In der Ukraine sind erneut mehrere Menschen durch russische Raketen oder Drohnen getötet worden. Fast in der gesamten Ukraine war Luftalarm ausgelöst worden. Getroffen wurden viele zivile Ziele, wie Züge oder Wohnhäuser.
Bei nächtlichen russischen Luftangriffen in der Ukraine sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens fünf Menschen in verschiedenen Landesteilen getötet worden. Es gebe Dutzende Verletzte, darunter auch Kinder, teilte Selenskyj in mit. "Insgesamt waren es mehr als 390 Angriffsdrohnen und 34 Raketen verschiedener Typen - ballistische und Marschflugkörper - und Gleitbomben", so Selenskyj. Es seien Schäden in elf Gebieten und zahlreiche Verletzte gemeldet worden. Fast in der gesamten Ukraine war in der Nacht Luftalarm ausgelöst worden.
Tote in mehrere Teilen des Landes
In Saporischschja, Poltawa und Dnipro wurden laut Behörden Wohngebäude, Geschäfte, ein Hotel und weitere Gebäude beschädigt. An mehreren Orten kam es demnach zu Bränden. Dabei kamen in der ostukrainischen Region Poltawa zwei Menschen ums Leben, in Saporischschja im Süden des Landes und in Cherson wurde jeweils ein Mensch getötet. Im Gebiet Charkiw im Osten des Landes starb ein 61 Jahre alter Passagier in einem Zug, der von einer Drohne getroffen wurde. In Dnipro wurden in einem 14-stöckigen Hochhaus nach einem russischen Angriff mindestens zwölf Menschen verletzt. In anderen Teilen des Landes meldeten Behörden ebenfalls mehrere Verletzte.
Neue Angriffswelle am Tag
Tagsüber gingen die Attacken weiter. Seit dem Morgen "haben sie bereits über 400 Drohnen abgefeuert", sagte der ukrainische Luftwaffen-Sprecher Jurij Ignat der Nachrichtenagentur AFP. "Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals Tagesangriffe in einem solchen Ausmaß gegeben hat." Bei Angriffen auf die westukrainische Stadt Lwiw ist ukrainischen Angaben zufolge die zum Unesco-Welterbe gehörende St.-Andreas-Kirche aus dem 17. Jahrhundert getroffen worden.
Die St.-Andreas-Kirche in Lwiw ist bei einem Angriff beschädigt worden. Russland greife am helllichten Tag ein belebtes Stadtzentrum an, erklärt Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf der Kurznachrichtenplattform X. Bei der Attacke sind nach Angaben örtlicher Behörden zwei Menschen verletzt worden. In der westukrainischen Stadt Iwano-Frankiwsk sind bei einem russischen Angriffen zwei Menschen getötet und vier verletzt worden, wie der regionale Gouverneur angab.
Selenskyj fordert mehr Schutz vor Angriffen
Angesichts der hohen Zahlen an Drohnen- und Raketenschlägen betonte Selenskyj, "dass mehr Schutz vor russischen Angriffen erforderlich" sei. Die Ukraine wehrt sich inzwischen seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Der Präsident mahnt immer wieder, auch angesichts der internationalen Aufmerksamkeit für den Iran-Krieg, nicht nachzulassen bei der Unterstützung für die Ukraine und alle Vereinbarungen zur Luftverteidigung umzusetzen. Dazu sei es wichtig, dass Europa die erforderliche Anzahl an Raketen für die Flugabwehr produzieren könne.
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