Nach neun Tagen mit packenden Wettkämpfen und spannenden Medaillenentscheidungen sind die Paralympischen Spiele beendet. Team Deutschland zog bereits vor der Abschlussfeier ein positives Fazit.
Am Sonntagabend sind die 14. Winter-Paralympics in Mailand und Cortina d'Ampezzo zu Ende gegangen. Im Rahmen der traditionellen Schlussfeier im Curlingstadion von Cortina erlosch um 22:08 Uhr die Paralympische Flamme. Die Sportlerinnen und Sportler haben nun vier Jahre Zeit, um sich auf die nächsten Paralympics vorzubereiten. 2030 finden die Spiele dann vom 1. bis 10. März in den französischen Alpen statt. Davor wird das Paralympische Feuer - in 884 Tagen - noch bei den Sommerspielen in Los Angeles entzündet.
Fahnenträger Rothfuss und Schmiedt
Anders als noch bei der Eröffnungsfeier, als die deutsche Delegation der Zeremonie aus Solidarität mit der Ukraine fernblieb, war Team D am Sonntag in Cortina mit einer Gruppe von Athleten vertreten. Ski-Alpin-Fahrerin Andrea Rothfuss und Snowboarder Christian Schmiedt trugen die deutsche Fahne.
Parsons: "Rekordverdächtiger Erfolg"
Die Spiele seien "ein rekordverdächtiger Erfolg", so Andrew Parsons, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). "Die größten und schönsten Winter-Paralympics mit mehr Athleten, mehr Nationen, mehr Frauen und einer weltweiteren Fernseh- und digitalen Berichterstattung als je zuvor", sagte Parsons. Die Welt sei Zeuge "außergewöhnlicher Momente" geworden, "die mehr bewirkten als nur Medaillen zu gewinnen, sie eroberten Herzen, veränderten Einstellungen und stellten Vorurteile in Frage".
Deutschland zieht positive Bilanz
Deutschland sammelte bei den Spielen in Norditalien insgesamt 17 Medaillen und belegte damit Platz elf im Medaillenspiegel. Team D verfehlte damit zwar das zuvor ausgegebene Ziel unter die besten sechs Nationen zu kommen, zog am Sonntag aber dennoch ein positives Fazit.
Insbesondere Ski-Alpin-Fahrerin Anna-Lena Forster, die mit zwei Goldmedaillen und ein Mal Silber Deutschlands erfolgreichste Athletin war, polierte die deutsche Statistik mächtig auf. Auf dem ersten Platz des Medaillenspiegels stand wie schon bei den letzten Spielen in Peking China, gefolgt von den USA und Russland.
Spiele von Protesten begleitet
Die Wiederzulassung russischer und belarussischer Athleten hatte im Vorfeld und während der Spiele für Kritik, Diskussionen und Proteste gesorgt. Die Ukraine, die seit mittlerweile vier Jahren großflächig von Russland angegriffen wird, boykottierte am Sonntag aus Protest auch die Abschlussfeier der Spiele. Die litauische Delegation blieb der Zeremonie aus Solidarität ebenfalls fern.
Parsons: "Fokus dort gehalten, wo er hingerhört"
"Diese Spiele boten etwas Kraftvolles und Erfrischendes: den Beweis, dass Sport uns durch Respekt, Fairness und menschliche Leistung vereinen kann", betonte Andrew Parsons auf der Abschlussfeier. Die Athleten hätten "den Fokus dort gehalten, wo er hingehört: auf euch und euren Sport". Giovanni Malago, Präsident des italienischen Organisationskomitees der Spiele, betonte: "In einer Zeit, in der Kriegstrommeln und Flaggen zu überwiegen scheinen, sprachen wir gemeinsam von Frieden, Freundschaft, Respekt und Inklusion. Gegen die Bilder von Brutalität und Zerstörung haben wir die des fairen Wettbewerbs hochgehalten."
Italien verabschiedet sich mit einer bunten Schlussfeier von den Paralympics. In vier Jahren übernimmt Frankreich.
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