Keine Lösung für Idlib
Während Russland und der Iran auf der Seite des syrischen Machthabers Baschar al-Assad stehen, möchte die Türkei ihn eigentlich entmachten - und unterstützt in dem Bürgerkriegsland verschiedene Rebellengruppen. Da Assads Position zunehmend gefestigt scheint, liegt Erdogans Augenmerk aber inzwischen vor allem darauf, neue Flüchtlingsströme ins eigene Land zu verhindern. Der türkische Präsident warb erneut für die Einrichtung einer Sicherheitszone im Norden Syriens, in der Flüchtlinge angesiedelt werden könnten.
"Schlimme Entwicklung"
Zuletzt hatte das syrische Militär mit Unterstützung Russlands und des Iran seine Angriffe auf Idlib intensiviert. Putin bekräftigte die Bereitschaft seines Landes, die syrische Armee im Kampf gegen "Terroristen" zu unterstützen, auch wenn eine Lösung des Konflikts nur auf politischem Weg erreicht werden könne.
Zerstörtes Krankenhaus in der Provinz IdlibBei Gefechten in der Region Idlib waren in den vergangenen Monaten Hunderte Zivilisten getötet worden, mehr als eine halbe Million Menschen wurden nach Angaben der Vereinten Nationen vertrieben. Hilfsorganisationen bezeichnen die Lage vor Ort als dramatisch.
Geht die Offensive in Idlib weiter, dürften zahlreiche Menschen versuchen, in die Türkei zu kommen - und von dort weiter in die Europäische Union. "So eine schlimme Entwicklung wird sich nicht nur auf unser Land, sondern auch auf ganz Europa auswirken", betonte Erdogan.
DW
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