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Elfmeter-Geschenk rettet Arsenal in Leverkusen

Elfmeter-Geschenk rettet Arsenal in Leverkusen
Bayer Leverkusen hatte im Achtelfinale der Champions League den Sieg gegen den FC Arsenal schon in Reichweite - dann rettete ein Elfmeter-Geschenk die Gunners. 

Beim 1:1 (0:0) hatte Robert Andrich die Leverkusener in der 46. Minute mit 1:0 in Führung geköpft. Ausgerechnet der eingewechselte Ex-Bayer-Star Kai Havertz verwandelte in der 86. Minute einen Strafstoß, den Noni Mandueke gegen den allerdings auch nicht gerade geschickt grätschenden Malik Tillman herausgeschunden hatte.

Leverkusens Sportchef Rolfes reagiert mit Sarkasmus

Diese Entscheidung erhitzte die Gemüter der Leverkusener auch noch nach der Partie. Trainer Kasper Hjulmand rang bei DAZN um seine Worte: "Kein Kontakt und dann geht er runter. Es ist kein Elfmeter."
Andrichs Wut richtete sich gegen den VAR: "Wie man da nicht sagen kann, dass er es zurücknehmen soll – das reicht doch nicht." Und Sportchef Simon Rolfes blieb nur noch die Flucht in den Sarkasmus: "Früher hatten wir internationale Härte - davon sind wir heute weit entfernt."


Arsenals Madueke: "Ich wusste, dass es ein Elfmeter war"

Der vermeintlich gefoulte Spieler Noni Madueke beschrieb die Szene in Arsenals Klubmedien so: "Klar, wenn man dann den VAR im Einsatz sieht, denkt man nur: 'Oh je!' Aber ich wusste, dass es ein Elfmeter war.“


Arsenals Noni Madueke beklatscht die Fans
Havertz sagte nach dem Spiel bei DAZN: "Ich bin froh, dass ich angetreten bin, froh, dass ich getroffen habe, aber es tut mir natürlich leid für die Leverkusener. Aber so ist Fußball." Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag statt - der späte Ausgleich erschwert natürlich die Ausgangslage für die Leverkusener auf dem möglichen Weg ins Viertelfinale.

Martinelli trifft die Leverkusener Latte

Die Leverkusener überließen Arsenal zunächst das Mittelfeld, hatten phasenweise nur knapp über 30 Prozent Ballbesitz. Dazu brachte sich die Bayer-Abwehr auch früh selbst in Bedrängnis: Kapitän Robert Andrich handelte sich bereits in der 2. Minute Gelb ein und bekam kurz danach für ein weiteres Foul bereits gestenreich die letzte Ermahnung von Schiedsrichter Umut Meler.



Nachdem Christian Kofane (7.) und Ibrahim Maza (16.) mit zwei Abschlüssen an der Strafraumgrenze die ersten kleinen Ausrufezeichen in der Offensive setzten, hätten die Gunners beinahe mit der ersten gefährlichen Aktion die Führung erzielt: Gabriel Martinelli traf nach einer schnellen Kombination über drei Stationen aus halblinker Position aber nur die Latte (20.).

Arsenal und Bayer anfangs mit wenig Risiko

Dieser Aufreger blieb allerdings für längere Zeit das einzige Highlight im Arsenal-Spiel. Die Begegnung war von Risikoarmut und Pragmatismus geprägt.
Für die Phase zwischen der Martinelli-Chance und dem Pausenpfiff konnte man die Wut von Trainer Fabian Hürzeler hervorragend nachvollziehen, der mit Brighton and Hove Albion zuletzt unglücklich 0:1 gegen den Spitzenreiter der Premier League verloren hatte. Hürzelers Fazit: "Das ist doch kein Fußball."

Bayer-Blitzstart in die zweite Hälfte

Bayer versäumte es aber auch, die wenigen Angebote der Gäste besser zu nutzen. Konterchancen über Aleix Garcia, Alex Grimaldo oder Ernest Poku wurden so sehr verschleppt, dass sich die Arsenal-Abwehr jedesmal wieder in Ruhe sortieren konnte. Das änderte sich blitzartig nach dem Wiederanpfiff.
Nicht mal eine Minute war gespielt, als Leverkusen den schönsten Angriff des ganzen Spiels zelebrierte: Über Kofane und Grimaldo kam die perfekte Flanke ins Zentrum, Martin Terrier zwang mit einem wuchtigen Kopfball Gunners-Schlussmann David Raya zu einer Glanzparade.

Standard-Tor - aber von Leverkusen

Doch gleich die folgende Ecke brachte die Führung, als Andrich am langen Pfosten perfekt freigeblockt wurde und ohne Gegenspieler-Druck ins kurze Eck köpfen konnte. Ein Standard-Tor - das war vor dem Spiel eher den Londonern zugetraut worden, die sich auf der Insel den Beinamen "FC Eckball" erarbeitet haben.


Robert Andrich jubelt mit seinen Mitspielern
Richtig stark war dann aber, wie Leverkusen nach der Führung agierte. Auch in den Phasen, in denen Arsenal den Druck erhöhte, kombinierte sich die Werkself souverän und seelenruhig aus der eigenen Hälfte nach vorne und war dem 2:0 näher als die Gäste dem Ausgleich.

Elfer-Schütze Havertz erst spät eingewechselt

Arsenal-Coach Mikel Arteta reagierte auf die offensive Harmlosigkeit seiner Mannschaft nach einer Stunde mit der Auswechslung von Nationalspieler Bukayo Saka, doch mit Noni Madueke wurden die Angriffe auch nicht gefährlicher. Leverkusens Ex-Spieler Kai Havertz kam erst in der 74. Minute in die Partie, zehn Minuten vor dem Ende folgte Gabriel Jesus.
Doch sie alle fanden kein Mittel mehr gegen die hochkonzentrierte Bayer-Defensive, in der neben Andrich auch Edmond Tapsoba und Jarell Quansah so viel wegräumten, dass Keeper Janis Blaswich keine einzige Großchance entschärfen musste. Erst das Tackling von Tillman gegen Madueke, der kaum berührt wurde und theatralisch abflog, bescherte Arsenal dann noch den glücklichen Ausgleich.

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