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Stuttgarts Nationalspieler glänzen gegen den HSV

Stuttgarts Nationalspieler glänzen gegen den HSV
Mit viel Spielfreude hat der VfB Stuttgart den Hamburger SV in der Fußball-Bundesliga deklassiert. Einziger Makel: Der Sieg hätte noch höher ausfallen müssen. 

Der VfB Stuttgart hat mit einem souveränen 4:0 (2:0)-Sieg gegen den Hamburger SV wichtige Punkte im Rennen um die Champions-League-Plätze gesammelt. Angelo Stiller (22.), Chris Führich (31.), Maximilian Mittelstädt (56.) und Bilal El Khannouss (86.) besorgten die Tore, Deniz Undav verschoss zudem einen Foulelfmeter (82.). Durch den Sieg verdrängte Stuttgart RB Leipzig von Platz drei der Fußball-Bundesliga.

VfB-Trainer Sebastian Hoeneß verwies im Sportschau-Interview auf das 0:2 gegen Dortmund in der Vorwoche. "Da haben wir uns schwer getan, klare Chancen herauszuspielen - trotz klarer Dominanz. Heute ist es uns gelungen und ich glaube, es war eine sehr gute Reaktion." Hoeneß darf sich darin bestätigt sehen, eine offensivere Startformation gewählt zu haben. Jamie Leweling und Ermedin Demirovic begannen für Finn Jeltsch und Nikolas Nartey.

Der Hamburger SV ging mit großen Personalproblemen in die Partie, drei wichtige Stammkräfte fehlten: Luka Vuskovic (Knieprellung), Albert Lokonga (Oberschenkelprobleme) und Miro Muheim (Rotsperre).

Suttgarts Stiller schließt tolle Kombination ab

Trotzdem gehörte die erste gefährliche Szene der Partie den Gästen: Kapitän Nicolai Remberg fing in der eigenen Hälfte einen Ball ab und setzte zum Konter an. Sein Pass auf Fabio Baldé war aber etwas übereilt. Baldés Schuss ging auch noch Richtung Eckfahne, da war wohl ein Platzfehler im Spiel.
"Wenn du gegen den VfB eine Chance haben willst, musst du aus diesen Gelegenheiten viel mehr Kapital schlagen", sagte HSV-Trainer Merlin Polzin.


Die Partie war zunächst ausgeglichen, bei den beiden Toren machte sich aber ein Qualitätsunterschied bemerkbar. Stuttgarts Führung war das Resultat einer feinen Kombination: Ramon Hendriks leitete mit einem scharfen Pass ins Zentrum ein, Deniz Undav legte nach außen zu Jamie Leweling, dessen klugen Rückpass verwertete Stiller aus zentraler Position überlegt.

Führich bestraft Hamburger Fehler

Beim zweiten Treffer versuchten die Hamburger, sich spielerisch aus dem hohen Stuttgarter Pressing zu befreien. Der Ball ging verloren, Undav leitete per Hacke weiter zu Demirovic, der für den Torschützen Führich auflegte.


Anschließend hatte der VfB die Partie im Griff und erspielte sich noch mehrere gute Gelegenheiten, die 2:0-Pausenführung war deshalb hochverdient.

Stuttgarts Mittelstädt überzeugt

Auch nach Wiederanpfiff drückte der VfB: Undav und Führich vergaben dicke Chancen, HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes hatte alle Hände voll zu tun. Beim dritten Treffer war dann Glück im Spiel: HSV-Abwehrspieler Jordan Torunarigha fälschte einen Distanzschuss von Mittelstädt unhaltbar ab.
Es war bereits das fünfte Saisontor des Außenverteidigers, der zuletzt seinen Platz in der Nationalmannschaft verloren hatte. Kurz darauf hätte Mittelstädt fast nachgelegt, seinen scharf geschossenen Freistoß lenkte Heuer Fernandes mit den Fingerspitzen an die Latte. Auch sonst überzeugte der 29-Jährige und empfahl sich für einen Platz bei der WM.


Demirovic-Tor für den VfB aberkannt

Torjäger Undav glich seine verbesserungswürdigen Abschlüsse mit Spielwitz aus, er glänzte mehrfach als Vorbereiter, so auch in der 66. Minute. Er lupfte den Ball quer auf Demirovic, der zum vermeintlichen 4:0 einnetzte. Der VAR erkannte aber eine Abseitsstellung. Der Treffer zählte also nicht.
Wild wurde es rund um die 80. Minute: Erst scheiterte Undav an Heuer Fernandes, dann El Khanouss am Pfosten, dann grätschte Nicolas Capaldo Undav um. Der VfB-Angreifer revanchierte sich mit einem Schubser, anschließend packten sich die beiden gegenseitig am Kragen und ließen sich lange nicht mehr los. Beide sahen die Gelbe Karte, für Undav war es die fünfte in dieser Saison.

Undav schießt Elfmeter über HSV-Tor

Als sich die Gemüter gerade etwas beruhigten, griff plötzlich der VAR ein. Noch vor den gerade beschriebenen Szenen hatte Warmed Omari den eingewechselten Tiago Tomas im eigenen Strafraum am Fuß getroffen, es gab deshalb nachträglich Elfmeter. Undav übernahm, wollte es aber zu genau machen: Er schoss rechts über das Tor.
El Khannouss traf dann noch mit einem abgefälschten Schuss zum 4:0 - es war ein auch in dieser Höhe verdienter Sieg.

Stuttgart bei den Bayern, HSV gegen Bremen

Mit Blick auf das Restprogramm waren die drei Punkte aus Stuttgarter Sicht sehr wertvoll. Am Sonntagabend ist der VfB bei Bayern München zu Gast (17.30 Uhr), danach folgen Duelle mit Bremen, Hoffenheim, Leverkusen und Frankfurt.
Die vier letztgenannten Teams stehen auch für den HSV noch auf dem Programm, dazu ein Heimspiel gegen Freiburg. Besonders brisant ist das anstehende Nordderby am Samstagnachmittag: In Bremen (15.30 Uhr) könnten die Hamburger einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt machen. Bei einer Niederlage könnte es dagegen noch einmal eng werden.

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