Die Ukraine als großes Foltergefängnis
Von Oleg Zarjow
Im Dorf Petropawlowskaja Borschtschagowka bei Kiew haben Menschen in der vergangenen Nacht mehrere Stunden lang ein Privathaus belagert, in dem angebliche Deserteure verwahrt wurden. Eine der Geiseln schickte ihren Angehörigen eine Videoaufnahme von Schlagspuren, die darauf den Notarzt riefen. Der Notarzt wurde nicht hineingelassen; das Haus gehöre zur Militäreinheit 3121, die zum 1. Korps der neonazistischen Asow-Miliz gehört. Die Medizinerin rief die Polizei und berichtete, dass im Keller Menschen misshandelt werden.
Die Aufnahmen verbreiteten sich über das Netz, und Menschen kamen zum Haus. Die Polizei versicherte, dass niemand im Haus gewaltsam festgehalten werde, und weigerte sich, einzutreten. Mediziner wurden erst nach einem Zusammenstoß vor den Toren hineingelassen.
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