Der Sohn des letzten Schahs, Reza Pahlavi, fordert, der US-Präsident solle seine Drohung bezüglich der Straße von Hormus überdenken und zivile Infrastruktur in Iran verschonen. In der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde der Flughafen beschossen. Der Liveblog vom Sonntag zum Nachlesen.
Israelische Siedler haben erneut Angriffe auf Palästinenser im besetzten Westjordanland verübt. Palästinensische Dorfbewohner sagten am Sonntag, die Angreifer hätten in der Nacht Gebäude und Fahrzeuge in mehreren Dörfern in Brand gesetzt. Wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten, brannten im Dorf Fandakumija südwestlich von Dschenin ein Haus und mehrere Fahrzeuge ab. Im Dorf Dschalud wurde ein Gesundheitszentrum in Brand gesteckt und die Moschee mit hebräischen Graffiti beschmiert. Der Palästinenser Hassan al-Subi, dessen Haus in Fandakumija zerstört wurde, sagte AFP, die etwa 200 Angreifer seien aus der nahegelegenen israelischen Siedlung Homesch gekommen. "Sie haben das Haus direkt vor unseren Augen in Brand gesetzt, indem sie Molotowcocktails durch die Fenster warfen", berichtete er. Nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa wurden mehrere Palästinenser bei den Angriffen verletzt. Der Rettungsdienst Roter Halbmond erklärte, bei einem weiteren Siedlerangriff im Dorf Deir al-Hatab in der Nähe von Nablus seien zehn Menschen verletzt worden. Ein Mensch sei durch einen Schuss verletzt worden und sechs weitere durch körperliche Gewalt. 22.03.2026 • 23:41 Uhr
Der britische Premierminister Keir Starmer wird Montag ein Krisentreffen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Iran leiten. An der Sitzung werden Regierungsangaben zufolge unter anderem Finanzministerin Rachel Reeves und der Chef der Bank of England, Andrew Bailey, teilnehmen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Energiesicherheit, die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten sowie die Folgen der Krise für Familien und Unternehmen. Großbritannien ist von Erdgasimporten abhängig. 22.03.2026 • 21:53 Uhr
Reza Pahlavi hat angesichts des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an Iran ein Umdenken gefordert. Trump solle sein Ultimatum im Konflikt um die Straße von Hormus überdenken und die zivile Infrastruktur bei Angriffen auf die islamische Führung im Iran verschonen, forderte Pahlavi auf der Plattform X. "Das Regime muss demontiert werden, der Iran selbst aber geschützt bleiben", erklärte Pahlavi, den monarchistische Gruppen als politischen Anführer der Opposition betrachten. Pahlavi appellierte an Trump, zwar weiterhin gezielt die Strukturen der islamischen Herrschaft anzugreifen - nicht aber jene zivile Infrastruktur, die dem iranischen Volk gehöre und für den Wiederaufbau eines freien Irans unverzichtbar sei. Sowohl Pahlavi als auch die monarchistische Opposition im Exil standen bislang weitgehend auf einer Linie mit Trump und Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Trump drohte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. 22.03.2026 • 21:30 Uhr
Der Flughafen in Bagdad wurde erneut angegriffen. Die Angriffe richteten sich nach Angaben eines irakischen Sicherheitsvertreters wie schon in der vergangenen Nacht gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am internationalen Flughafen der irakischen Hauptstadt. Es seien vier Explosionen zu hören gewesen. In der Nacht waren demnach mehrere Raketen in der Nähe der US-Einrichtungen eingeschlagen. 22.03.2026 • 21:01 Uhr
Bei einem Vorfall im Norden Israels ist am Sonntag mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei Fahrzeuge waren an Israels Grenze zum Libanon ausgebrannt. Der libanesische TV-Sender Al-Manar berichtete, eine Raketensalve sei vom Libanon aus abgefeuert worden. Der Sender steht der proiranischen Hisbollah-Miliz nahe. Ein israelischer Militärsprecher sagte jedoch am Abend, die Armee prüfe auch die Möglichkeit, dass der Mann durch versehentlichen Eigenbeschuss einer israelischen Artillerieeinheit getötet worden sei.
Wie es zu dem tödlichen Vorfall im Norden Israels gekommen ist, wird noch geprüft. 22.03.2026 • 19:54 Uhr
Israels Armee hat eine Ausweitung ihrer Bodeneinsätze gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. "Der Einsatz gegen die Terrororganisation Hisbollah hat gerade erst begonnen", erklärte Generalstabschef Ejal Zamir. Es handele sich um einen "langwierigen Einsatz". Die Armee bereite sich nun darauf vor, "die gezielten Bodeneinsätze und Angriffe entsprechend einem organisierten Plan voranzutreiben". Zamir erklärte, Israel habe in den vergangenen Wochen bereits "bedeutende Erfolge erzielt". "Wir haben mehr als 2.000 Ziele angegriffen, dutzende Waffenlager zerstört und hunderte Terroristen getötet", erklärt Zamir. "Wir werden nicht aufhören, bis die Bedrohung von der Grenze verdrängt ist und langfristige Sicherheit für die Bewohner Nordisraels gewährleistet ist."
Laut dem israelischen Generalstabschef Ejal Zamir sollen die Bodeneinsätze im Libanon ausgeweitet werden. (Archivbild) 22.03.2026 • 19:20 Uhr
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat zum "Erhalt aller Energieanlagen des Nahen Ostens" aufgerufen. Er verweist weder auf Iran noch auf die USA, nachdem US-Präsident Donald Trump damit gedroht hat, Kraftwerke im Iran zu zerstören, sollte das Land die Straße von Hormus nicht wieder öffnen. "Wir befinden uns an einem globalen Wendepunkt", schreibt Sánchez auf der Plattform X. "Eine weitere Eskalation könnte eine langfristige Energiekrise für die gesamte Menschheit auslösen. Die Welt sollte nicht für die Konsequenzen dieses Kriegs bezahlen." 22.03.2026 • 18:39 Uhr
Israels Verteidigungsminister Katz zieht beim Einsatz im Libanon Parallelen zum Krieg in Gaza. Laut ARD-Korrespondent Björn Dake stellt sich die israelische Armee offenbar auf einen längeren Einsatz in dem Nachbarland ein. "Die Regierung sieht jetzt die Chance, im Zuge des Krieges gegen den Iran auch die verbündete Hisbollah entscheidend weiter zu schwächen."
Player: videoBjörn Dake, ARD Tel Aviv, zur Lage in Israel nach Angriffen der Hisbollah im Libanon
Nach dem iranischen Raketenangriff auf den US-britischen Stützpunkt Diego Garcia wird über die militärischen Fähigkeiten des Regimes spekuliert. Der Stützpunkt liegt nämlich rund 4.000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste - und damit etwa doppelt so weit entfernt, wie die bislang offiziell bestätigte Reichweite des iranischen Raketenarsenals. Auf die Frage, ob die NATO die israelische Einschätzung teile, dass es sich um Raketen mit einer Reichweite gehandelt habe, die auch Berlin, Rom und Paris treffen könnten, sagte Generalsekretär Mark Rutte, dass man dies im Moment nicht bestätigen könne. "Wir prüfen das aber noch", sagte er im US-Fernsehen CBS. "Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass sie kurz davor stehen, diese Fähigkeit zu erlangen." Der britische Minister für Kommunalverwaltung, Steve Reed, sagte der BBC, es gebe "keine konkreten Erkenntnisse, dass die Iraner Großbritannien ins Visier nehmen - oder es überhaupt könnten, selbst wenn sie es wollen". Dazu, ob der Iran über Raketen verfüge, die London erreichen könnten, gebe es "keine Einschätzung", die diese Behauptung untermauern könne. 22.03.2026 • 17:57 Uhr
Iran hat mit neuen Drohungen auf das Ultimatum von US-Präsident Trump reagiert - so fasst ARD-Korrespondentin Gabriele Dunkel die neusten Äußerungen aus Teheran zusammen.
Player: videoGabriele Dunkel, ARD Istanbul, zur Reaktion Irans auf Trumps Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus
Bei einem israelischen Luftangriff auf ein Polizeifahrzeug im Gazastreifen sind drei Menschen getötet worden, wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf Gesundheitsbeamte mitteilt. Dabei soll es sich um Mitglieder der von der Hamas geführten Polizei handeln. Zehn weitere Menschen seien laut Sanitätern bei dem Angriff im Lager Nuseirat verletzt worden. Bilder der Arab States Broadcasting Union sollen den Ort nach dem Angriff zeigen:
tagesschauAm Vormittag war bei einem Angriff im nördlichen Gazastreifen bereits ein Mensch ums Leben gekommen - laut Reuters mutmaßlich der Anführer einer bewaffneten Gruppe. 22.03.2026 • 17:31 Uhr
Der libanesische Präsident Joseph Aoun warnt vor einer israelischen Bodenoffensive im Süden des Landes. Die gezielten Attacken auf Brücken seien eine "gefährliche Eskalation" und "Vorbote einer Bodeninvasion", erklärte Aoun. Er verurteilte die "Zerstörung von Infrastruktur und lebenswichtigen Einrichtungen im Südlibanon". Die israelischen Angriffe stellten eine "eklatante Verletzung der Souveränität des Libanon" dar. 22.03.2026 • 17:19 Uhr
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen hat iranische Kraftwerke zu legitimen Zielen für militärische Angriffe erklärt. Die iranische Revolutionsgarde kontrolliere einen Großteil der iranischen Infrastruktur und benutze diese für Kriegshandlungen, sagte Mike Waltz im Sender Fox News. Er verteidigte die Drohung von US-Präsident Trump, Kraftwerke im Iran anzugreifen, sollte Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffnen. Waltz sagte, Trump würde zunächst "eines der größten Kraftwerke des Irans" zerstören. Welches er meinte, sagte Waltz nicht.
Mike Waltz hat iranische Kraftwerke zu legitimen Zielen für militärische Angriffe erklärt. (Archivbild) 22.03.2026 • 17:05 Uhr
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat sich nach Angriffen auf die iranische Atomanlage Natans und die israelische Stadt Dimona in der Nähe eines Atomforschungszentrums besorgt geäußert. Der Krieg im Nahen Osten habe ein "gefährliches Stadium" erreicht, teilte Tedros mit. "Angriffe auf Atomeinrichtungen schaffen eine zunehmende Gefahr für die öffentliche Gesundheit und die Umweltsicherheit", sagte er. Zudem rief der Chef der Weltgesundheitsorganisation die Kriegsparteien zu "maximaler militärischer Zurückhaltung" auf und forderte, "alle Maßnahmen zu vermeiden, die nukleare Vorfälle auslösen könnten".
WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus warnt vor den Gefahren durch Angriffe auf Atomeinrichtungen. (Archivbild) 22.03.2026 • 16:55 Uhr
NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat die Kritik von US-Präsident Donald Trump an dem Militärbündnis heruntergespielt. Zwar räumte Rutte in einem Interview des Senders Fox News ein, dass Trump im Versuch, Verbündete zur Unterstützung bei einer Wiederöffnung der Straße von Hormus zu drängen, frustriert mit einigen Ländern gewesen sei. Doch betonte er mit Blick auf Trump, dass inzwischen mehr als 20 Länder zusammen kämen, "um seine Vision umzusetzen", damit die Meeresenge nutzbar sei. Rutte sagte, er habe in den vergangenen Tagen mehrmals mit Trump gesprochen. Es sei wichtig, dass die USA militärisch gegen Iran vorgingen, weil die iranischen Atom- und Raketenprogramme eine existenzielle Bedrohung für die internationale Gemeinschaft seien, sagte Rutte.
NATO-Generalsekretär Rutte hat nach eigenen Angaben mehrfach in den vergangenen Tagen mit US-Präsident Trump telefoniert. (Archivbild) 22.03.2026 • 16:30 Uhr
Sollte die iranische Kraftstoff- und Energieinfrastruktur angegriffen werden, werde das Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitiert die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher. Zudem wird mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus gedroht. Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge werde erst wieder geöffnet, wenn die zerstörten Kraftwerke wieder aufgebaut seien, teilten die Revolutionsgarden über den Staatssender Irib mit. Zuvor hatte US-Präsident Trump ein Ultimatum gestellt: Sofern Iran nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig öffne, würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören.
Die US-Regierung verfügt über "ausreichend Geld" zur Finanzierung des Krieges gegen den Iran, beantragt aber dennoch zusätzliche Mittel beim Kongress, um die zukünftige Versorgung des Militärs sicherzustellen, erklärte US-Finanzminister Scott Bessent im Fernsehsender NBC. Er schloss zudem Steuererhöhungen zur Finanzierung des Krieges aus. Der Antrag des US-Militärs auf 200 Milliarden US-Dollar zusätzliche Mittel für den Iran-Krieg stößt im Kongress auf heftigen Widerstand. Demokraten und sogar einige Republikaner stellen die Notwendigkeit nach den hohen Verteidigungsausgaben des vergangenen Jahres infrage. 22.03.2026 • 16:01 Uhr
Israelische Siedler haben nach Angaben der Armee wieder Angriffe auf Palästinenser im Westjordanland verübt. In der Nacht zum Sonntag seien Einheiten der israelischen Streitkräfte und der Grenzpolizei in mehrere palästinensische Dörfer entsandt worden, teilte die israelische Armee mit. Grund dafür waren demnach Berichte, wonach "israelische Zivilisten Brandstiftung an Gebäuden und Eigentum begangen sowie Unruhen in der Gegend ausgelöst hatten". Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa wurden mehrere Palästinenser bei den Angriffen verletzt. Die israelische Armee erklärte, die Sicherheitskräfte verurteilten "Gewalt jeglicher Art" und würden "weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit der Bewohner und die öffentliche Ordnung in der Region zu gewährleisten". Zu den Angriffen auf Palästinenser kam es, nachdem die Armee mitgeteilt hatte, dass am Samstag ein israelischer Zivilist getötet worden sei. Nach Angaben der Armee soll bei diesem Vorfall ein palästinensisches Fahrzeug einen israelischen Wagen gerammt haben. Die israelische Polizei untersuchte nach eigenen Angaben, ob der Vorfall "terroristisch motiviert" gewesen sei.
Im Westjordanland kam es zu Angriffen israelischer Siedler auf Palästinenser. 22.03.2026 • 15:33 Uhr
Nach dem direkten Raketeneinschlag in ein Gebäude in der südisraelischen Stadt Dimona laufen die Aufräumarbeiten. Die Luftabwehr hatte in der Nacht mehrere iranische Raketen nicht abfangen können. Drohnenaufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigen die Zerstörung:
Player: videoZerstörung in israelischer Stadt Dimona nach iranischem Raketenangriff
Das ErsteAm Sonntag besucht der israelische Präsident Herzog den Ort. Er sagte: "Wir sind hier, um unsere Solidarität auszudrücken. Wenn Sie sich umschauen, sehen Sie Einrichtungen, die eigentlich dazu gedacht waren, Menschen zu helfen: einen Kindergarten, ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen und natürlich ein wunderschönes Viertel, das letzte Nacht zerstört wurde. Zum Glück hat niemand sein Leben verloren." 22.03.2026 • 15:20 Uhr
Papst Leo XIV. hat erneut den Nahost-Krieg verurteilt. Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz sagte er vor Tausenden Pilgern, die Toten und das vom Krieg verursachte Leid seien "ein Skandal für die gesamte Menschheitsfamilie und ein Schrei im Angesicht Gottes". Zuvor betonte der Papst, er sei "bestürzt über die Entwicklung im Nahen Osten und an anderen Kriegsherden" und fügte hinzu: "Wir dürfen nicht schweigen angesichts des Leidens so vieler wehrloser Opfer dieser Konflikte." Leo XIV. rief die Menschen mit Nachdruck zum Gebet für den Frieden auf. Die Kampfhandlungen müssten aufhören; es müssten Wege zum Frieden gesucht werden. Weiter forderte der Papst einen "ernsthaften Dialog, der auf dem Respekt vor dem Leben jedes einzelnen Menschen" basiere.
Angesichts vieler Todesopfer und einer drohenden Eskalation hat sich der Papst erneut zum Krieg im Nahen Osten geäußert. 22.03.2026 • 15:05 Uhr
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich mit US-Präsident Donald Trump ausgetauscht. "Ich habe heute Nachmittag mit US-Präsident Donald Trump die Situation in Iran, Israel und in der Ukraine besprochen. Wir haben verabredet, weiter in engem Kontakt zu bleiben. Unser Austausch wird bald fortgesetzt", schrieb der Kanzler auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten teilte die Bundesregierung nicht mit. 22.03.2026 • 14:52 Uhr
Nachdem der israelische Verteidigungsminister Israel Katz die Armee angewiesen hat, umgehend alle Brücken über den libanesischen Fluss Litani zu zerstören, wurde nahe der Küstenstadt Tyros die wichtige Qasmiyeh-Brücke angegriffen. Sie verbindet den Südlibanon mit dem restlichen Teil des Landes. Der israelische Militärsprecher Avichay Adraee gab eine Stunde zuvor eine Warnung heraus. Videomaterial der Nachrichtenagentur Reuters zeigt den Moment des Einschlages.
Player: videoAngriff auf Qasmiyeh-Brücke nahe der Küstenstadt Tyros im Südlibanon
Das ErsteIsrael begründet die Zerstörung der Brücken damit, dass die Hisbollah den Fluss Litani nutze, um Kämpfer und Waffen in den Südlibanon zu transportieren. Die Hisbollah-Miliz ist mit dem Regime in Iran verbündet. Nach Beginn des Iran-Kriegs vor mehr als drei Wochen hatte die Miliz ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen, Israel reagierte mii Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. 22.03.2026 • 14:22 Uhr
In der Golfregion gibt es neue iranische Angriffe. "Die Flugabwehrsysteme reagieren derzeit auf eine Bedrohung durch Raketen. Bitte bleiben Sie an einem sicheren Ort und folgen Sie offiziellen Kanälen für Warnungen und neue Informationen", teilte die Katastrophenschutzbehörde in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, mit.
Die Katastrophenschutzbehörde in Abu Dhabi warnt vor neuen Raketen. Saudi-Arabiens Verteidigungsministerium erklärte, im Osten des Landes, wo unter anderem die meisten Ölfelder liegen, seien mehrere Drohnen abgefangen worden. In der Nähe von Riad sei eine Rakete abgefangen worden, zwei weitere seien in offenem Gelände niedergegangen. 22.03.2026 • 13:52 Uhr
Irans Wasser- und Energieinfrastruktur ist nach iranischen Angaben durch die Angriffe der USA und Israels stark beschädigt worden. Die lebenswichtige Wasser- und Strominfrastruktur des Landes habe "durch Terror- und Cyberangriffe" der USA und Israels "schwere Schäden erlitten", erklärte Irans Energieminister Abbas Aliabadi nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Isna. Die Angriffe richteten sich demnach gegen "dutzende von Anlagen zur Wasserversorgung und -aufbereitung", führte Aliabadi aus. Zudem hätten sie "Teile der kritischen Versorgungsnetze" zerstört. Derzeit werde daran gearbeitet, die Schäden zu beheben. 22.03.2026 • 13:48 Uhr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fürchtet um die Konsequenzen des Iran-Kriegs für die Situation seines Landes. "Ich habe ein sehr ungutes Gefühl, was die Auswirkungen dieses Krieges auf die Lage in der Ukraine angeht und was den Fokus der USA betrifft - der liegt leider mehr auf dem Nahen Osten als auf der Ukraine", sagte Selenskyj in einem Interview der britischen BBC. "Unsere diplomatischen Treffen, die trilateralen Treffen werden ständig verschoben. Dafür gibt es einen Grund: den Krieg im Iran." Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin sei ein langer Krieg im Iran "ein Plus". Neben den hohen Energiepreisen bedeute er auch eine Erschöpfung von Ressourcen. "Für Putin ist es von Vorteil, dass die Ressourcen nicht an die Ukraine gehen", sagte Selenskyj laut BBC. "Er muss uns schwächen, und das ist ein langer Prozess. Der Nahe Osten ist einer der Wege, das zu erreichen."
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat weitere Länder dazu gedrängt, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschließen. "Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert", sagte Netanjahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, in der gestern Abend eine iranische Rakete eingeschlagen und schwere Zerstörungen angerichtet hatte. "Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen", sagte Netanjahu. Der Iran habe schon europäische Länder wie Zypern angegriffen. Mit der Blockade der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus versuche Teheran zudem, "die gesamte Welt zu erpressen". Netanjahu fragte weiter: "Welchen weiteren Beweis brauchen Sie noch, dass dieses Regime, das die ganze Welt bedroht, gestoppt werden muss?" Es sei an der Zeit, "dass die Staats- und Regierungschefs der übrigen Länder sich anschließen", sagte Netanjahu, ohne dabei konkrete Staaten zu nennen. Einige bewegten sich bereits in diese Richtung, "aber es ist mehr nötig."
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die israelische Küstenmetropole Tel Aviv sind nach Angaben von Sanitätern 15 Menschen verletzt worden. Ein 53 Jahre alter Mann habe schwere Verletzungen erlitten, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. Nach Polizeiangaben gab es mehrere Einschläge im Bereich des Großraums Tel Aviv. Ein Armeesprecher teilte mit, Iran habe bei dem Angriff erneut Streumunition eingesetzt. Iran bestätigte einen Angriff auf Tel Aviv. Man habe Raketen auf die Küstenmetropole sowie auf weitere Städte in Israel abgefeuert, berichtete die der islamischen Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim.
Ein Gebäude in Tel Aviv ist bei den Angriffen schwer beschädigt worden. 22.03.2026 • 12:24 Uhr
In Katar hat sich die Zahl der Toten nach dem Absturz eines Militärhubschraubers auf sieben erhöht. Dabei verunglückten vier Mitglieder der katarischen Streitkräfte, ein türkischer Soldat und zwei Techniker einer türkischen Sicherheitsfirma, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte. Diese seien in dem katarischen Hubschrauber bei einem gemeinsamen Einsatz beider Militärs über Wasser abgestürzt. Das katarische Verteidigungsministerium sprach von einer "technischen Störung während eines Routine-Einsatzes". Auch die türkische Seite sprach von einem "technischen Versagen". Es gibt keine Hinweise darauf, dass der Hubschrauber möglicherweise bei einem iranischen Angriff abgeschossen wurde. 22.03.2026 • 12:19 Uhr
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi telefoniert, sagt ein EU-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Worüber gesprochen wurde, ist bisher noch nicht bekannt. 22.03.2026 • 12:03 Uhr
Bei den iranischen Raketenangriffen auf Israels Süden ist es nach Militärangaben zu direkten Einschlägen in den Wüstenstädten Arad und Dimona gekommen. Der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani bestätigte dies im Gespräch mit Journalisten. Die Zerstörungen seien "katastrophal" mehr als hundert Menschen seien verletzt worden, davon Dutzende schwer. Der Sprecher betonte, es habe sich aber nicht um neuartige Raketen des Irans gehandelt, sondern um ballistische Raketen, wie sie seit Kriegsbeginn immer wieder eingesetzt worden seien. Andere Raketen dieser Art seien vorher durchaus von der Raketenabwehr abgefangen worden. "Ich habe viele Fragen dazu bekommen, wie die Iraner eine spezielle Rakete abgefeuert haben, die man angeblich nicht stoppen könne oder ähnliches", sagte der Militärsprecher. "Das sind lediglich Versuche des Irans, Angst zu verbreiten und ein Bild des Sieges zu vermitteln."
Israelische Sicherheitskräfte begutachten den Einschlagsort einer Rakete in Dimona. 22.03.2026 • 11:21 Uhr
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu weisen das Militär an, die Zerstörung von Häusern in libanesischen Grenzdörfern zu beschleunigen. Damit sollen Bedrohungen für israelische Gemeinden beendet werden, teilt Katz mit. Zudem solle die Armee umgehend alle Brücken über den libanesischen Fluss Litani zerstören. Diese würden für "terroristische Aktivitäten" genutzt. 22.03.2026 • 11:02 Uhr
Verteidigungsminister Boris Pistorius will das 48-Stunden-Ultimatum von US-Präsident Trump nicht kommentieren. "Ich würde sagen: abwarten", sagte er bei einem Japan-Besuch auf eine entsprechende Frage. "Wir werden sehen, was passiert."
Player: videoTrump will Iran mit Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus zwingen
US-Präsident Donald Trump versuche, mit seinem Ultimatum an den Iran maximalen Druck aufzubauen, berichtet ARD-Korrespondent Simon Riesche aus Beirut. Das sei aber "eine riskante Wette", denn wenn der Iran seiner Aufforderung, die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr freizugeben, nicht rechtzeitig nachkomme, sei er gezwungen, seinen Worten auch Taten folgen zu lassen. "Das macht die Sache brandgefährlich für die ganze Region." Man stelle sich auch die Frage, was genau nach Ablauf der 48 Stunden passieren werde, so Riesche. "Wird dann ein US-Tanker durch die Meerenge geschickt und wenn er angegriffen wird, ist die Eskalation da?" Es seien noch viele Fragen offen und die Anspannung in der Region greifbar, erklärt der Korrespondent.
Player: videoSimon Riesche, ARD Istanbul zzt. Beirut, zur aktuellen Lage in Nahost
Die britische Regierung hat sich bedeckt zum Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran gehalten. Trump spreche für sich selbst und könne seine Aussagen selbst verteidigen, sagte der britische Wohnungsbauminister Steve Reed dem Sender Sky News auf die Frage nach der britischen Haltung. "Wir werden uns nicht in den Krieg hineinziehen lassen, aber wir werden unsere eigenen Interessen in der Region schützen." Großbritannien werde mit seinen Verbündeten zusammenarbeiten, um die Lage zu deeskalieren.
In Katar sind beim Absturz eines Militärhubschraubers mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Eine Person werde noch vermisst, teilte das katarische Innenministerium heute mit. Dem Verteidigungsministerium zufolge kam es "während eines Routine-Einsatzes zu einer technischen Störung". Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass der katarische Hubschrauber möglicherweise bei einem iranischen Angriff abgeschossen wurde. Nach offiziellen Angaben stürzte der Hubschrauber im Persischen Golf in katarischem Hoheitsgebiet ab. Es gibt bisher keine Angaben dazu, wohin der Hubschrauber bei dem Einsatz flog. 22.03.2026 • 09:47 Uhr
Der Flughafen von Iraks Hauptstadt Bagdad ist Ziel mehrerer nächtlicher Luftangriffe geworden. Ein irakischer Sicherheitsvertreter sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von insgesamt "acht separaten Angriffen bis zum Morgengrauen mit Raketen und Drohnen". Sie richteten sich demnach gegen ein diplomatisches und logistisches Zentrum der USA am internationalen Flughafen von Bagdad. Ein weiterer Sicherheitsvertreter sprach von sechs Angriffen, während es aus Polizeikreisen hieß, dass in einem Stadtteil von Bagdad nahe des Flughafens ein Raketenwerfer entdeckt worden sei.
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