Klimagipfel: Einige Industrienationen versprechen ehrgeizigere Klimaziele
Die EU lockt mit Investitionen in grüne Wende
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betonte bei der Online-Konferenz mit 39 anderen Staats- und Regierungschefs, dass die Klimaverträglichkeit von Investitionen stärker beachtet werden müsse. Italiens Ministerpräsident Mario Draghi fügte an, dass hierfür auch die Corona-Wirtschaftshilfen der EU dienen können:
"In Europa haben wir einen gemeinsamen 750-Milliarden-Euro-Plan ins Leben gerufen. Damit wollen wir die ökologische Wende in Europa unterstützen und in der EU bis 2050 klimaneutral werden."
EU-Ratspräsident Charles Michel rief andere große Industriestaaten dazu, die Energiewende gesellschaftlich und wirtschaftlich durch finanzielle Subventionen voranzutreiben. Die EU gehe mit Hilfen in Höhe von 600 Milliarden Euro voran. Kanada und Japan verpflichtete sich mit der Ankündigung neuer, ambitionierterer Klimaziele für die eigene Wirtschaft indirekt zu diesem Aufruf. Die USA unter Biden hatten gleich zu Beginn der Konferenz angekündigt, die CO2-Emissionen um die Hälfte gegenüber dem Wert von 2005 zu reduzieren.
Kritik von Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten
Greta Thunberg gehörte zu den Gästen des Gipfel und nutzte die Gelegenheit, um zu einer Generalkritik auszuholen:
Greta Thunberg called on Congress to enact more concrete measures on climate change when she appeared virtually before a House subcommittee on Thursday. “We are the ones who get to decide how you will be remembered,” the teenage climate activist warned lawmakers. “Choose wisely.” pic.twitter.com/5Xi6Mzm6gQ
— The New York Times (@nytimes) April 22, 2021
Ein neuer Bericht der Weltorganisation für Meteorologie stellt einen Zusammenhang zwischen der massiven Nutzung fossiler Energien und neuen Wetterextremen im vergangenen Jahr her. Laut dem UN-Bericht war 2020 das drittheißeste Jahr seit Aufzeichnung der Wetterdaten. 50 Millionen Menschen waren weltweit Extremereignissen ausgesetzt.
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