Eine Ladesäule im Ort für 5.000 Einwohner
In Deutschland ist das Auto immer noch das wichtigste Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit. Das Verbrenner-Aus hatte viele Pendler beunruhigt, denn für manche kommt der Umstieg aufs E-Auto nicht in Frage.
Morgens halb sieben in Erkelenz-Gerderath südwestlich von Mönchengladbach. Sven Hoffmann steigt ins Auto und bricht auf zur Arbeit ins etwa 50 Kilometer entfernte Kerpen. Wie jeden Morgen, seit fast 18 Jahren. "Die Hektik der Stadt, das wäre nichts für mich", sagt er. Er möchte genau da wohnen, wo er wohnt - und genau dort arbeiten, wo er arbeitet. Das tägliche Pendeln nimmt er dafür in Kauf.
"Ich glaube, es ist viel wert, wenn man gerne zur Arbeit fährt. Es wird mit Sicherheit Arbeitsstellen geben hier bei mir in der Nähe. Aber ich fühle mich da wohl, wo ich hinfahre." 50 Kilometer hin, 50 Kilometer zurück. Jeden Tag sitzt Sven Hoffmann rund eineinhalb Stunden im Auto.
Gut sitzen und gut fahren müsse man. "Für viele ist es nur, von A nach B zu kommen - aber für mich ist es auch viel Lebenszeit, die ich da drin verbringe."
So muss Autofahren für ihn sein. Er möchte sich keine Gedanken über die Reichweite machen müssen, er möchte nicht nach der nächste Ladesäule suchen und dort auch nicht lange warten müssen: "Ich fahre zur Tankstelle, habe da einen Aufenthalt von drei bis fünf Minuten, dann komme ich wieder 1.200 Kilometer weit."
Und selbst wenn er sich für ein Elektroauto entscheiden wollte: So einfach wäre das nicht. "Wir haben tatsächlich in unserem Ort mit 5.000 Einwohnern eine einzige öffentliche Ladesäule", erzählt er. "Das ist schon ausbaufähig." Hoffman müsste also erstmal investieren, um überhaupt elektrisch fahren zu können. Eine eigene Wallbox ans Haus und vielleicht eine Photovoltaikanlage aufs Dach, damit der Strom auch sicher sauber ist.
Nur etwa zehn Prozent der Autos, die sie hier verkaufen, sind elektrisch. Neben der fehlenden Infrastruktur sieht der Kfz-Mechaniker Sven Hoffmann auch technische Nachteile bei Elektroautos: Die Ersatzteile seien "schweineteuer", und nach Ablauf der Garantie sei es manchmal günstiger, ein komplett neues Auto zu kaufen. Sein alter "Kilometerfresser" mit mehr als 330.000 Kilometern auf dem Tacho sei da nachhaltiger.
Verkaufsleiter Thorsten Schiller hat sich für ein Elektroauto entschieden, um etwas für die Umwelt zu tun. "Ich habe ein kleines Eigenheim, da steht eine Wallbox vor, ich komme abends nach Hause, lade das Auto auf - wunderbar", erzählt er und schränkt gleichzeitig ein: "Diejenigen, die das nicht können, und das ist ja das, was wir in unseren täglichen Verkaufsgesprächen merken, die scheuen davor zurück, ein Elektroauto zu kaufen, weil sie eben nicht die geeignete Ladeinfrastruktur haben."
Morgens halb sieben in Erkelenz-Gerderath südwestlich von Mönchengladbach. Sven Hoffmann steigt ins Auto und bricht auf zur Arbeit ins etwa 50 Kilometer entfernte Kerpen. Wie jeden Morgen, seit fast 18 Jahren. "Die Hektik der Stadt, das wäre nichts für mich", sagt er. Er möchte genau da wohnen, wo er wohnt - und genau dort arbeiten, wo er arbeitet. Das tägliche Pendeln nimmt er dafür in Kauf.
"Ich glaube, es ist viel wert, wenn man gerne zur Arbeit fährt. Es wird mit Sicherheit Arbeitsstellen geben hier bei mir in der Nähe. Aber ich fühle mich da wohl, wo ich hinfahre." 50 Kilometer hin, 50 Kilometer zurück. Jeden Tag sitzt Sven Hoffmann rund eineinhalb Stunden im Auto.
Zwei von drei Arbeitnehmern nehmen das Auto
Etwa zwei Drittel aller deutschen Arbeitnehmer fahren laut Statistischem Bundesamt mit dem Auto zur Arbeit - 20 Millionen Menschen pendeln in andere Städte und Gemeinden. Für solche Menschen hat das Auto einen entsprechend großen Stellenwert - auch für Sven Hoffmann: "Da ich sehr sehr viel Zeit in diesem Auto verbringe, ist es für mich wichtig, dass da auch so ein gewisser Wohlfühlfaktor drin ist", findet er.Gut sitzen und gut fahren müsse man. "Für viele ist es nur, von A nach B zu kommen - aber für mich ist es auch viel Lebenszeit, die ich da drin verbringe."
Einmal tanken, 1.200 Kilometer Fahrt
Die persönliche Beziehung geht so weit, dass Sven Hoffmann seinem Auto einen Namen gegeben hat. Weil es blau ist, heißt es "Blueie" - und ist ganz bewusst ein Verbrenner. "Man steigt ein, das Ding ist vollgetankt, drückt auf den Knopf und dann fährt das Ding einfach los."So muss Autofahren für ihn sein. Er möchte sich keine Gedanken über die Reichweite machen müssen, er möchte nicht nach der nächste Ladesäule suchen und dort auch nicht lange warten müssen: "Ich fahre zur Tankstelle, habe da einen Aufenthalt von drei bis fünf Minuten, dann komme ich wieder 1.200 Kilometer weit."
Und selbst wenn er sich für ein Elektroauto entscheiden wollte: So einfach wäre das nicht. "Wir haben tatsächlich in unserem Ort mit 5.000 Einwohnern eine einzige öffentliche Ladesäule", erzählt er. "Das ist schon ausbaufähig." Hoffman müsste also erstmal investieren, um überhaupt elektrisch fahren zu können. Eine eigene Wallbox ans Haus und vielleicht eine Photovoltaikanlage aufs Dach, damit der Strom auch sicher sauber ist.
Nur zehn Prozent der verkauften Autos elektrisch
Nach einer Dreiviertelstunde hat Hoffmann sein Ziel erreicht: Das Autohaus Bleuel in Kerpen-Sindorf. Hier arbeitet er als Werkstattleiter. Und hier erlebt er, dass sich die allermeisten Kunden immer noch für einen Verbrenner entscheiden. "Der Knackpunkt sind der Akku und die Ladeinfrastruktur, die im Ländlichen überhaupt nicht gegeben ist", sagt er. "Und deshalb sind die Leute zurückhaltend."Nur etwa zehn Prozent der Autos, die sie hier verkaufen, sind elektrisch. Neben der fehlenden Infrastruktur sieht der Kfz-Mechaniker Sven Hoffmann auch technische Nachteile bei Elektroautos: Die Ersatzteile seien "schweineteuer", und nach Ablauf der Garantie sei es manchmal günstiger, ein komplett neues Auto zu kaufen. Sein alter "Kilometerfresser" mit mehr als 330.000 Kilometern auf dem Tacho sei da nachhaltiger.
Wer nicht zu Hause laden kann, wählt Verbrenner
Im Autohaus gibt es aber auch Elektro-Fans. "Es macht Spaß, ein Elektroauto zu fahren - die Kraftübertragung, die Ruhe, die im Auto herrscht", schwärmt Geschäftsführer Timo Bleuel. Er kann sein E-Auto zu Hause und im Autohaus laden. "Wenn man zu Hause die Möglichkeit hat, ein Auto zu laden, ist es wirklich einfach und kostengünstig."Verkaufsleiter Thorsten Schiller hat sich für ein Elektroauto entschieden, um etwas für die Umwelt zu tun. "Ich habe ein kleines Eigenheim, da steht eine Wallbox vor, ich komme abends nach Hause, lade das Auto auf - wunderbar", erzählt er und schränkt gleichzeitig ein: "Diejenigen, die das nicht können, und das ist ja das, was wir in unseren täglichen Verkaufsgesprächen merken, die scheuen davor zurück, ein Elektroauto zu kaufen, weil sie eben nicht die geeignete Ladeinfrastruktur haben."
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