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Sozialdemokraten bleiben wohl stärkste Kraft

Sozialdemokraten bleiben wohl stärkste Kraft
Das bisherige Bündnis von Regierungschefin Frederiksen verfehlte laut ersten Hochrechnungen aber die absolute Mehrheit. Ob und wie Frederiksen eine dritte Amtszeit regieren kann, ist noch offen. 

Bei der Parlamentswahl in Dänemark haben die Sozialdemokraten von Regierungschefin Mette Frederiksen laut ersten Hochrechnungen die meisten Stimmen erhalten - allerdings mit deutlichen Verlusten. Die Partei steuert auf das schlechteste Ergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg zu. Nach Auszählung von 75 Prozent der Stimmen rutschte die Partei auf 22 Prozent ab (2022: 27,6 Prozent).
Ob Frederiksen das Land eine dritte Amtszeit lang regieren kann, ist deshalb noch nicht sicher: Nach Auszählung von rund drei Vierteln der Stimmen zeichneten sich unklare Mehrheitsverhältnisse ab. Die drei bisherigen Regierungsparteien - Sozialdemokraten, rechtsliberale Venstre und die Partei Moderaterne von Außenminister Lars Løkke Rasmussen - sind danach deutlich von einer Mehrheit entfernt.
Aber auch ein klassisches links-grünes Bündnis wäre demnach auf die Unterstützung einer weiteren Partei, im wahrscheinlichsten Fall der in der politischen Mitte angesiedelten Moderaterne, angewiesen.

Weder linkes noch rechtes Bündnis haben Mehrheit

Den Hochrechnungen von DR zufolge erreicht das linke Bündnis 83 von 179 Sitzen im Parlament. Ein rechtes Bündnis kommt demnach auf 78 Sitze. Für eine Mehrheit erforderlich wären 90 Sitze.
Eine wichtige Rolle könnte der Wahlausgang in Grönland und auf Färöer spielen. In beiden Autonomiegebieten werden jeweils zwei Abgeordnete gewählt. Sie könnten angesichts des knappen Ausgangs am Ende den Ausschlag geben, wer Dänemark künftig regiert.
Rund 4,3 Millionen Däninnen und Dänen waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Ein vorläufiges Ergebnis könnte im Laufe der Wahlnacht feststehen.

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