Hantavirus wohl von Mensch zu Mensch übertragen
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik hat sich die Zahl der Infizierten weiter erhöht. Die WHO geht von einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung aus. Offenbar will Spanien das Schiff anlegen lassen.
Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer Übertragung von Mensch zu Mensch aus. "Wir vermuten, dass es bei sehr engem Kontakt eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt", sagte die WHO-Epidemiespezialistin Maria Van Kerkhove. Der erste auf dem Schiff erkrankte Passagier habe sich vermutlich infiziert, bevor er an Bord gegangen sei.
Ein schwer kranker Patient wird in Südafrika auf der Intensivstation behandelt, drei weitere haben leichtere Symptome und befinden sich laut WHO weiterhin an Bord des vor der Küste von Kap Verde liegenden Schiffs.
Am Dienstagabend teilte der niederländische Kreuzfahrtveranstalter Oceanwide Expeditions im Onlinedienst X mit, dass zwei erkrankte Menschen an Bord sowie eine weitere Person in die Niederlande ausgeflogen werden. Die medizinische Evakuierung der zwei Erkrankten, die eine Notfallversorgung benötigen, erfolge mit zwei speziellen Flugzeugen, die sich derzeit auf dem Weg nach Kap Verde befinden.
Von dort würden die Patienten dann in die Niederlande geflogen, hieß es weiter. Zudem werde eine Person evakuiert, die in Kontakt mit der verstorbenen deutschen Passagierin gestanden habe, erklärte Oceanwide Expeditions weiter. Ein genauer Zeitplan für die geplante Evakuierung liege noch nicht vor.
Epidemiespezialistin Van Kerkhove wies darauf hin, dass viele Passagiere der Expeditions-Kreuzfahrt Wildtier-Beobachtungen und ähnliche Aktivitäten unternommen haben. Die weitere Übertragung könnte dann an Bord zwischen Personen passiert sein, etwa in Kabinen, sagte Van Kerkhove. Sie schloss nicht aus, dass die Infektionen auch von Nagetieren auf afrikanischen Inseln stammen könnten, die im Zuge der Kreuzfahrt angefahren wurden. Laut Schiffsbetreiber seien keine Ratten an Bord, so die WHO-Expertin.
Das spanische Gesundheitsministerium erklärte jedoch, es sei noch keine Entscheidung über eine Aufnahme des Schiffes getroffen worden. Dies hänge von den epidemiologischen Daten ab, die während der Durchfahrt durch Kap Verde gesammelt würden. Ziel sei es, den Vorfall zu untersuchen, das Schiff gründlich zu desinfizieren und das Risiko für die verbleibenden Passagiere zu bewerten.
Die "MV Hondius" hatte ihre als Naturexpedition in die Antarktis beworbene Reise im März in Ushuaia in Südargentinien begonnen. Das Schiff hatte auf seiner Fahrt einige der am meisten entlegenen Orte der Welt besucht, darunter die Insel Tristan da Cunha im Südatlantik.
Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff im Atlantik geht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einer Übertragung von Mensch zu Mensch aus. "Wir vermuten, dass es bei sehr engem Kontakt eine Übertragung von Mensch zu Mensch gibt", sagte die WHO-Epidemiespezialistin Maria Van Kerkhove. Der erste auf dem Schiff erkrankte Passagier habe sich vermutlich infiziert, bevor er an Bord gegangen sei.
Drei Passagiere gestorben, weitere infiziert
Drei Passagiere des Kreuzfahrtschiffs "MV Hondius" waren nach einem Hantavirus-Ausbruch gestorben, darunter eine Deutsche. Bei zwei der Todesopfer wurde das Virus inzwischen durch Labortests nachgewiesen. Inzwischen gibt es sieben bestätigte oder vermutete Infektionen. Bisher sind nur in einem kleinen Teil der Fälle Hantaviren gesichert nachgewiesen worden. Laboruntersuchungen zu den übrigen Infektionen und zum genauen Typ des Virus laufen.Ein schwer kranker Patient wird in Südafrika auf der Intensivstation behandelt, drei weitere haben leichtere Symptome und befinden sich laut WHO weiterhin an Bord des vor der Küste von Kap Verde liegenden Schiffs.
Am Dienstagabend teilte der niederländische Kreuzfahrtveranstalter Oceanwide Expeditions im Onlinedienst X mit, dass zwei erkrankte Menschen an Bord sowie eine weitere Person in die Niederlande ausgeflogen werden. Die medizinische Evakuierung der zwei Erkrankten, die eine Notfallversorgung benötigen, erfolge mit zwei speziellen Flugzeugen, die sich derzeit auf dem Weg nach Kap Verde befinden.
Von dort würden die Patienten dann in die Niederlande geflogen, hieß es weiter. Zudem werde eine Person evakuiert, die in Kontakt mit der verstorbenen deutschen Passagierin gestanden habe, erklärte Oceanwide Expeditions weiter. Ein genauer Zeitplan für die geplante Evakuierung liege noch nicht vor.
Ansteckung von Ehepaar wohl noch an Land
Die WHO vermutet, dass die Infektionskette von dem mittlerweile verstorbenen niederländischen Ehepaar ausging, das sich vor der Einschiffung in Argentinien noch an Land angesteckt haben könnte.Epidemiespezialistin Van Kerkhove wies darauf hin, dass viele Passagiere der Expeditions-Kreuzfahrt Wildtier-Beobachtungen und ähnliche Aktivitäten unternommen haben. Die weitere Übertragung könnte dann an Bord zwischen Personen passiert sein, etwa in Kabinen, sagte Van Kerkhove. Sie schloss nicht aus, dass die Infektionen auch von Nagetieren auf afrikanischen Inseln stammen könnten, die im Zuge der Kreuzfahrt angefahren wurden. Laut Schiffsbetreiber seien keine Ratten an Bord, so die WHO-Expertin.
Lässt Spanien das Schiff anlegen?
Rund 150 Menschen - überwiegend aus Großbritannien, den USA und Spanien - harren weiterhin auf dem Schiff aus. Die Behörden von Kap Verde weigern sich, die Passagiere an Land zu lassen. Laut der WHO-Epidemiespezialistin soll das Schiff nun voraussichtlich zu den Kanarischen Inseln fahren. Spanien habe sich bereit erklärt, die "MV Hondius" anlegen zu lassen, sagte Van Kerkhove.Das spanische Gesundheitsministerium erklärte jedoch, es sei noch keine Entscheidung über eine Aufnahme des Schiffes getroffen worden. Dies hänge von den epidemiologischen Daten ab, die während der Durchfahrt durch Kap Verde gesammelt würden. Ziel sei es, den Vorfall zu untersuchen, das Schiff gründlich zu desinfizieren und das Risiko für die verbleibenden Passagiere zu bewerten.
UN: Risiko für Allgemeinheit gering
Die UN-Gesundheitsorganisation bekräftigte ihre Einschätzung, dass das Risiko für die Allgemeinheit gering sei. Das Hantavirus wird durch Nagetiere übertragen, etwa wenn Kot und Urin von Mäusen aufgewirbelt und eingeatmet werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist der WHO zufolge selten.Die "MV Hondius" hatte ihre als Naturexpedition in die Antarktis beworbene Reise im März in Ushuaia in Südargentinien begonnen. Das Schiff hatte auf seiner Fahrt einige der am meisten entlegenen Orte der Welt besucht, darunter die Insel Tristan da Cunha im Südatlantik.
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