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Versuchter Angriff auf Putin-Residenz? Kiew widerspricht

Versuchter Angriff auf Putin-Residenz? Kiew widerspricht
Nach russischer Darstellung soll die Ukraine versucht haben, eine Residenz von Kremlchef Putin anzugreifen. Das ändere Russlands Position in den Verhandlungen. Der ukrainische Präsident Selenskyj sprach umgehend von einer Lüge. 

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat der Ukraine einen ​versuchten Angriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin vorgeworfen. In der vergangenen Nacht sei die staatliche Residenz des Präsidenten in ‌der Region Nowgorod mit 91 Langstreckendrohnen ​attackiert worden, sagte er. Alle seien abgewehrt worden. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben.

Selenskyj dementiert

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Vorwürfe umgehend als Lüge zurück. Russland wolle mit den Anschuldigungen den Fortschritt bei den Gesprächen zwischen der Ukraine und den USA untergraben, sagte er. Vielmehr bereite die Regierung in Moskau den Boden für einen Angriff auf ukrainische Regierungsgebäude in Kiew. Die USA sollten auf die russischen Drohungen entsprechend reagieren, forderte der Präsident. Er habe zudem bereits mit Bundeskanzler Friedrich Merz über die "russischen Falschnachrichten" gesprochen, schrieb er auf der Onlineplattform X.
Die widersprüchlichen Angaben beider Kriegsparteien lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht unabhängig überprüfen.

Russland will Verhandlungsposition überarbeiten

Der Kreml erklärte weiter, in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump habe Putin mitgeteilt, dass Russland seine Position in den Verhandlungen für ein Ende des Krieges überdenken werde. Trump sei "schockiert" gewesen von den Schilderungen Putins zu dem angeblichen Angriff, behauptete der außenpolitische Berater des Kremls, Juri Uschakow.
Zugleich habe Putin betont, "dass die russische Seite weiterhin eng und fruchtbar mit den amerikanischen Partnern zusammenarbeiten will, um Wege zum Frieden zu finden". Lawrow kündigte zudem eine Reaktion an, Russland habe bereits Ziele in der Ukraine für "Vergeltungsangriffe" ausgewählt.

Trump "sehr verärgert"

Trumps Sprecherin Karoline Leavitt schrieb auf X von einem "positiven Telefonat" der beiden Präsidenten. Trump selbst erklärte später, er sei sehr verärgert gewesen, als Putin ihm von dem Angriff auf die Residenz berichtete. Es sei nicht der richtige Zeitpunkt, so etwas zu tun. ​Auf die Frage, ob es Beweise für einen solchen Angriff gebe, sagte Trump, man werde es herausfinden.
Ob Putin zum Zeitpunkt des angeblichen Angriffs in der Residenz war, sagte der Kreml nicht. Für den russischen Präsidenten stehen in vielen Teilen des flächenmäßig größten Landes der Erde Residenzen zur Verfügung. Außerhalb Moskaus hält sich Putin etwa immer wieder in St. Petersburg auf und in Sotschi am Schwarzen Meer.

Treffen von Trump und Selenskyj

Erst am Sonntag hatte Selenskyj sich mit US-Präsident Trump in Florida getroffen. Beide sprachen von einem guten Treffen. Laut Selenskyj bot die US-Regierung der Ukraine "starke" Sicherheitsgarantien für einen Zeitraum von 15 Jahren mit Möglichkeit zur Verlängerung an.
Noch vor dem Treffen hatte Trump mit Putin telefoniert. Trump bescheinigte Putin, der den Krieg vor fast vier Jahren begonnen hatte, Friedenswillen, obwohl Russland erst am Samstag die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen hatte.

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