Zur Bekämpfung der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 soll es schon in Kürze ein Medikament geben. Dies gab der Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Köln, Gerd Fätkenheuer, gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ bekannt.
Das Präparat
Remdesivir „
werden wir binnen Wochen oder weniger Monate zur Verfügung haben“,
zitiert das Blatt am Sonntag den Mediziner.
Laut dem deutschen Studienleiter eines internationalen Konsortiums zur Erforschung von
Remdesivir ist die Studie „in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium“.
„Wir können sagen: Remdesivir wirkt. Wir haben nachgewiesen, dass das Medikament bei einer Covid-19-Erkrankung den schweren Verlauf abmildert und verkürzt.“
Wesentliche Nebenwirkungen seien bislang nicht bekannt, müssten aber – ebenso wie der bestmögliche Einsatz von Remdesivir bei
Covid-19-Patienten – noch weiter untersucht werden.Remdesivir werde einfach und günstig herstellbar sein. Der Selbstkostenpreis mit einem kleinen Aufschlag würde bei etwa zehn Euro für eine zehntägige Behandlung liegen.
Mahnung: Anti-Corona-Regeln beachten
Angesichts der an diesem Montag anstehenden weiteren Lockerungen von Corona-Beschränkungen rief Fätkenheuer dazu auf, die Bedrohung durch das Virus trotzdem nach wie vor ernst zu nehmen.
„Wir müssen befürchten, dass es sich jetzt schleichend, gleichsam unter dem Radar, ausbreitet und es zu der immer wieder genannten zweiten Welle kommt, die dann von unvergleichlich größerer Wucht sein wird.“
Coronavirus
Die Weltgesundheitsorganisation hatte am 11. März den Ausbruch des neuen Covid-19-Erregers als Pandemie eingestuft.
Weltweit wurden
laut der Johns-Hopkins-Universität (JHU) bereits mehr als vier Millionen Menschen in 185 Ländern mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert. Bisher wurden demnach 280.507 Todesopfer registriert.
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Deutschland beträgt nach Angaben der Organisation 171.639. An der neuartigen Krankheit seien 7549 Patienten gestorben.
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