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35. Meistertitel - FC Bayern macht ersten Schritt Richtung Triple

35. Meistertitel - FC Bayern macht ersten Schritt Richtung Triple
Nach einem deutlichen 4:2 (3:1)-Sieg gegen den VfB Stuttgart ist der FC Bayern München schon nach dem 30. Spieltag zum 35. Mal deutscher Meister in der Fußball-Bundesliga. Dieser Triumph soll aber erst der Anfang sein, die ganz großen Aufgaben stehen in den nächsten Tagen und Wochen im DFB-Pokal sowie in der Champions League an. 

"Ich bin stolz, dass wir das so in der Art und Weise geschafft haben. Auf der anderen Seite haben wir aber auch im Kopf, dass wir noch etwas vorhaben. Jetzt können wir es kurz genießen, aber ausgelassen gefeiert wird erst nach der Saison", sagte Joshua Kimmich im Sportschau-Interview. "Ob es für drei Titel reichen wird, wissen wir noch nicht, aber die Saison fühlt sich aufgrunddessen, wie wir die Spiele bestreiten, jetzt schon besonders an. Wir haben noch viele harte Aufgaben vor uns, aber sind bereit." 

Blitz-Dreischlag der Bayern nach Startproblemen

Die TSG Hoffenheim hatte den Bayern den Gefallen getan und mit ihrem Sieg gegen Borussia Dortmund (2:1) möglich gemacht, dass die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany vier Tage nach dem emotionalen Triumph im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid (4:3) die Meisterschaft im eigenen Stadion unter Dach und Fach bringen konnte. Das erledigte eine B-Elf nach ganz kurzen Zweifeln auf eine der Saison entsprechend spektakuläre Weise.


Von der Madrid-Startelf waren nur noch Joshua Kimmich, Luis Diaz und Josip Stanisic übrig, der Rest durfte sich auf der Bank ansehen, wie die Kollegen den letzten Schritt zum 35. Bundesliga-Titel gingen. Stuttgart machte den zunächst ein bisschen länger, weil Chris Führich nach einem Traumpass von Bilal El Khannouss zur VfB-Führung traf (21. Minute) - doch dann machten die Bayern kurzen Prozess.
In der 32. Minute leitete Jamal Musiala mit einem tollen Solo den Ausgleich ein, als Raphael Guerreiro nur noch aus drei Metern ins leere Tor einschieben musste. Wenige Sekunden danach eroberte der Portugiese den Ball, leitete auf Diaz weiter, der im perfekten Zeitpunkt Nicolas Jackson den Führungstreffer mit einem Querpass vorlegte (33.). Kurz darauf wurde Diaz nach einer chaotischen Situation im gegnerischen Strafraum wieder zum Vorbereiter, diesmal für Alphonso Davies (37.).

Kane kommt und trifft wieder als Joker gegen Stuttgart

München vergab jede Menge weiterer Gelegenheiten, um das Ergebnis schon vor der Pause noch deutlicher zu gestalten, doch innerlich konnte der Rekordmeister die Feierlichkeiten für den nächsten Triumph schon starten. Zu dominant war der Auftritt nach dem Rückstand. Wobei: Schon vor der Partie war klar, dass die Party nur mit Handbremse steigen dann, denn bereits am Mittwoch geht es für die Bayern im Halbfinale des DFB-Pokals bei Bayer Leverkusen (20.45 Uhr) weiter.

Kompany verteilte weiter die Spielzeit, zur zweiten Halbzeit gönnte er Diaz und Musiala eine Pause und die Rolle des Zuschauers, Michael Olise und Harry Kane kamen rein. Und bis der Engländer traf, dauerte es gerade mal etwas mehr als sechs Minuten. Nachdem Alexander Nübel noch gegen Leon Goretzka pariert hatte, schob Kane zum 4:1 ein (52.). Schon im Hinspiel hatte der Torjäger beim 5:0-Sieg als Joker getroffen, da allerdings dreimal.

Foul an Münchens Guerreiro ist der letzte Aufreger

Etwas verwunderlich, dass Kane wenig später nicht eine weitere Gelegenheit zum Torerfolg erhielt. Nach einem Foulspiel an Guerreiro von Ramon Henriks gab es keinen Strafstoß und auch keinen Hinweis an Schiedsrichter Sören Storks, dass er sich die Szene noch mal ansehen solle - dort hätte er gesehen, dass Guerreiro elfmeterwürdig umgecheckt wurde (57.).
Der fünfte Münchner Treffer schien trotzdem nur eine Frage der Zeit zu sein, der Druck auf die Stuttgarter Defensive ließ nicht nach und es gab jede Menge Chancen darauf, den Vorsprung noch weiter zu erhöhen. Das geschah aber tatsächlich bis zum Abpfiff nicht mehr. In der Schlussphase traten die Bayern-Profis auch sichtlich auf die Bremse und schienen dem Ende der Partie entgegenzusehen. Und dem Moment, an dem sie die erste Trophäe der Saison gesichert haben würden - vorher sorgte ein Traumtor von Chema Andrés für den Schlusspunkt (88.).

Über Leverkusen und Paris zum Triple?

Zum Selbstverständnis des FC Bayern gehört aber auch, dass der Meistertitel erst der Anfang gewesen sein soll. In Leverkusen will sich der Rekordmeister die Chance aufrechterhalten, zum ersten Mal seit 2020 Pokalsieger zu werden. Sechs Tage nach dem Halbfinale auf nationaler Ebene steht der für den Verein wichtigste Wettbewerb auf dem Plan - in der Champions League kommt es am 28. April zum Hinspiel bei Paris St. Germain, acht Tage später steht das Rückspiel in München an.
Meister gegen Stuttgart - und nun soll es über Leverkusen und Paris zum dritten Triple der Klub-Geschichte gehen. 2013 hatte Jupp Heynckes den FC Bayern zur perfekten Saison geführt, sieben Jahre später gelang Hansi Flick dieses Kunststück. Kompany hat die Chance, sich in diese kleine Liste einzufügen. Zwischen den Partien in Leverkusen und Paris wird er in der Bundesliga bei Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) die nächste Gelegenheit nutzen, um zu rotieren.

Stuttgart dagegen musste gegen den Meister einen Rückschlag im Kampf um die Champions League hinnehmen, ist nun Vierter mit lediglich zwei Punkten Vorsprung auf die TSG Hoffenheim. Am kommenden Sonntag muss der VfB also gegen Werder Bremen (15.30 Uhr) zurück in die Erfolgsspur.

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