< Dritter Sieg im dritten Spiel - DFB-Frauen besiegen Österreich klar » Informationsagentur. "HAMSINF"

Dritter Sieg im dritten Spiel - DFB-Frauen besiegen Österreich klar

Dritter Sieg im dritten Spiel - DFB-Frauen besiegen Österreich klar
Die deutschen Fußballerinnen haben auch ihr drittes Spiel in der Qualifikation zur WM in Brasilien gewonnen. In Nürnberg setzte sich die Mannschaft von Christian Wück mit 5:1 (1:0) gegen Österreich durch.

von Florian Neuhauss
Es war lange kein Gala-Auftritt wie gegen Slowenien (5:0) oder in Norwegen (4:0), den Deutschland vor 24.237 Fans im Max-Morlock-Stadion von Nürnberg am Dienstagabend hinlegte. Doch die DFB-Frauen zeigten gegen den Letzten der Qualigruppe 4 Geduld.
Nach dem 1:0 von Nicole Anyomi (17.) in der ersten Hälfte legten nach der Pause Vivien Endemann (52.), ein Eigentor von Sarah Puntigam (68.), Jule Brand (76.) und Lea Schüller (83.) nach. Das Tor von Chiara D’Angelo (77.) zum zwischenzeitlichen 1:4 war am Ende nur eine Randnotiz.

Sorgen um Kapitänin Gwinn

Der Wermutstropfen war eine Verletzung von Giulia Gwinn. Die Kapitänin musste nach einem harten Sturz nach einem Foul der Österreicherin Melanie Brunnthaler an der Schulter behandelt werden. Gwinn spielte zwar noch kurz weiter, wurde dann jedoch von Wück ausgewechselt (33.). Genaue Untersuchungen sollen Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben.
Weiter geht es für Gwinn und Co. am kommenden Sonnabend (18 Uhr/live bei sportschau.de) im Rückspiel in Ried. Im zweiten Spiel der Gruppe siegte Norwegen gegen Slowenien mit 5:0. Nur der Erste qualifiziert sich direkt für die WM.

Neuendorf und Künzer verabschieden Däbritz

Bereits vor dem Anpfiff war Sara Däbritz verabschiedet worden. Nach der EM in der Schweiz hatte die 31-Jährige nach insgesamt 111 Einsätzen und 18 Toren das Ende ihrer Karriere im DFB-Dress bekannt gegeben.
DFB-Sportdirektorin Nia Künzer (l.) und Präsident Bernd Neuendorf verabschieden Sara DäbritzVon Verbandspräsident Bernd Neuendorf und Sportdirektorin Nia Künzer gab es jetzt Blumen und eine Collage mit Erinnerungsfotos. Vom Publikum im Stadion, nur rund 60 Kilometer von ihrem Geburtsort entfernt, warmen Applaus.

Anyomi bezwingt Torhüterin El Sherif

Die DFB-Frauen hatten das Spiel vom Anpfiff weg bestimmt. Durch Anyomi (9.) und Sjoeke Nüsken (11.) gab es erste Annäherungen. Insgesamt tat sich das Team um Spielmacherin Linda Dallmann allerdings schwer gegen sehr tiefstehende Österreicherinnen.
Nicole Anyomi trifft gegen ÖsterreichEs brauchte eine Ecke, um das Abwehrbollwerk zu brechen. Rebecca Knaak kam relativ unbehellig zum Kopfball. Torhüterin Mariella El Sherif ließ nach vorne abprallen, parierte noch den Nachschuss von Janina Minge, doch Anyomi stocherte den Ball schließlich zum 1:0 über die Linie (17.).

Brand lässt Chance liegen und bereit 2:0 vor

Den Österreicherinnen fehlten schlicht die Mittel, um das Tor von Ann-Katrin Berger ernsthaft in Gefahr zu bringen. Und als es kurz vor der Pause die erste Ecke für die Gäste gab, wäre fast das 2:0 gefallen. Anyomi setzte zu einem robusten Solo über den ganzen Platz an und legte vor dem Strafraum quer. Brand scheiterte aber an El Sherif.

Das hätte sich um ein Harr kurz nach Wiederbeginn gerächt. Nach einem langen Ball standen die Österreicherinnen auf einmal drei gegen zwei vor Bergers Tor. Beim Schuss von Sarah Gutmann brachte Franziska Kett aber noch den Fuß dazwischen, sodass der Ball vorbeitrudelte (51.).
Fast im Gegenzug fiel dann aber doch das 2:0. Eine Flanke von Brand landete am langen Pfosten bei Endemann, die per Volley-Abnahme erhöhte (52.).

Deutschland nur einmal unkonzentriert

Jetzt lief es bei den DFB-Frauen. Das 3:0 fiel nach einer weiteren Brand-Ecke. Nüsken kam am kurzen Pfosten mit dem Kopf an den Ball, der aber noch von Puntigam abgefälscht wurde (68.). Beim 4:0 hatte Brand, an diesem Abend sicher die beste Deutsche, das Glück der Tüchtigen: Ihr abgefälschter Schuss landete hinter El Sherif im Netz (76.).
Dass die Deutschen im Überschwang der Offensivfreude nur 90 Sekunden später das Gegentor kassierten, dürfte ihnen Kritik ihres Trainers einbringen. Das letzte Wort hatte aber die DFB-Auswahl: Die kurz zuvor eingewechselte Schüller traf zum Endstand (83.).

Комментарии (0)

Оставить комментарий