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Irak bestreitet Verbindung zu Öltanker

Irak bestreitet Verbindung zu Öltanker
Das Bild des mutmaßlich festgesetzten Tankers stammt aus einem Video der iranischen Staatsmedien
Der Irak hat jegliche Verbindung zu dem jüngst im Iran beschlagnahmten Öltanker abgestritten. Mit Schiffen dieser geringen Größe habe das Land nichts zu tun, teilte das irakische Ölministerium mit.
Zuvor hatte die staatliche iranische Nachrichtenagentur IRNA gemeldet, dass es sich bei dem gestoppten Schiff um den irakischen Tanker "Hita" handele, der demnach 700.000 Liter illegales Dieselöl an Bord gehabt haben soll. Aus Bagdad hieß es dazu, das Ölministerium beschränke seinen Handel auf den Export von Rohöl und anderen Erdölerzeugnissen. Dieser Handel laufe gemäß der international anerkannten Rahmenbedingungen und unterliege den üblichen Kontrollen, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit.
Drei Schiffe in zwei Wochen festgesetzt 
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) hatten den Tanker am Mittwochabend vor der Insel Farsi in der Buschehr Provinz gestoppt und die sieben Besatzungsmitglieder verhaftet. Das Öl an Bord sollte laut einem Bericht des staatlichen iranischen Fernsehens in mehrere arabische Staaten geschmuggelt werden. Die IRGC-Truppen im Persischen Golf werden öfter auch für Operationen gegen Öl- und Dieselschmuggel eingesetzt.
Der Iran hatte bereits zuvor zwei Schiffe in der Region festgesetzt. Am 18. Juli beschlagnahmten die Revolutionsgarden den unter der Flagge Panamas fahrenden Tanker "Riah". Wenig später setzten sie in der Straße von Hormus, der Meerenge zwischen Persischem Golf und dem Golf von Oman, den britischen Tanker "Stena Impero" fest. Zudem wurden mehrere Tanker angegriffen, wofür aus Sicht der USA der Iran verantwortlich war.
Diskussion über Militärmission
Die Vorfälle hatten die Spannungen in der Golfregion infolge des Austritts der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran nochmals deutlich verschärft. Die USA wollen eine internationale Militärkoalition zum Schutz von Öltankern auf der vor allem für den internationalen Ölhandel sehr wichtigen Route.
In Europa wird über eine mögliche Beteiligung an einer solchen Mission kontrovers diskutiert. Auch unter deutschen Politikern gibt es dazu unterschiedliche Ansichten.
DW​​​

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