„Meinem Kunde ist völlig bewusst, dass das Geschehene durch seinen Fehler verursacht worden ist“, zitiert das Blatt den Anwalt des Verletzten.
Protestler in Paris hebt Granate der Polizei vom Boden auf und verliert fünf Finger – Medien
Ein Teilnehmer der Proteste in Paris gegen den von der französischen Regierung vorgeschlagenen Gesetzentwurf zur „Globalen Sicherheit“ soll fünf Finger verloren haben, nachdem er eine von den Ordnungshütern eingesetzte Granate in die Hand nahm. Dies schreibt am Montag die Zeitung „Figaro“.
Der Betroffene unter dem Namen Richard B. nahm demnach am Samstag an Protesten teil. Die Granate, die er für eine Tränengasgranate gehalten habe, sei in seiner Hand explodiert. Er habe einige Finger verloren, andere seien im Krankenhaus abgenommen worden. Weitere Amputationen seien nicht ausgeschlossen.
Richard B. beschuldige die Polizei nicht. Im Gegenteil, er hoffe, dass sein Beispiel zur Deeskalation auf beiden Seiten betragen werde. Der Protestler, der als Bote tätig gewesen sei, plane keine gerichtliche Klage gegen die Ordnungshüter, so die Zeitung.
Neues Sicherheitsgesetz in Frankreich
Am 27. November hatte die französische Nationalversammlung das Gesetz verabschiedet, dessen Artikel 24 vorsieht, Polizisten während eines Einsatzes nicht mehr filmen zu dürfen, wenn es in der Absicht geschieht, dem betroffenen Beamten „physisch oder psychisch“ Schaden durch die Verbreitung der Bilder zuzufügen.
Aktivisten und Journalisten kritisieren den Gesetzentwurf als Verstoß gegen die Pressefreiheit. Eine der Ursachen der Proteste ist ein Video, auf dem zu sehen ist, wie Ende November mehrere Polizisten den schwarzen Musik-Produzenten Michel Zecler schlagen.
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