< Pokalfinale! VfL Wolfsburg siegt in Jena im Elfmeterschießen » Informationsagentur. "HAMSINF"

Pokalfinale! VfL Wolfsburg siegt in Jena im Elfmeterschießen

Pokalfinale! VfL Wolfsburg siegt in Jena im Elfmeterschießen
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg stehen nach einem Jahr Abstinenz wieder im Finale um den DFB-Pokal. Das Ticket lösten die Niedersächsinnen am Ostersonntag mit dem 5:4 (0:0, 0:0, 0:0) gegen Bundesliga-Schlusslicht Carl Zeiss Jena im Elfmeterschießen.

Zur Matchwinnerin wurde dabei Torhüterin Stina Johannes. Jenas Felicia Sträßer hätte nach vier verwandelten Elfmetern ihrer Teamkolleginnen und einem Fehlschuss von Wolfsburgs Lineth Beerensteyn bereits den Deckel draufmachen können. Aber Johannes machte ihr einen Strich durch die Rechnung - und parierte auch danach gegen Fiona Gaißer. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte dann die Wolfsburgerin Smilla Vallotta und ließ ihr Team jubeln.
"Ich habe sehr gelitten. Jetzt bin ich einfach nur glücklich, dass wir uns durchgesetzt haben", sagte VfL-Trainer Stephan Lerch der Sportschau und fügte mit Blick auf Beerensteyns Fehlschuss noch hinzu: "Es ist nicht selbstverständlich, das so im Elfmeterschießen zu drehen."



Kommt es zum "Traum-Finale" gegen die Bayern?

Damit verabschiedete sich die Mannschaft mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause. Nach dem bitteren Aus in der Champions League vor drei Tagen in Lyon in der Verlängerung waren dem Rekord-Pokalsieger die kräftezehrenden Wochen deutlich anzumerken. Nach den Siegen in der Bundesliga - zu Hause 3:1 und in Jena mit 2:0 - war es diesmal ein richtig hartes Stück Arbeit.
"Für uns war wichtig, dass wir diesen letzten Schritt gehen. So ein Finale ist immer etwas Besonderes. Aber nach acht Spielen in vier Wochen müssen wir jetzt erst mal durchatmen."VfL-Trainer Stephan Lerch
Das Finale in Köln findet am 14. Mai statt. Der Gegner wird am Ostermontag (15.30 Uhr) im Duell zwischen Bayern München und der SGS Essen ermittelt. Die Münchnerinnen haben im Vorjahr den Pokal gewonnen. Für Wolfsburg war bereits im Viertelfinale Endstation gewesen; damit war die triumphale Serie des VfL von zehn Pokalsiegen in Folge (insgesamt elf) zu Ende gegangen.

Jena überrascht mit offensivem Start

Die Jenaerinnen hatten ihr Heil von Beginn an in der Offensive gesucht. Und tatsächlich gelang es dem Underdog so, das Spiel zu bestimmen. Die Wolfsburgerinnen wirkten überrascht und konnten sich nicht wirklich befreien. Unverhofft kam der VfL so zu einigen Konterchancen, wusste aber auch damit nichts anzufangen.

Abseits! Wolfsburgs Tor zählt nicht

Wie aus dem Nichts jubelten die "Wölfinnen" - und das auch nur kurz. Janina Minge stand bei ihrem vermeintlichen 1:0 per Kopf nsach einem Freistoß im Abseits (24.).



Die Aktion wirkte allerdings wie ein Weckruf für die Gäste. Kurz darauf kam dann auch Beerensteyn zur ersten Chance aus dem Spiel heraus, Jasmin Janning parierte den Kopfball aber im kurzen Eck (28.). Die Torhüterin war weitere vier Minuten später auch gegen Vivien Endemann zur Stelle. Insgesamt kam allerdings zu wenig von Lerchs Schützlingen. Das Remis zur Pause hatte sich Jena redlich verdient.


Zweite Hälfte und Verlängerung bleiben torlos

Das Spiel blieb nach dem Seitenwechsel zäh. Die Gastgeberinnen kämpften für ihren Traum vom Pokal-Finale. Die Partie war nun sehr rar an echten Chancen. Doch plötzlich tauchte Beerensteyn frei vor Jenas Tor auf. Nach einer Flanke an den langen Pfosten schien die Niederländerin aber total überrascht, dass der Ball wirklich bei ihr ankam. Ihre Beine bekam sie so nicht mehr koordiniert und setzte den Ball am Tor vorbei (72.).
"Wir sind weiter, das ist alles, was zählt."VfL-Angreiferin Svenja Huth
Ansonsten war es ein 0:0 der schlechteren Sorte. Um ein Haar wäre trotzdem noch der Lucky Punch gelungen. Aber Jokerin Guro Bergsvand scheiterte mit ihrem Kopfball aus drei Metern an Janning (90.+6).
Die Wolfsburgerinnen mussten so schon wieder in die Verlängerung. Trotzdem wirkten sie in der Extra-Zeit frischer als Jena. Das Team von CZ-Coach Florian Kästner beschränkte sich nur noch auf das Verteidigen. Ella Peddemors prüfte noch einmal Janning, doch auch sie scheiterte an der starken Torhüterin (111.). Und auch wenn Janning ihrem Team sogar im Elfmeterschießen zunächst den Vorteil verschaffte, jubelte Wolfsburg am Ende doch noch.



Комментарии (0)

Оставить комментарий