faktor, insbesondere sinkende Einkommenserwartungen und eine stark gestiegene Sparneigung der Menschen. Letztere kletterte auf den höchsten Stand seit der globalen Finanzkrise im Juni 2008.
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