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Wegner spielte während des Stromausfalls Tennis

Wegner spielte während des Stromausfalls Tennis
Berlins Regierender Bürgermeister Wegner musste sich während des tagelangen Stromausfalls Kritik an seinem Krisenmanagement gefallen lassen. Der CDU-Politiker verteidigte sich stets. Doch am ersten Tag der Havarie ging Wegner zum Tennis. 

Anders als bislang dargestellt war der Berliner Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am vergangenen Samstag nicht dauerhaft mit dem Krisenmanagement nach dem Brandanschlag auf das Stromnetz beschäftigt. Nach rbb-Informationen spielte Wegner am Mittag Tennis in einer Anlage an der Berliner Stadtgrenze.

Die Senatskanzlei bestätigte die Information auf rbb-Nachfrage. Wegner habe zwischen 13 und 14 Uhr Tennis gespielt, sei aber stets erreichbar gewesen.

Kritik am Krisenmanagement

Wegner stand in der aktuellen Krisensituation wiederholt in der Kritik. Die Opposition wirft ihm vor, nicht bereits am ersten Tag des massiven Stromausfalls in den betroffenen Stadtteilen gewesen zu sein.

Wegner hatte sich gegen den Vorwurf verteidigt und erklärt, er sei vom ersten Moment an in das Krisenmanagement eingebunden gewesen. "Ich habe mich weder gelangweilt noch die Füße hochgelegt, sondern ich war den ganzen Tag am Telefon und habe versucht, zu koordinieren und mich bestmöglich zu informieren." Er habe sich "zu Hause in seinem Büro eingeschlossen, im wahrsten Sinne", so Wegner bei einer Pressekonferenz am Sonntag. Er sei auch nicht im Urlaub gewesen, wie einige Nachrichtenseiten zunächst berichtet hatten.

Chronologie des ersten Stromausfall-Tages

Zu dem großflächigen Stromausfallwar es am frühen Samstagmorgen gekommen. Auf der extra eingerichteten Seite des Betreibers Stromnetz Berlin [stromnetz.berlin] heißt es, dass es zwischen 5:44 Uhr und 6:26 Uhr zum "Ausfall mehrerer Leitungen zur Versorgung von Umspannwerken" gekommen sei.

Dem rbb sagte der Sprecher von Stromnetz Berlin, Henrik Beuster, gegen 7 Uhr am Samstag, dass es sich um einen großflächigen Ausfall handele und dieser wohl erst am Samstag um 18:30 Uhr behoben werden könne. Um 8:47 Uhr ging über die Berliner Feuerwehr eine Gefahreninformation zu dem Stromausfall raus, in dem es hieß, dass auch Notruf und Mobilfunk gestört seien. Gegen 9 Uhr hieß es von Stromnetz Berlin, dass rund 50.000 Haushalte betroffen seien. Um 15 Uhr meldete die DPA, dass der Stromausfall nach Einschätzung von Stromnetz Berlin bis Donnerstag andauern könnte.

Eine Senatssprecherin sagte der DPA, Wegner habe zunächst nach 8 Uhr, als er über den Stromausfall informiert worden sei, Telefonate geführt, unter anderem mit dem Kanzleramt und dem Innenministerium und verschiedenen Senatsverwaltungen.
Sendung: rbb|24, 07.01.2025, 16:30 Uhr
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