Ermittler zerschlagen großes Drogennetzwerk
Tonnenweise Chemikalien, mehrere Festnahmen: Der Polizeibehörde Europol ist ihre bislang größte Operation gegen synthetische Drogen gelungen. Auch in Deutschland wurden mehrere Labore aufgedeckt.
Europäische Ermittler haben nach Angaben von Europol einen der größten Lieferanten für die Herstellung synthetischer Drogen zerschlagen. Bei der bisher größten Operation der Polizeibehörde wurden 85 Verdächtige festgenommen. Zudem seien 24 Drogenlabore demontiert worden, teilte Europol mit.
Zu den Festgenommenen zählen nach Angaben der Ermittler auch die zwei mutmaßlichen Anführer des Netzwerks in Polen. Die Operation zog sich insgesamt über ein Jahr. Neben Polizeibehörden aus Deutschland waren fünf weitere europäische Länder beteiligt.
Allein die hierzulande entdeckten Labore hätten über Produktionskapazitäten im hohen einstelligen Tonnenbereich verfügt, erklärte der Leiter des Zollkriminalamtes, Tino Igelmann. Bundesweit seien mehr als 800 Kilogramm synthetische Drogen und etwa 160.000 Liter hochgiftige Chemikalienabfälle sichergestellt worden.
Der Leiter des Europol-Zentrums zur Bekämpfung der schweren organisierten Kriminalität, Andy Kaag, sprach im niederländischen Radiosender NPO von der "mit Abstand größten Operation" der Polizeibehörde. Der Einsatz sei ein schwerer Schlag gegen organisierte kriminelle Gruppen, die im Drogenhandel tätig seien.
Nach Angaben der Ermittler wurden die Stoffe in Polen mit gefälschten Etiketten versehen und anschließend in mehrere Länder weiterverschickt. Wegen der auffällig großen Liefermengen hätten die Ermittler schließlich Verdacht geschöpft.
Im Zuge der Einsätze durchsuchten die Behörden Dutzende Gebäude. Dabei beschlagnahmten sie unter anderem Fahrzeuge, Immobilien, Bargeld und Drogen. Weitere Ermittlungen dauern an.
Europäische Ermittler haben nach Angaben von Europol einen der größten Lieferanten für die Herstellung synthetischer Drogen zerschlagen. Bei der bisher größten Operation der Polizeibehörde wurden 85 Verdächtige festgenommen. Zudem seien 24 Drogenlabore demontiert worden, teilte Europol mit.
Zu den Festgenommenen zählen nach Angaben der Ermittler auch die zwei mutmaßlichen Anführer des Netzwerks in Polen. Die Operation zog sich insgesamt über ein Jahr. Neben Polizeibehörden aus Deutschland waren fünf weitere europäische Länder beteiligt.
Festnahmen auch in Deutschland
In Deutschland deckte die Polizei sechs illegale Drogenlabore in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen auf. Nach Angaben des deutschen Zolls wurden dabei 45 Verdächtige festgenommen.Allein die hierzulande entdeckten Labore hätten über Produktionskapazitäten im hohen einstelligen Tonnenbereich verfügt, erklärte der Leiter des Zollkriminalamtes, Tino Igelmann. Bundesweit seien mehr als 800 Kilogramm synthetische Drogen und etwa 160.000 Liter hochgiftige Chemikalienabfälle sichergestellt worden.
Chemikalien zur Herstellung harter Drogen
Nach Europol-Angaben beschlagnahmten die Behörden insgesamt rund 1.000 Tonnen Chemikalien. Daraus hätten mehr als 300 Tonnen harter Drogen wie MDMA, Amphetamin und Meth hergestellt werden können. Synthetische Drogen aus Chemikalien stellten eine besonders große Gefahr für die Gesundheit dar, sagte Igelmann. Zugleich seien sie ein erhebliches Umweltproblem. Giftige Abfälle werden häufig in der Natur entsorgt und belasteten Böden und Gewässer.Der Leiter des Europol-Zentrums zur Bekämpfung der schweren organisierten Kriminalität, Andy Kaag, sprach im niederländischen Radiosender NPO von der "mit Abstand größten Operation" der Polizeibehörde. Der Einsatz sei ein schwerer Schlag gegen organisierte kriminelle Gruppen, die im Drogenhandel tätig seien.
Große Liefermengen sorgten für Verdacht
Das Netzwerk war den Ermittlern zufolge für den Import, die Umverpackung und den Vertrieb von Grundstoffen verantwortlich, die bei der Herstellung synthetischer Drogen benötigt werden. Die Chemikalien, die teils auch legal, etwa in der Pharmaindustrie, benutzt werden, sollen von mehreren scheinbar legalen Unternehmen nach Europa eingeführt worden sein.Nach Angaben der Ermittler wurden die Stoffe in Polen mit gefälschten Etiketten versehen und anschließend in mehrere Länder weiterverschickt. Wegen der auffällig großen Liefermengen hätten die Ermittler schließlich Verdacht geschöpft.
Im Zuge der Einsätze durchsuchten die Behörden Dutzende Gebäude. Dabei beschlagnahmten sie unter anderem Fahrzeuge, Immobilien, Bargeld und Drogen. Weitere Ermittlungen dauern an.
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